EINLEITUNG
Schambek/Zsámbék war bekannt für seine farbenprächtige, rokokohafte Bauerntracht,1 die kurz vor und nach 1920 noch eine späte Hochblüte erlebte. Bis zum Ende des zweiten Weltrieges wurde sie von Jung und Alt getragen. (Erst 1944/45 fingen unverheiratete Frauen an, werktags bequemere städtische Kleidung zu tragen.) Aus diesem letzten Zeitraum stehen uns reiche Fotobelege zur Verfügung. Auch können uns noch die mesiten älteren Schambeker die abwechslungsreiche Tracht dieser jüngsten Periode mehr oder weniger genau schildern. (Abb. 1.)
Die ursprüngliche Kleidung der deutschen und magyarischen Ansiedler in Schambek kennen wir nicht2 wohl aber die Tracht vor der oben erwähnten letzten Periode in unserem Jahrhundert. Sie ließ keine ethnische Herkunft mehr erkennen, wich jedoch in Details nicht unwesentlich von der späteren Tracht ab. Obgleich wir relativ wenige alte Bilder besitzen, können wir sie uns auch auf Grund von Beschreibungen der Alten genau vorstellen. Diese ältere Tracht hatte sich sicher recht lange gehalten, schon deshalb, weil man das Gewand oft vererbt bekam und es Generationen überdauern mußte. Erst in unserem Jahrhundert konnte sich die Tradition sprunghaft ändern, als mit den billigeren Fabrikstoffen eine breitere Palette von Farb- und Qualitätenvielfalt auf den Markt kam.-3 Jetzt erst gestattete es auch die wirtschaftliche Lage unserer Dorfbewohner in der Nähe der Hauptstadt, eine anspruchsvollere, nüanciertere Tracht herauszubilden.
Man kann also in der Entwicklung der Schambeker Kleidung drei Perioden unterscheiden: eine nicht berücksichtigbare, weil nicht bekannte, auf ethnischer Vielfalt beruhende frühe Zeit, dann jene schon auf Einheitlichkeit beruhende mittlere vor der Jahrhundertwende und die neuere Periode; wobei man sich die Übergänge sicher fließend vorstellen muß.
Übrigens trugen die Dorfleute in Schambek ein Gewand/G 'wand 4; man sagte, sie gingen
während Stadtleute und die sich schon an ihnen orientierenden Handwerker, weil sie Herrenleute/Hean/etd waren,
gingen und
trugen. - ,.Kleider machen Leute" sagt ein altes Sprichwort und das ist auch für die Schambeker Tracht vollkommen zutreffend, denn die Kleidung brachte recht vieles zum Ausdruck. Man legte großen Wert darauf, immer dem Anlaß entsprechend „angelegt" = angezogen zu sein. Damals war noch nicht alles gleichgemacht wie heute -behaupten die alten Leute. Selbst wenn man werktags zur Arbeit ging, zog man für den Weg eigens das
an, das auf dem Feld abgeelegt wurde.
DIE FESTEN BESTANDTEILE UNSERER VOLKSTRACHT
a) Bestandteile der Frauentracht
1) Als Unterkleidung trug man (stets ohne Beinkleider und BH) das Hemd/
Es reichte nicht bis zu den Knien, hatte einen kurzen Schlupf mit etwa vier Knöpfen und links und rechts von der Leiste mit vier Zwirnknöpfen und einigen (zwei bis vier) Schmie-
= Biesen, die unter der Brusthöhe mit einer Querspange abgesteppt waren. Das Hemd war hochgeschlossen und mit einem kleinen spitzenbesetzten
versehen. Auch die engen, kurzen Ärmel waren mit Spitzchen verziert. Der Stoff bestand früher aus gröberer hausgesponnenen Leiawand/Leimad, später überwiegend aus Baumwolle.
Das
unterschied sich vom alltäglichen durch die langen Ärmel und der reicheren Schmieselzahl sowie der spitzchengesäumten Knopfleiste; es bestand aus ganz feiner Leinwand,-5 wurde gebleicht und sehr gestärkt. Die langen Ärmel wurden in Querfältchen gelegt, über den Ellenbogen geschoben und mit einem eingezogenen farbigen Bändchen/Mascherl festgebunden. Das „klare Hemd" war Bestandteil der Festtracht. (Abb. 2.)
2) Über das Hemd zog man bei festlicheren Gelegenheiten den
an. Dieser aus Flaenell genähte, mit Wattelinfüllung (ähnlich unseren Steppdecken) abgesteppte Riedel diente dazu, der Tracht rokokohaftere Form zu geben und eine größere Anzahl von Unterkiedeln überflüssig zu machen. Im Sommer oder wenn man nicht ganz so festlich wirken wollte, wurde der Wattekiedel durch eine sogenannte
ersetzt.6 Der Vorderteil dieses vom Namen anschaulichen Kleidungstückes war ähnlich wie beim Wattekiedel nicht mit Watte gefüttert. Beide wurden mit zwei nicht gekreuzten Trägerbänden gehalten.
3) Über Wurst oder Wattekiedel wurden die
(in der Bedeutung des mhd. leitet, Einzahl ebenfalls Kiedt) getragen. Der Kiedel bestand aus einem der Körperlänge angepaßten, weit unter die Knie reichenden, freihängenden zylindrischen Rohr, dessen oberes Ende (mit Ausnahme am Vorderteil) in Falten gezogen war. Im Umfang betrug der Kiedel ungefähr 4 bis 4,5 m, der Faltenkiedel etwa S m. Er wurde aus mehreren Stoffbah nen, sogenannten
zusammengesetzt. Zum bequemeren Anziehen (immer über den Kopf) war an der Vorderseite links ein Schlitz angebracht, der mittels eines Hef- tels/Hafils geschlossen wurde. Zur Verstärkung des Saumes wurde ein 10-12 cm breiter Stoff (meist anderer Art), ein sogenanntes Blech/Blech, eingenäht, von dem außen nur die Nahtlinie sichtbar war. Nur die Kiedel älterer Machart trugen einen Außensaum aus Samt, aber ein
(=Stoßband) oder Spitzensäumchen war oft angebracht. Eine Tasche war nur in die Wertagskiedel rechts eingenäht.(Abb. 3.) Es wurden fast immer mehrere Kiedel getragen;
und Unterkie-
gehörten zur Tracht. Zur festlichen Tracht wurden die Unterkiedel sehr hart gestärkt, sonst trug man auch, wie zu zeigen sein wird, gebrauchte alte Kleidung als Unterkiedel. (Abb. 4)
4) Das Oberteil des Gewandes hieß
7 von dem es zwei Formen gab. Die eine Form war sehr auf den Leib geschnitten, betonte die Brust (da man ja keinen BH trug) und hatte am (aus mehreren Stücken genähten) Rückenteil ein
das in zwei Falten mit Zierknöpfen gelegt war. Die Knöpfe sollten farblich passen; man verwendete entweder teure Spiegelknöpfe (mit spiegelndem gläsernen Einsatz), Posamen
oder einfachere Perlmuttknöpfe. Wie es unsere Bilder zeigen, sollte das Schößerl auf dem Kiedel schön aufliegen. Dieses Oberteil zum Gewand hieß „dreiteiliges
8 Es war mit Baumwollstoff gefüttert und rundum sowie an den Außenseiten der Ärmel reichlich mit breiten Maschinenspitzen verziert. Die engen Ärmel waren bei diesem Röckel mit drei sogenannten Schop-
= Fältchen eingesestzt, um die Wirkung von Puffärmeln zu erzielen. (Abb. 5)
Das nicht in die Taille geschnittene, lose Röckel hieß einfach nur Re'ckl oder
mit eineem jüngeren Ausdruck
(von pfludern = flattern, lose hängen) oder einfach Pantschuaii9 Hier bestand der Rückenteil aus einem Stück. - Beide Röckelarten hatten ein kleines Stehkrägelchen, das mit Spitzchen verziert sein konn-te.(Abb. 6.)
5) Über das „klare Hemd" wurde das
(Diminutivum:
angezogen. Sein Rückenteil bestand wie beim „dreiteiligen Röckel" aus mehreren Stük-ken. In früherer Zeit wurde es aus schwarzem
getragen und hatte nur am Rückenteil ein ganz dicht in Falten gezogenes kurzes Schößel. Erst in neuerer Zeit wurde das Festtagsleibel auch aus rotem, glänzenden Stoff angefertigt und mit Palletten und Glasperlen besetzt, wobei der Einfluß einer operetthaften Vorstellung „magyarischer" Tracht nicht zu übersehen ist. BaumwoUeibel ohne Schößel wurden unter dem Röckel als Unterkleidung oder wenn man hemdsärmelig ging. getragen.(Abb. 7,8.)
6)
10 = Vortuch gehörte zum Schambeker Gewand, dagegen wurde eine
nur von den Dienstmädchen bei Herrenleuten und eventuell noch von Handwerkerfrauen getragen. Das Frauenfürter bestand aus einem quadratischen Stück dunkelblauer oder schwarzer auf Hochglanz pollierter, sogenannter Rumburger Leinwand. 11 Mit weißem Faden wurde oben und unten ein schmaler Saum genäht, während seine Breite der Stoffbahn entsprach; zur Festtracht war in den oberen Ecken in Rot, Blau und Weiß das Monogramm der Trägerin eingestickt.
Das „weiße
wurde nur zu allerfestlichsten Anläßen von Ledigen getragen. Die weiße Leinwand hatte mehrere, aber mindestens drei Reihen Streifeneinsät-
sotz aus selbstgehäckelten oder industriellen Spitzen und war von Hand umhäckelt; im Bund konnte es in Falten gezogen werden. Es wurde sehr hart gesteift und der Länge nach in minutiös kleine Stehfalten gelegt, die mittels Nähfaden an mehreren Stellen quer zusammengezogen und unter Leinentüchern gepreßt wurden; die Fäden wurden erst beim Anziehen gezogen.
7) Verheiratete Frauen verließen das Haus kaum ohne das akkurat gebundene Kopf
während Kinder und Jugendliche es für gewöhnlich nur bei kaltem Wetter trugen. Bei Tanzveranstaltungen, wo ein Kpftuch lästig gewesen wäre, trugen die Schambeker Frauen aus (kunst-) seidenen Tüchern mit unterlegtem Papjer gebundene haubenartige, Schopt/Schoupf genannte Kopfbedeckung. Im Winter trug man statt eines Jankers oder Mantels ein schwarzes, quadratisches flauschiges Umhangtuch/
aus Wolle, das auch Berliner Tüchel genannt wurde; dreieckig gefaltet wurde es vor der Brust von einer großen Nadel, evtl. Sicherheitsnadel, zusammengehalten.12 (Abb. 9., 10., IL, 12.)
g) Zur Tracht gehörten blaue und grüne Strümpfe, die mit einem gestrickten Band/Bandl unter den Knien gebunden wurden; Gummistrumpfbänder kamen erst später auf. Ledige trugen zur Festtracht auch weiße Strümpfe. Diese Strümpfe kamen aus den bedeutsamen heimischen Strickereien. Sogenannte Patentstrümpfe13 wurden meist auf dem Markt erstanden. - Die schwäbische Frau trug nie Stiefel, sondern entweder „Halbschuhe" oder hohe „Schnürschuhe". Ältere Frauen liebten besonders die speziell in Schambek hergestellten gestrickten
14 (Abb. 13.)
b) Die Bestandteile der Männertracht
1) Auch zur bäuerlichen Männertracht gehörte als Leibwäsche das (ohne Unterhemd getragene) Hemd. Es war so kurz geschnitten, daß es knapp in den Hosenbund reichte. Wie das Frauenhemd hatte es eine nicht allzubreite Knopfleiste und Biesen, die unter dem Brustansatz von einem Querriegel abgeschlossen wurden. Es hatte lange, nicht allzu weite mit Manchetten geschlossene Ärmel, die auch aufgestülpt getragen wurden. Das Stehkrä gelchen mit zwei Knöpfen und einen umgelegten Latz, wurde immer geschlossen getra gen. Ursprünglich aus handgewobener Leinwand, wurde das Hemd später auch aus pflege leichteren Baumwollstoffen hergestellt. Auch für die Männer gab es ein hartgesteiftes „klares Hemd" aus feinerem Leinen oder feiner weißer Baumwolle. Die Knopfleiste war auch hier mit Spitzchen besetzt.
2) Die lange Unterhose,
(von ungar. gatya = Leinenhose) ge nannt, wurde früher ebenfalls aus grober Leine gefertigt, später für den Winter auch durch Barchentstoffe ersetzt. Sie wurde durch ein eingezogenes Band/Bandl gehalten und ein Schlitz an den Knöchern mit Bändern zusammengebunden, um das Hineinschlüpfen in die Stiefelhose zu erleichtern. Mit sehr weiten Beinen nach Art der (von der Pusztaromantik bekannten) ungarischen Hirte wurde sie im Sommer zur Arbeit auch als Oberkleidung getragen. (Abb. 14.)
3) Über der Gatjahose wurde eine Stiefelhose mit Latzschlitz eine Husarenlatzhose, getragen, die oft nach Husarenart
(Posamenten) verziert war. Ihre Taschen waren quergestellt und der Hosenriemen lief im Bund. Man kannte auch lange, weitere Hosen, die nicht für Stiefel geeignet waren, und Pan
genannt wurden. Sie gehörten nicht zum Festgewand. (Abb. 15.)
4) Der zweite Bestandteil des Gewandes war der Janker/'Jang", für den es zwei Schnittarten gab, ohne jedoch wie in Wudersch/Budaörs mundartlich zwischen ungari schem und deutschem Stiefelgewand zu unterscheiden, auch wenn es de facto so war. Bei der einen Art waren Janker wie Hose reich durch Posamentenschnüre15 verziert und der Kragen nicht zu einem Revers umgelegt, aber meistens mit Brehm/Bra/im = Pelz oder Samt besetzt. Der magyarische Einfluß scheint auf der Hand zu liegen, ist aber nicht nachgewiesen, da Posamente in der Barockzeit allgemein üblich gewesen zu sein scheinen. Eher deutscheren Eindruck erweckt der zweireihige Janker mit großem spitzen Revers ohne Brehm. Beide Arten waren jedoch wamsartig kurz geschniten und wie die Hosen aus dunkelblauem oder schwarzem Tuch gefertigt.(Abb. 16., 17.)
5) Das Wort6, Das Leibel/Laiwö der Männer war ganz aus Tuch wie das Gewand. Es war in die sem Jahrhundert nicht mehr hochgeschlossen sondern zweireihig mit kleinem Revers; es hatte zwei kleine Täschchen unten und links zusätzlich eines oben. Im Sommer wurde es auch statt des Jankers getragen.(Abb. 19.)
7, Außer zur Kirche hatte der schwäbische Bauer in Schambek immer sein Fürter um, zum Arbeiten ein einfacheres, ausgewaschenes, Sonn- und Feiertags ein am Brustteil mit dem Monogramm besticktes dunkelblaues Rumburger Fürter.(Abb. 20., 21.)
8) Die Fußbekleidung bestand aus den einnähtigen Rohrstiefeln, den sogenannten
(vom ungar. csizma = Stiefel),16 zu denen man gerne Fußlappen,
trug. Socken gehörten eher zu den Schnürschuhen bei der Pantalonhose. Zum Gewand gehörten keine Pantoffeln,
sie trug man zur Arbeit.(Abb. 22.)
c) Die Kindertracht
DIE ÄLTERE TRACHT
a) Die Frauentracht
Die ältere, sehr dunkle Kleidungsweise aller Frauen trägt vermutlich noch viele charakteristische Züge ursprünglich deutscher Tracht. In dieser Gestalt oder ganz ähnlicher Art wurde sie bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts in fast allen ungarndeutschen Gemeinden nicht nur der Umgebung getragen. 17Den auffallendsten Bestandteil der alten Tracht in Schambek bildete ein jankerartiges Röckel, (wohl auch noch Janker genannt) das meist aus einem dicken, glänzenden Stoff, jedoch nicht aus Tuch, bestand. Es war gefüttert und nur mit einem schmalen Aufputz, manchmal auch mit einem dunklen Samtsaum ringsherum verziert. Ob es eventuell Abkömmling eines magyarischen Frauenkleidungsstückes ist, müßte erst untersucht werden.18 Es wurde nicht geknüpft, sondern so geheftelt, daß es über der Brust offen blieb, damit das darunter getragene Kaschmir-Brusttuch sichtbar war. Das Brusttuch wurde vor der Brust gekreuzt und in der Taille nach hinten in das Fürter gebunden, so daß Zipfel und Fransen unter dem Röckel heraushingen.
Zur Festtracht gab es ein ähnlich dunkles „dreiteiliges Röckel" mit schmalem Aufputz, das aber schon geknöpft wurde. Das Brusttuch wurde darunter auch hier so getragen, daß Zipfel und Fransen hervorschauten. Beim meist aus dunkelblauer Atlasseide bestehende Brautgewand war das dazugehörende Röckel kleingeblümt, der Riedel aber ungemustert.
Der Kiedel mit schwarzem Samtsaum, oft aus karriertem = „quadniliertem" Tuch, reichte fast bis zu den Knöcheln. Die Figur wirkte schlanker, da die Frauen wohl weniger Unterláedel wie bei der jüngeren „Mode" trugen.
Auf einem alten Foto (vergleich das beigegebene Bild) sehen wir das große Kaschmir-Kopftuch turbanartig über der Stirn zu einem Schopf geknotet.19 Fotos um 1870 zeigen eine weitere Art, den Schopf zu binden, bei der es die größeren, nur einmal geknoteten Kopftücher ermöglichten, die Zipfel asymmetrisch hängen zu lassen. Nach Invánfi hieß er
die vorgenannte Art aber
Eine dritte Art, der
auch „fliegender Schopf genannt, weil die kleineren akkurat gestellten Zipfel wie Flügel aussahen, blieb aber bis zuletzt erhalten. Er wurde auch früher schon zu festlichen Anläßen wie Tanz und Hochzeit von den Verheirateten getragen, während die zwei anderen Arten auch den Mädchen zustanden.(Abb. 27., 28., 29.)
An ihren Füßen trugen unsere Ahnein blaue „Harrasstrümpfe20 mit roten Zwickern in den Fersen. Die dazu passenden Samtschuhe zur Festtracht waren die „gekrausten Schu-
mit einem kleinen farbigen Stoffgekröse.
Die Werktagskleidung bestand oft aus selbstgesponnenem Hanf, aus Haosleimad, die man weben und färben Iieß.21 Weber und Blaufärber dazu gab es im Dorf. Die Alten sagten: „Sebstgesponnen und selbstgemacht, ist die schönste Bauerntracht". Werktags trug man keine Unterkiedel und ging oft hemdsärmelig zur Arbeit.(Abb. 30., 31.)
Der Wiener Malerin Erna Pffl22 verdanken wir eine Darstellung der kunstvoll geflochtenen, dachförmig aufgebauten Haartracht der Schambeker Mädchen aus früher Zeit, die aus Anlaß der Ausstellung 1925 von alten Frauen nocheinmal verlebendigt wurde. Die komplizierte Art des Haarflechtens hieß „häckeln", die Frisur war „Scheitel ge
Normalerweise trug man die Haare in zwei Zöpfe geflochten und zu einem „Nest", einem runden Kranz auf dem Hinterkopf, zusammengesteckt. Für die Festtage ließen sich die Mädchen von geübten Frauen ein kompliziertes „Nest" stecken; dazu wurden sechs bis zehn Zöpfe geflochten, aus denen der Haarkranz gesteckt wurde. Mit einem Zierkamm mit Glitzerwerk, einem sogenannten Tschatt (von Ungar, csat = Spange) und kleineren glänzenden Spangen wurde die Frisur verschönert.(Abb. 32.)
Als Schmuck trugen die Alten goldene, glocken- bzw. tropfenförmige Ohrringe und eine vielreihige Perlenkette, "
Hoitskettn, die hinten mit Seidenbändern gebunden war, zierte ihren Hals. Das schön bestickte/„ausgenähte"
so gefaltet und getragen, daß man das Monogramm gut sah, gehörte wohl schon immer zur Sonn-und Feiertagstracht. Zum Gang in die Kirche (und zum Fototermin) gehörte der Bettn genannte Rosenkranz und evtl. das Gesangbuch traditionell dazu.(Abb. 33.)
b) Die ältere Männertracht
Für die alte Männertracht war der zweireihige Janker mit spitzen langen Zipfeln des Revers, die angeknöpft waren, charakteristisch. Die Wohlhabenderen hatten überzogene Knöpfe oder hellblaue Kamelhaarknöpfe an ihrem Janker. Dazu gehörte ein schwarzseidener krawattenartiger Schal „doppelt Mascherl gebunden" d.h. in Doppelschleife getragen. Es gab auch den ganz schmalschultrigen, sehr kurzen und den üppigeren, an die magyarische mente erinnernden Janker mit Schnüren/Posamenten und Pelzkragen. Das zweireihige Leibel hatte zum Teil noch Rollen = Metallknöpfe und Goldbortenschnüre (daher
Bourtenleiwö oder Rujnleiwö), war jedoch nicht mehr hochgeschlossen, sondern statt mit einem Stehkragen schon mit einem kleinen Revers versehen. Der runde nicht eingeteilte Hut aus Seide hatte eine sehr schmale Krampe. Bei den älteren war bis zur Jahrhundertwende auch ein breitkrempiger Hut aus Langhaarfilz üblich. Beide Hutarten kamen im ersten Weltkrieg ab. Winters trug man die
Schochtlkappö
aus Pelz. Zu den
= Husarenhosen trug man die Dollenstie-
feVDujntschisma.23 Das gestärkte weiße Schneuztüchel trug man bei der Sonntagstracht noch quer durch den Latz des Hosenschlitzes, so daß dessen Zipfel hüben und drüben her-aushingen.(Abb. 34., 35., 36., 37.)
DIE BÄUERLICHE TRACHT DER NEUZEIT
a) die Frauentracht
Wie schon erwähnt, führten mehrere Faktoren zur Wandlung der Tracht, die im folgenden beschrieben werden soll. Zur Garderobe einer wohlhabenden Frau gehörten jetzt mindestens sechs bis sieben Gewänder (mit passenden Kopftüchern) die aus Seide, Brokat, Lüster, Samt, Stoff, Tuch, Popeline, Delin usw. bestanden. Die Stoffe wurden meist in Budapest, oft auch in der Nähe Grans (z.B. Párkány in der heutigen Slowakei) beschafft. Zu den ganzen Gewändern, bei denen von jetzt Kiedel und Röckel aus dem gleichen Stoff bestanden, kamen variablere Einzelstücke, die für verschiedene Anlässe kombiniert werden konnten. Soziale Unterschiede zeigten sich bei der Auswahl von Stoffart und Qualität, sogar bei der Stoffmenge und der Anzahl der verwendeten Unterkiedel mehr. Je mehr Unterkiedel eine Frau trug, desto eleganter galt ihre Kleidung.
1) Die Festtracht wurde fast nur mehr zum Kirchgang getragen und geschont. Siewurde aus teurem Material angefertigt; ein Brautgewand konnte wegen des noch teurerenAufputzes den Bauer schon ein Kalb kosten. Bei dieser teuren Tracht war das Röckel immer „dreiteilig" und aus dem gleichen Stoff wie der dazugehörende Kiedel. Die Röckelwaren gefüttert und mit breiten Spitzenborten ringsum und an den Ärmeln besetzt; meistens war es mit Spitzchen im gleichen Farbton auch eingefaßt. Darunter trug man entweder ein weißes „dreiteiliges Röckel" aus Damast, von dem die Spitzchen am Kragen alsKrösel und an Ärmeln und Schößel herausschauen mußten; bei Hitze durfte es auch einnur eingeheftetes weißes Halskröselchen und ein weißes Schößel zum Umbinden sein.
Der Kiedel des Festgewandes war in den dreißiger und vierziger Jahren häufig nur mehr gezogen und fiel frei herab, während der eigentliche und früher fast ausschließlich getragene
der auf unterlegtem Tüll in viele Falten gelegt war,immer seltener wurde.(Abb. 38., 39., 40.)
Die verheirateten Frauen trugen dazu immer das Rumburger Fürter; die Ledigen bei Anlässen, wenn sie als Kranzelmadel gingen, (also an Fronleichnam, bei Hochzeiten oder der Beerdigung eines Jugendlichen) das „weiße Fürter", sonst auch ein schwarzes Fürter mit reichem Monogramm. Schwarze Samt- oder Lackschuhe mit
Schnallen und Schleifen sowie Berliner
Strimpf (wieil
sie „Berliner blau"waren), bei Ledigen auch weiße Strümpfe, gehörten dazu.
Unter dem Festgewand trug man über dem Wattekiedel drei bis vier hartgestärkte Unterkiedel mit Spitzensaum; gelegentlich wurden schon auch mal abgetragene farbige Oberkiedel für diesen Zweck verwendet.(Abb. 4L, 42.)
2) Als Brautgewand wurde eigentlich nur ein Festgewand in dunklerem Ton (weil esim Frauenstand weiter benützt wurde), jedoch mit besonders vielen Unterkiedeln getragen. Zum letztenmal trug die Braut das weiße Fürter mit einer weißen und blauen Schleifeunter dem Schößel des Röckeis. Es symbolisierte, wie auch das Kranzel, ihre Unberührt-heit.24 Daher galt es als große Schande, wenn sie beides nicht mehr tragen durfte. Waisenund Halbwaisen trugen jedoch auch nur ein Rumburger Fürter. Der diademartig geflochtene Myrtenkranz aus Wachsperlen und glitzerndem Flitterzeug war hinten mit zwei biszum Kiedel reichenden, übereinander zur Schleife gebundenen breiteren Bändem/Maschnin weißer und blauer Farbe geschmückt. Die Kranzehnaschen der Kranzelmadel warenweiß und rosa - wie auch die schmalen Mäschchen am Bruststrauß der Jungmänner. Zur
Brauttracht, die sich also nicht von der Tracht der Kranzelmadel/Brautjungern unterschied, trug man weiße Strümpfe und
aus Samt (mit zwei oder drei Spangen). Gebetbüchel mit Rosenkranz, sowie das Schneuztüchel mit einem Rosmarinzweig ergänzten die Brauttracht. - Um 1940 gingen einige Bräute aus dem Mädchenkreis/leanykör erstmals in weißem Brautgewand.
Zur Erstkommunion trug man ganz weiße Kleidung mit weißem Fürter und offene Haare mit einem Wachskränzchen ohne Mascherl. Als absolut nicht zur Tracht passend muß der weiße Schleier, den die Schwestern in den dreißiger Jahren den Mädchen verteilten, bewertet werden. Die Kommunionkerze war nicht eingeftihrt.(Abb. 43., 44., 45., 46.)
An den Fastensonntagen zog man zum Kirchgang dunkleres, des öfteren wie z.B. am Karfreitag sogar schwarzes Gewand an. In dunklerer Kleidung ließ man sich auch, weil man besser aussehe,
= fotografieren.
Auch die ersten Sonntage des Monats, die früheren Neumondsonntage, die jetzt Herz-Jesu-Sonntag hießen, verlangten gewähltere Kleidung. Im Sommer trug man auch bei größter Hitze Gewand und Kopftuch aus Stoff. Im Winter war man im Damentuchkiedel oder im quadrulierten Kiedel und einem Samtröckel der Norm entsprechend gekleidet. Unter diesem Samtröckel trug man ein weißes Spitzenkrösel; dazu paßte ein großes dickes Samtkopftuch. Auch ein violettes, in der ma. geveigeltes/g'vaiglts, Gewand war für diese ersten Monatssonntage und auch für die Marienfeste angemessen.
Zur nachmittäglichen „Litanei", bzw. zum „Segen" = Andacht trug man noch einfachere Sonntagskleidung. Zum Spazierengehen, zum Kartenspielen oder zum Plaudern auf dem Bankerl vor dem Haus zog man jedoch das Kirchengewand aus und trug ein noch gutes Werktagsgewand. Es war im Winter ein Barchentgewand, im Sommer aus geblümten Blaudruck, sogenanntes
.(Abb. 52.,53.)
5) Als Ausgehkleidung für Werktage dienten einerseits abgetragene Sonntagskáedel und -röckel, anderseits neue Gewänder aus billigeren Stoffen wie Barchent, Blaudruck und Baumwolle. Man trug keinen Watterkiedel und die Röckel hatten bescheideneren Aufputz, manchmal sogar nur aus schmalen Borten. Das Fürter war aus blauer, gestärkter Leine und weniger bestickt.
Im Sommer war auch ein kurzärmeliges Röckel möglich. Bei sehr großer Hitze konnte man sogar mit einem farbigen Baumwolleibel über dem Hemd aus dem Haus gehen. Die Strümpfe waren nicht aus Wolle und durften auch braun sein, sogenannte Patentstrümpfe aus Baumwolle.
6) Am einfachsten waren die Schambeker Frauen auf dem Feld und bei der Hausarbeit angezogen. Man trug abgetragene Ausgehkleidung aus Färberzeug.
Das blaue Leinenfürter war unerläßlich, das hier nicht nur die Kleidung schützte, sondern auch als einfachstes Transportmittel benützt wurde. Auf dem Feld arbeiteten die Frauen im Sommer oft barfuß nur mit dem
und einem leichten Kiedel bekleidet.
B) DIE MÄNNERTRACHT DER JÜNGEREN ZEIT
5) Die Haartracht der Männer war recht einfach. Die Haare wurden kurz geschnitten und mit Scheitel oder als Bürstenschnitt getragen. Der Schnurbart war üblich. Die älteren trugen ihn lang und hochgezwirbelt (und legten nachts, damit er besser stand, eine Bartbinde um), die Jüngeren bevorzugten einen kurzgeschnittenen Oberlippenbart.(Abb. 56.)
c) Die Tracht der Handwerker
d) Die Kindertracht
Die Mädchen trugen die Haare mit einem
= Rundkamm, bis sie für ein „Nest" lang genug waren, zum Zopf gekämmt. Die Jungen waren meist kahlgeschoren oder trugen einen Bürstchenschnitt.(Abb. 60.)
PFLEGE UND AUFBEWAHRUNG DER KLEIDUNG
Die Kiedel hingen in der Kiedelseite des zweigeteilten Schrankes auf Haken. Auf der sogenannten Röckelseite mit Fächern wurden Röckel, Kopftücher und Fürter „zusammengelegt" = gefaltet aufbewahrt, aber auch Wäsche, sofern sie nicht in der Schublade = Kommode verwahrt wurde. Im
der „vorderen
(=Paradestube) wurde das „weiße Fürter", die gesteiften Unterkiedel sowie die Festagsgewänder aufbewahrt. Auch die tüchemen Gewänder der Männer und der Winterrock hatten meist hier ihren Platz.
Sonntags- und Festtagsgewänder wurden nie gewaschen; Werktagskleider dagegen gehörten sowohl gewaschen wie gut gestärkt, schon auch damit sie eher den Schmutz abstießen. Seife dazu und für die Körperpflege wurde als Hausseife, eine Art Kernseife, in jedem Haus selbst bereitet, obgleich es Seifensieder gab. Diese
wurde durch Kochen von Fettresten, Schwarten etc. mit Lauge hergestellt. Auch die nötige Stärke gewann jede Hausfrau selbst, indem sie geriebene Kartoffel in Wasser auslaugte.
Das „rohe
der gestärkten „weißen Fürter" und der Unterkiedel war eine besonders mühsame und anstrengende Arbeit, denn die halbtrockene Wäsche wurde in rohe, mit Borax vermischte Stärke getaucht, anschließend kurz in ein trockenes Tuch gewickelt und alsogleich mit einem Holzkohlenbügeleisen (meistens mit Glut von Maiskolben gefüllt), gebügelt. - Gegen Motten legte man Tabak, Lavendel oder Naphtalin in den Schrank.
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| 1. So sah die Malerin Erna Piffl. die Festtagstracht der Schambeker Frauen | 2. „Klares Hemd" - die langen ännein sind in Querfältchen gelegt | |
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| 3. Kiedel älterer Machart mit einem Außensaum aus Samt | 4. Festtracht mit hart gestärkten Unterkiedeln und „dreiteiligem" Röckel | |
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| 5. Das Rückenteil eines „dreiteiligen" Röckeis | 6.Pfluderröckel bzw. „dreiteilige" Röckel | |
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| 7. Leibel mit weissem Fürter | 8. Schwarze Rumburger Fürter | |
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| 9. Kopfutch mit schräg gestellten Zipfeln | 11. Junge Mädchen mit Schopf | |
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| 10. Schopf (Die stehenden Frauen mit senkrecht gefaltenen Fürtern) | ||
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| 12 Alte Frauen mit Umhangtuchem | ||
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| 13. Bauerinnen Sonntag nachmittag beim Kartenspiel; Die Frau links tragt gestrickte „Patschkerl". | ||
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| 14. Gatjahose - im Sommer als Oberbekleidung zur Arbeit getragen | ||
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| I5. Husarenlatzhose bzw. Pantalonhose | ||
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| 16. Drei Arten vom Janker | 17. Janker Anfang des 20. Jhs. - reich mit Posamentenscbnüren verziert | |
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| 18. Wintermäntel | ||
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| 19. Leibel bzw. Fürter mit gesticktem Monogramm | ||
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| 20. Werktagsfürter | ||
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| 21. Rumburger Fürter für Fest- und Sonntage | ||
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| 22. Stiefel | ||
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| 23. Säugling im Langpolster | 24. Kleines Mädchen mit auf dem Rücken zu knöpfenden Rock | |
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| 25. Bub mit Rock, Fürter und Hut | ||
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| 26. Kinderreiche Familie im Jahre 1911 (Bub in Rock) | ||
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| 27. Alte Tracht mit Kaschmir-Brusttuch und turbanartigem Butterschopf | 28. Alte Tracht ( um 1870) mit Schweifschopf | |
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| 29. Zipfelschopf oder „fliegender Schopf" | 30. Schmaler Aufputz (= Verzierung) charakterisiert die alte Tracht | |
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| 31. Kurz nach der Jahrhundertwende | 32. Die ganz alte Haartracht wurde bis zum I. Weltrieg getragen | |
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| 33. Erna Piffl: Mädchen in Festtracht | 34. Männertracht um 1886 - 5 Rekruten | |
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| 35. Ältere Männertacht - zweireihiger Janker mit spitzen langen Zipfeln des Revers | ||
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| 36. Janker mit angeknöpftem Revers bzw. Schachtelkappe | 37. Zweireihiges Leibel mit Rollenknöpfen | |
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| 38. Festtracht der Mädchen beim Platzkonzert am Ostersonntag vor der Schule - um 1942 | ||
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| 39-40. Festtracht zum Kirchengang an großen Feiertagen (schwarze Samt- oder Lackschuhe mit Spangen) | ||
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| 41. Kranzenmadel in Festtracht mit weißem Fürte | 42. Spangenschuhe | |
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| 43. Brautpaar | ||
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| 44. Hochzeit im Jahre 1930 | ||
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| 45. Brautfuhrerin (in der Hand: Bingerl mit der Pomerantsche) | 46. Junggesellen mit Bruststrauß (Rosmarin und Schleifen) | |
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| 47-48. Tanzkleidung mit Brusttuch | ||
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| 49. Weiße Tanzkleidung | ||
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| 51. An gewöhnlichen Sonntagen | ||
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| 52. Sonntag nachmittags | ||
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| 54. Die alte Blasmusikkapelle von Schambek | ||
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| 50. Junges Ehepaar | 53. Das Schambeker gestrickte Röckel | |
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| 55. Aufknöpfbare Strickjacke („Zweiter») | 56. Hochgezwirbelte Schnurbartmode | |
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| 57. Handwerkerehepaar | 58. Handwerkerbraut | 59. Handwerkermädchen |
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| 60. In den 40er Jahren zeigte sich besonders bei den Knaben eine Änderung in der Festbekleidung: der sog Bocskai-Anzug kam in Mode. | ||