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JÓZSEF HÁLA

Dolomitbergbau und -Verwertung in We-rischwar/ Pilisvörösvár (Stand bis 1988.)

 

EINLEITUNG

Die im Pest-Pilisch Gebirge vorkommenden Dolomiten und ihre typischen Varianten, die sog. Mulmdolomiten, lenkten das Interesse der Geologen1 bereits im 19. Jahrhundert auf sich; sie wurden auch danach in etlichen Studien thematisiert. Die Mulmdolomiten des Ofner Berglandes wurden zuletzt von Béla Nagy2 mineralogisch, geochemisch und genetisch untersucht; ebenso erschien kürzlich ein Handbuch, in dem die geologischen Verhältnisse der Dolomitfelder in Ungarn (unter ihnen auch die im Pilisch-Gebirge und Ofner Bergland) detailliert behandelt, die Ergebnisse ihrer geologischen Untersuchungen zusammenfassend ausgewertet und die Bewertungsmöglichkeiten und die erforderlichen Qualitätsmerkmale der Dolomiten sowie ihr moderner Bergbau und ihre moderne Bearbeitung dargestellt werden3.

Die Nutzung der Dolomiten in Ungarn hat eine lange Geschichte. Vor dem Entstehen der Großbetriebe stellten Dolomitbergbau und -Vermarktung, genauso wie der Bergbau und die Vermarktung anderer Mulmgesteine, ein bäuerliches Handwerk dar. In Werischwar entstand eines der Zentren dieses Gewerbes, das landesweite Bedeutung erzielte; allerdings wurde über dieses Dolomitbergbauzentrum in wissenschaftlichen Veröffentlichungen bislang nur selten berichtet4.

Nach einem kurzen ungarländischen Überblick stelle ich den traditionellen Werischwarer Dolomitbergbau und -handel dar und beschreibe, wie aus einem teils bäuerlichen Handwerk zur Bearbeitung der Mineralstoffe ein moderner Industriezweig entstand. Das Kapitel über den traditionellen Bergbau und Handel konnte anhand der Mitteilungen meiner Werischwarer Gewährspersonen verfasst werden; die Geschichte des Betriebes nach der Verstaatlichung wird mit Hilfe der Angaben von Ingenieur Endre Jeskó und Rentner Zsigmond Győri rekonstruiert.

 

REIBSANDFÖRDERUNG UND -VERWENDUNG IN UNGARN

In der Vergangenheit benutzten die Hausfrauen vor allem natürliche Rohstoffe zum Reinigen der verschiedenen Töpfe und der Böden. Des Öfteren wurden Holzasche, verschiedene pflanzliche Wurzeln, sowie Sand und andere Mineralien verwendet. Unter den Letzteren wurde am meisten der Reibsand von Schichtgesteinen (z.B. Dolomit, Kalkstein, Sandstein) verwendet, stellenweise aber auch der Reibsand von vulkanischen Gesteinen (Riolitbims, Dazit).

Die beim Scheuern angewendeten Gesteine hießen in der ungarischen Hochsprache kőpor [Reibsand], im Volksmund ung. kőpor, kőporkő, sulló, súrlópor usw. ung. Kőpor kommt in diesem Sinne bereits in älteren Wörterbüchern vor, z.B. "Reibsand. Dieses Wort heißt üblicherweise 1. zu Staub zermalmter oder gebrochener Stein, mit dem Bretter oder Töpfe im Haushalt gescheuert werden..."5 "Reibsand, (Reib-Sand) zusammengesetztes Wort, Nomen. Zu Staub zermalmte, gebrochene Teile des Steines, die insbesondere zum Scheuern des Bodens, der Holztöpfe usw. gebraucht werden. "6

Die Verbraucher haben den Reibsand vor Ort selbst gesammelt oder sich ihn von Wanderhändlern, Hausierern besorgt. Reibsandförderung, -verkauf und das Handeln mit ihm stellten in Ungarn des 19. und 20 Jahrhunderts ein spezielles bäuerliches Handwerk dar.

In Siebenbürgen versorgten Tschangos aus "Hétfalu" die Dörfer und die Städte mit Reibsand; sie fuhren mit Rohrkolben bedeckten (ung. kóboros) Wagen, verkauften den Dolomit korbweise und lenkten die Aufmerksamkeit mit lautem "Sulló zu verkaufen !"-Rufen auf sich.7 In Gyergyószárhely sammelten und vermarkteten die Gemeindeeinwohner gelbweiß farbigen Kalkstein-Reibsand, deswegen bekamen sie von den Ansässigen der Gegend den Spitznamen ung. súrlóporos [staubig vom Reibsand]. Sie lieferten den gesiebten Kalkstein-Reibsand in Wagen an und verkauften ihn scheffelweise in Gyergyószentmiklós und Umgebung bis Anfang des 20. Jahrhunderts.8

In Ziliz und Boldva wurde Riolitbims gefördert und unter dem Namen ung. boldvai kő [Boldvaer Stein] oder ung. kőporkő [Reibsandstein] in den Siedlungen der Umgebung verkauft.9 Auch die Einwohner der Gemeinde Szegilong, die ebenfalls auf diesem Gebiet liegt, handelten von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit Reibsand. Der Riolitbims wurde in kleinen Stollen gebrochen. Nach seiner Förderung wurde das Gestein gemahlen und gesiebt. Auf dem Rücken, mit Karren oder auf dem Eselrücken transportierte man es zum Verkaufen nach Nyíregyháza, Szerencs, Tokaj, wo die Ware für Weizen, Kartoffel oder Fett usw. eingetauscht wurde. Die Händler riefen in den Straßen: ung. "Asszonyok, kőport vegyenek! Aki vesz, annak az edénye fényes lesz! Aki nem vesz, annak az edénye rozsdás lesz!" [Frauen, Reibsand zu verkaufen! Wer ihn kauft, wird glänzende Töpfe haben! Wer ihn nicht kauft, wird rostige Töpfe haben!]10 Frauen aus Cserépfalva verkauften noch Anfang des 20. Jahrhunderts den gesiebten Mulmriolitbims auf dem Markt von Mezőkövesd.11 In den Dörfern des Pilsner Gebirges/Börzsöny wurden neben Holzasche und verschiedenen pflanzlichen Wurzeln auch im Ort gesammelte Mineralien als Reinigungsmittel benutzt, z.B. Reibsand,12 Sand von den Ufern der Bächen oder des Flusses Ipoly, sowie der Mulm, der während des Dazitbrechens und -behauens im Bergwerk von Csákhegy entstanden war. Der Letztere wurde in Márianosztra verwendet; die im Bergwerk arbeitenden Steinbrecher brachten ihn ihren Ehefrauen nach Hause.13 Die größten Reibsandbergwerke Ungarns befanden sich im Pilisch-Gebirge und im Ofner Bergland. Ferenc Schafarzik publizierte Angaben zu den zwölf Dolomitbergwerken des Ofner Berglandes, darunter auch zu den Mulmdolomitbergwerken.14 Die bedeutendsten Mulmdolomitbergwerke waren in Zugliget (Abb. 1) und auf dem Kleinen Geliertberg (Abb. 2). Wenn der hier gebrochene Stein grobkörnig war, wurde er zum Bestreuen von Straßen und Gartenwegen verwendet, der feinkörnige hingegen zum Scheuern.15

Der im Ofner Bergland gebrochene Reibsand wurde in erster Linie in Ofen verwendet16, allerdings wurde er auch nach Pest geliefert und dort verkauft. In Pest wurde der Kalkstein aus Promontor/Budafok, Kőbánya und Sóskút in großem Umfang zum Scheuern verwendet.17 Laut József Szabó war der Reibsand in Pest vor allem ein an Zerithium reicher Mulmkalkstein.18 Das Reibsandbergwerk auf dem Kleinen Gellértberg wurde von der Hauptstadt an Unternehmern verpachtet, es gelangte erst 1902 unter die Verwaltung Budapests.19 Auch im Leben der Werischwarer Bevölkerung spielte die Mulmdolomitverwendung eine herausragende Rolle.

 

WERISCHWAR UND DER BERGBAU

Die Bevölkerung katholischen Glaubens und deutscher Volkszugehörigkeit wurde im 17. Jahrhundert in Werischwar angesiedelt. Das Dorf war 1690 kaum bewohnt, es wurden 1715: 47, 1720: 6920 und 1728 laut Mátyás Bél 97 Familien21 registriert.

Die Dorfbewohner verdienten ihr Brot primär durch Land- und Forstwirtschaft, Viehhaltung, und Fuhrwerk. Ihre wichtigsten Produkte waren Roggen, Gerste und Mais, allerdings waren der Weinbau- und der Obstanbau ebenfalls von Bedeutung.22

Die Quellen des 18. und 19. Jahrhunderts erzählen über die guten Pferde und berühmten Fuhrwerker von Werischwar mit großer Anerkennung. Da das Dorf an der wichtigen Wiener Straße zwischen Ofen-Wien ("von Ofen eine Postkutschenhaltestelle entfernt"23) lag, spielte es im Fernverkehr bereits im 18. Jahrhundert eine große Rolle. Zahlreiche Landwirte aus Werischwar züchteten "zähe, starkknochige, schnell laufende"24 Pferde und beschäftigten sich mit Personenbeförderung. Mit den so genannten Bauernpost-Wagen fuhren viele nach Wien. Allerdings machte die Maschinisierung des Fernverkehrs (Eisenbahn und Dampfschiff) Mitte des 19. Jahrhunderts diesen lukrativen Beruf zunichte.25

Die Landwirtschaft und der Obstanbau bildeten zwar in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer noch eine der Grundlagen des Lebensunterhalts, allerdings reichte das Ak-kerland infolge des kontinuierlichen Bevölkerungswachstums nicht mehr aus, um die Existenz der Dorfbewohner zu sichern. Károly Galgóczy schrieb bereits 1877, dass die Menge der Agrarprodukte sich des Öfteren als zu wenig erwiesen habe. Die Einwohner We-rischwars mussten also immer wieder Ausschau nach neuen Quellen der Existenzsicherung halten.26

Der Anfang der Förderung der Eozän-Kohlelager in Werischwar und in Sankti-wan/Pilisszentiván bei Ofen verursachte große Veränderungen im Dorfleben. Zwar begann der Kohlebergbau 185l27 in einem Ort namens Kohlengraben in Sanktiwan bei Ofen, doch begann der Bergbau großen Umfanges in dem "Zwillingsbecken Werischwar-Sanktiwan bei Ofen"28 erst Ende des 19. Jahrhunderts. Die mit belgischem Kapital arbeitende Aktiengesellschaft Budapestvidéki Kőszénbánya [Kohlenbergwerk der Budapester Umgebung] beteiligte sich ab 1898 an der Produktion29 und eröffnete 1899 die Grube Erzsébet [Elisabeth], wo 1904 bereits 486 Bergleute arbeiteten.30 Ebenso eröffnete die Aktiengesellschaft ein Kohlebergwerk in Werischwar/Pilisvörösvár, wo die laufende Förderung 1904 begann31. Das Bergwerk hatte bereits damals über eine 950 Meter lange Drahtseilbahn Anschluss an das Eisenbahnnetz; zu dieser Zeit beschäftigte es 200 Arbeiter und Angestellte.32 Zwar zog der Kohlebergbau auch viele fremde Arbeitskräfte nach Werischwar/Pilisvörösvár, doch sicherte er ebenso die Existenz zahlreicher Einheimischer. Viele Bergleute pendelten auch nach Daurog/Dorog.

Es gab neben dem Kohlebergbau auch noch andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Ein Teil der Landwirte ohne eigenen Grund und Boden verdingte sich im Sommer als Saisonarbeiter in der Tiefebene. In den 1930er Jahren prosperierte die Blumengärtnerei im Dorf immer mehr, ihre Produkte nahmen in erster Linie die Märkte der Hauptstadt auf.33 Bereits vor dem Bau der Eisenbahnlinie zwischen Budapest und Gran/Esztergom transportierten die Werischwarer Milch, Obst, Pilze, Geflügel, Waldblumen usw. zu Fuß oder mit Pferdewagen nach Budapest um sie dort zu verkaufen; auch nach dem Bau der Eisenbahnlinie ging dieses Geschäft weiter.

Vor allem aber wurde jetzt möglich, dass immer mehr Frauen und Männer aus Werischwar Arbeit in den hauptstädtischen Fabriken und Betrieben fanden; ein Großteil der Bevölkerung arbeitet auch heute noch in Budapest.

Die Prosperität des Kohlebergbaus sowie die Nähe Budapests führten dazu, dass die Mehrheit der Dorfbewohner bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als Industriearbeiter tätig war. 1938 war lediglich ein Drittel der Arbeitnehmer in der Landwirtschaft tätig, Bergleute und Fabrikarbeiter bildeten etwa zwei Drittel der Beschäftigten.34

Eine der wichtigen Einkommensquellen war die Vermarktung der im Dorfflur in großer Menge und guter Qualität vorhandenen Mineralrohstoffe. Wurde der Kohlebergbau auf großindustriellem Niveau betrieben und befand er sich in Besitz ausländischen Kapitals, gehörte die Vermarktung der anderen Mineralrohstoffe zum Beschäftigungsbereich örtlicher Kleinunternehmer.

Feuerfester Ton (Schamotte usw.), Gießwerksand und Ziegelstein wurden mit einfachen Methoden gefördert und hergestellt und mit Pferdewagen vor allem nach Budapest transportiert. Viele betrieben Handel ebenso mit Blumenerde (Waldboden, schwarze Erde). Es wird berichtet, dass vormals sogar Pfeifen-Ton in die Hauptstadt transportiert wurde. Der Mulmdolomit stellte den wichtigsten Mineralrohstoff dar. Gefördert wurde der Dolomit von Reibsandbergleuten, die für die Gewinnung von Mineralrohstoffen spezialisiert waren. Er wurde von Landwirten vermarktet, die über Wagen und Pferde verfügten, außerdem von hausierenden Verkäufern, die aus einer ärmeren Bevölkerungsschicht kamen. Der Mulmdolomit wurde vor allem in die Hauptstadt transportiert und dort, entsprechend seiner Korngröße, zu diversen Zwekken verwendet; ebenso wurden viele ferner hegende Siedlungen mit diesem Stoff versorgt. Der "Werischwarer Schwabe", der Reibsand verkaufte, war landesweit bekannt.

 

DIE FÖRDERUNG DES MULMDOLOMITS

Bergbaugeschichte und das Bergwerk

Der Dolomitbergbau in Werischwar wird in den mir bekannten Quellen nicht erwähnt, er wird nicht einmal in einem Aufsatz über die in den Dörfern der Umgebung tätigen Handwerker im 18. Jahrhundert35 thematisiert. Ich nehme an, dass der Bergbau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann. Anfangs wurde der Dolomit wahrscheinlich nur in kleinen Mengen gewonnen; ferner ist anzunehmen, dass der Handel mit dem Hausieren in der Hauptstadt einsetzte. Später stieg die Nachfrage nach Mulmdolomit an, weshalb auch Landwirte, die über Pferdewagen verfügten, sich an dem Handel beteiligten; der Transport größerer Mengen wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Aufnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen Budapest und Gran ermöglicht. Neben dem Bahntransport hatte auch die Lieferung mit Pferdewagen weiterhin Bestand; auch das Hausieren mit Reibsand wurde fortgesetzt.

Der Mulmdolomit kommt in Werischwar vor allem in weißer Farbe vor, allerdings gibt es auch graue, Zitronen- und orangegelbe, lila und rosafarbige Varianten. Das Gestein wurde nach der Ausförderung gesiebt; alle seine Varianten konnten vermarktet werden. Das Dolomitmehl (bis 1 mm) haben die Glasfabriken sowie die Mineralwasser-Hersteller verwendet. Zum letzteren Zweck fand der Dolomit v.a. in Budapest im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Verwendung.36 Der Reibsand (1-5 mm) wurde im Baugewerbe (Außenputz) sowie in den Haushalten, Krankenhäusern und Gastwirtschaften (Scheuern, Säubern) verwendet. Aus dem ebenfalls feinkörnigen Grieß, vermischt mit Zement, fertigten die örtlichen und Budapester Steinmetze Grabsteine an. Den Steinschlag (5-10 mm) brauchte man für den Bau und die Instandhaltung der Straßen. Der Dolomitbrocken (über 10 mm) wurde im Hüttenwesen verwendet.

Die Werischwarer Dolomitbergwerke befanden sich auf urbarialem Weideland: auf der westlichen sowie der südwestlichen Seite des Wachberges/Őrhegy (Abb. 3-5), ferner auf dem Hügel südlich des Bahnhofes. Die einzelnen kleinen Bergwerke wurden nach den dort arbeitenden Familien (z.B. Bergwerk Kimmel, Bergwerk Wenczl) benannt.

Die Reibsandbergleute konnten Bergwerke auf dem urbarialen Gebiet frei eröffnen, sie mussten keine Pachtgebühr bezahlen. Allerdings zahlten die Lieferunternehmer nach jedem Transport einen bestimmten Betrag in die urbariale Kasse; dieser betrug in der Zwischenkriegszeit 0,8-1,2 ,Pengő' pro Fuhreinheit.

Der traditionelle Bergbau

Der Werischwarer Mulmdolomitbergbau wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit einfachen Werkzeugen und einfacher Technik betrieben (Abb. 3-5).

Die Reibsandbergleute arbeiteten mit folgenden Werkzeugen: Doppelspitzhacke, Fäustel (Hammer), Bohrer (Schneckenbohrer, Meißelbohrer, Stoßbohrer), Sprengstoff, Hacke, Schaufel, Leiter, Schwinge (slowakischer Korb), Schubkarren und Sieb.

Spitzhacke, Fäustel, Schaufel und Hacke wurden in Geschäften gekauft, den Stiel fertigten sie selbst an oder ließen ihn vom örtlichen Wagner herstellen. Die Bohrer wurden von Kohlebergleuten aus dem Ort oder aus der Umgebung, bzw. von den Gesteinsarbeitern aus Pilisszántó, Tinnye und Süttő erworben. Das flache Körbchen, die Schwinge (ung. svingli), mit einem Durchmesser von 40 cm und einer Tiefe von 12-14 cm gefertigt, wurde von den Einwohnern der slowakischen Dörfer der Umgebung, vor allem von den Bewohnern von Pilisszentkereszt, gekauft, deswegen wurde er auch ung. slowakischer Korb (ung. tót kosár) genannt. Hergestellt wurde er aus Rute und dünnem Spaltholz. Die Slowaken nennen ihn opalka (Abb. 6). Die Hersteller der Schwinge (immer Männer) lieferten dem Kunden ihn zusammengebunden auf ihren Rücken. Dieses Körbchen konnte nicht nur im Bergwerk benutzt werden, sondern z.B. auch beim Kohlen- und Mistschleppen, bei Kartoffel- und Obsternte. Das Sieb (mit einem Durchmesser von 55-60 cm und versehen mit zwei Griffen) fertigte der örtliche Siebmacher aus Fichtenrinde und Drahtnetz an. Die Bergleute befestigten eine Metallplatte an seiner Innenseite, die das Dolomitsieben effektiver machte. Das Sieb wurde aus Drahtnetzen verschiedener Lochgröße und -dichte hergestellt; nach der Anzahl der Löcher pro Zoll wurde das Sieb Einer, Zweier, Fünfer, Sechser usw. genannt (Abb. 3-5).

Jedes Werkzeug war Eigentum des Reibsandbergmannes, er verfügte jeweils über mehrere Exemplare.

Der Spitzhakenkopf und die Bohrer wurden regelmäßig (an jedem zweiten oder dritten Tag) bei einem der örtlichen Schmiede geschliffen und gebeizt. Das Schleifen bildete immer eine Aufgabe des Schmiedlehrlings. In der Zwischenkriegszeit kostete das Schleifen eines Werkzeugs 40-60 Heller, dies war der Lohn des Lehrlings. Er besuchte die Reibsandbergleute zwei- bis dreiwöchentlich, am Sonntag, und sammelte das ihm zustehende Geld zusammen.

Die Werkzeuge bewahrte man in speziell gegrabenen Lagerhöhlen auf dem Gelände des Dolomitbergwerks auf.

Gearbeitet wurde im Sommer, in der Hauptsaison, auf der Bodenoberfläche, im Winter hingegen unter der Erde.

Die erste Arbeitsphase auf der Bodenfläche bildete der Abbau des tauben Gesteines.

Dies wurde wöchentlich einmal getan; das taube Gestein wurde mit Pferdewagen aus dem Bergwerk abtransportiert.

Der Dolomit wurde mit Spitzhacken und Sprengung (Abb. 3) abgebaut; Sprengstoff wurde etwa von der Jahrhundertwende an benutzt. Vor der Sprengung wurde die Lochung (falls das Gestein weich war, mit Schneckenbohrer, falls es hart war, mit Meißelbohrer oder Stoßbohrer) ausgeführt. Das abgebaute oder abgesprengte Gestein wurde mit Schubkarren oder mit der Schwinge zusammengetragen sowie mit Hacken aufgehäuft.

Die nächste Arbeitsphase bildete das Sieben, das als "eine besondere Kunst" galt. Der eine hielt das Sieb seitlich, der andere schaufelte den Mulmdolomit oder schüttete ihn mit einer halben Schwinge in das Sieb. Danach nahm der Sieber mit einem Schwung das Sieb vor sich und drehte es zugleich. Während des Drehens wurden die Steinbrocken an die Metallplatte geschlagen; diese Phase hieß Schlagen. Ein Haufen musste zum Zwecke der Trennung nach Korngröße mehrmals durchgesiebt werden (Abb. 3-5). Abschließend wurde das gesiebte Gestein mit der Schwinge oder mit der Schaufel in den Pferdewagen geladen.

Im Winter konnte man nicht auf der Bodenfläche arbeiten, wie sie sagten: "Winters versteckten wir uns unter der Erde, weil alles einfror." Sie gruben 10-15, sogar 40-50 Meter lange Höhlungen (Stollen) und bauten den Dolomit dort ab. Da sie lediglich den mulmigen, weichen Brocken des Gesteines abbauten, entstanden Schläge besonderer Form. Diese sind heute wegen der großbetrieblichen Produktion kaum mehr vorzufinden, es sind lediglich noch einige Eingänge zu sehen (Abb. 7). Um nachzuweisen, dass die Entstehung des Mulmdolomits mit der Tätigkeit früherer Thermalquellen in Verbindung war, untersuchte László Jakucs eine Aushöhlung des Bergwerkes gegenüber dem Werischwarer Bahnhof; zudem fertigte er ein Gipsmodell von ihr an. Auf dem Gipsmodell sind die ihrer Form nach besonderen, labyrinthähnlichen Schläge der Reibsandbergleute (Abb. 8) klar zu erkennen.37 Der Eingang eines solchen Bergwerkes ist sowohl auf dem Foto von Ervin Takács als auch auf Abbildung 4 zu sehen.38 Es ist wohl anzunehmen, dass auch die Förderung im Reibsandbergwerk des Kleinen Gellértberges ähnlich funktionierte, jedenfalls hat Károly Nendtvich "labyrinthähnliche Aushöhlungen"39 und József Bernáth "Löcher"40 in ihm dort beobachtet.

Diese Schläge mussten deshalb nicht ausgespreizt werden, weil die härteren Teile des Dolomits genug Sicherheit boten.

Wenn die Höhlen tiefer lagen, wurde das Gestein mit Schubkarren, wenn weniger tief, dann mit der Schwinge herausgebracht. Im letzteren Fall wurde das Gestein aus der Schwinge direkt in den Sieb geworfen. Eine solche Höhle war mehrere Jahre lang in Betrieb; im Sommer, wenn es regnete, diente sie als Zuflucht.

Der Mulmdolomitbergbau wurde von Familienunternehmen betrieben. Einige kinderreiche Familien ohne Grund und Boden eröffneten jeweils ein Bergwerk, wo Erwachsene und Kinder, Frauen und Männer zusammen arbeiteten. Es gab Anfang des 20. Jahrhunderts einige Familien, deren Mitglieder "ihr ganzes Leben im Bergwerk verbrachten". Also war dies ihr Hauptberuf. Die Familien Wenczl, Nick, Kellner und Kimmel betrieben regelmäßig Bergbau in den Bergwerken der Umgebung vom Wachberg/Őrhegy, die Familien Schüller und Ménesek in den Bergwerken südlich des Bahnhofs. Andere verrichteten diese Arbeit lediglich saisonal. Im Sommer, wenn Dolomit schnell vergriffen war, arbeiteten 60-80 Personen in den Bergwerken.

Die Jungen kamen bereits im Alter von 11-12 Jahren in das Bergwerk. Am Anfang haben sie mit der Schwinge gearbeitet, dann erlernten sie stufenweise auch die härteren Arbeiten, wie den Verhieb und die Schichtung. Die Schichtung wurde eher von den Frauen durchgeführt, aber sie wurden zeitweise von den Männern abgelöst, denn "Man kann nicht allzu lange schichten, sonst bricht einem die Niere ab".

Die Reibsand-Bergleute arbeiteten im Sommer täglich 10-14 sowie im Winter 5-6 Stunden und sie gingen jeden Tag nach Hause. Man musste fortdauernd arbeiten ("Es gab keinen Halt.", "Das Sieb durfte nicht anhalten, denn dann hielt alles an."), eine Pause wurde täglich nur zweimal gehalten, wenn sie gegessen haben. Die Hauptmahlzeit war das Frühstück, man aß am häufigsten Speck und Brot.

Die Leistung hing von der Zahl der gemeinsam arbeitenden Familienmitgliedern sowie von der Nachfrage nach dem Reibsand ab. Wenn die Nachfrage groß war, dann hat zum Beispiel die Familie Wenczl (in der Regel arbeiteten sechs Personen zusammen) 10-15 Pferdewagen und die Familie Kimmel (3-4 Personen) 6-7 Pferdewagen Dolomit an einem Tag ausgefördert und gesiebt.

Die Unternehmer bezahlten sie nach ihrer Leistung (je nach Fuhre). In der Zwischenkriegszeit bekam man für einen Einspänner Reibsand 1,6 ,Pengő', für einen Zweispänner Reibsand 2,4 ,Pengő', für einen Einspänner Grieß ,3 Pengő' und für einen Zweispänner Grieß 4 ,Pengő'. Die Bergleute gingen wöchentlich einmal, am Sonntagvormittag zu den Unternehmern, um ihre Bezahlung zu bekommen. "Man konnte davon leben, musste aber auch viel dafür arbeiten und im Winter kaufte man beim Metzger und im Geschäft auf Kredit ein" - sagte einer der Reibsand-Bergleute.

Die Verwertung des mulmigen Dolomits

Die in großen Mengen mit dem mulmigen Dolomit Handelnden wurden Unternehmer, Lieferanten oder Fuhrmänner genannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich 8-10 Personen regelmäßig damit, die größten Lieferanten waren Johann Blind, Johann Sonntag und Josef Schreck. Sie spezialisierten sich auf diese Tätigkeit und lebten in erster Linie davon, manche von ihnen hatten jedoch auch ein Grundstück von einigen Jochen. Neben diesen Lieferanten, die mit Zweispännern arbeiteten, handelten auch mehrere Fuhrmänner mit Einspännern mit dem mulmigen Dolomit.

Sie hatten große, starke Pferdewagen mit Brettern an der Seite, die vorne und hinten mit "Schuber" versehen waren (siehe Abb. 5). Wenn Mulmdolomit transportiert wurde, legte man in den Wagen Säcke, Fetzen oder Plaue und die Lieferung wurde in der Mitte mit einer Kette befestigt. Mit einem Zweispänner konnte man 30-40 Zentner Mulmdolomit transportieren.

Die bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezüchteten schnellen Pferde, die man eher zur Personenbeförderung oder für kleinere Transporte benutzte, wurden von Pferden abgelöst, die auch schwere Lasten zu tragen imstande waren. Károly Galgóczy schrieb bereits 1877 über Pferde, die vom Kohlen- und Steintransport "verdorben" wurden.41 Obwohl zu der Beförderung von kleineren Lasten noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ungarische Pferde gehalten wurden, benutzte man bei größeren Lasten, so bei dem mulmigen Dolomit, starke Pferde aus Muraköz. Die ungarischen Pferde wurden mit kleinem oder ungarischem Geschirr eingeschirrt und auf die Pferde, die größere Lasten getragen haben, wurde "Kummet" aufgesetzt. (Abb. 9). Beide Pferdegeschirr-Typen wurden von den lokalen Sattlermeistern hergestellt, "Kummet" wurde in Werischwar/Pilisvörösvár bis zu den 1970er Jahren verwendet.

Die Lieferung mit dem Fuhrwerk wurde immer von den Unternehmern ausgeführt, nur selten benötigten sie dazu Hilfe. Ihr typisches Kleidungsstück war der starke Lederschurz, der einerseits ihr Kleid schützte, andererseits auch gegen den Regen Schutz bot.

Die Saison dauerte vom Frühling bis zu den ersten Frosten, in kleineren Mengen wurde jedoch auch im Winter geliefert (zum Beispiel in die Haushaltsgeschäfte nach Budapest). Kunden konnte man vor allem durch Korrespondenz bewerben, um Neujahr begann man an die landesweit tätigen Bauunternehmer und Maurermeister Briefe zu schreiben und so wurden auch die Bestellungen aufgenommen.

Nach Budapest lieferte man mit Fuhrwerken. Im Jahre 1895 wurde die Eisenbahnlinie Altofen/Óbuda-Kenyérmező (Gran/Esztergom) übergeben, die 1896 bis zu Angyalföld verlängert wurde.42 Von da an wurde der mulmige Dolomit vor allem mit den Zügen aufs Land transportiert, die Lieferungen wurden in die ferneren Teile des Landes (Südungarn, Szegedin/Szeged, Großwardein/Nagyvárad, Klausenburg/Kolozsvár, Debrezin/Debrecen, Kaschau/Kassa) jedoch auch mit Fuhrwerken erledigt. Auch zum örtlichen Bahnhof wurde der Dolomit mit Fuhrwerken geliefert, wo Angestellte der Unternehmer die Abladung kontrollierten und leiteten.

Der größte Absatzmarkt des mulmigen Dolomits war Budapest. In der Hauptstadt wurde es in großen Mengen von Maurern, Bauunternehmern, Haushalts- oder Farbstoffgeschäften gekauft, jedoch auch die in der Gegend der großen Friedhöfe der Hauptstadt tätigen Steinmet-ze waren regelmäßige Käufer. Zwei bis drei Fuhrmänner lieferten regelmäßig nach Schorok-schar/Soroksár, wo die deutsche Bevölkerung der Gemeinde den Reibsand aus Werischwar/Pilisvörösvár zur Verzierung der reinen Stube verwendete: Die Frauen bestreuten den Boden mit Reibsand und formten ihn mit ihren Fingern. Die Unternehmer versahen fast das ganze Land mit ihren Waren, mit dem Schiff wurde sogar nach Österreich, Serbien und Rumänien geliefert. Der mulmige Dolomit wurde nach Kubikmeter oder nach der Zahl der Fuhrwerke verkauft, in der Zwischenkriegszeit kostete ein Kubikmeter 10-12 ,Pengő'.

Die Lieferungen mit dem Zug und mit dem Fuhrwerk sowie der Großhandel der Unternehmer dauerte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts an, bis zur Verstaatlichung der Bergwerke. In kleineren Mengen (ein paar Zentner) wurde jedoch bis zu den 1960er Jahren nach Budapest und in einige Städte auf dem Lande geliefert.

Die Hausierer

Am Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Straßenverkaufer charakteristische Gestalten der Hauptstadt, die teilweise aus Budapest und teilweise vom Lande (oft aus ferneren Teilen des Landes) ihre Waren auf den Straßen verkauften.43 Über das Straßenleben in Pest in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts berichtete János Garay lebhaft. In seinem Zeitungsartikel "Utczai élet" [Das Leben auf der Straße] schrieb er folgendes:

Alle gehen ihren vielerlei Beschäftigungen nach, der Verkehr wird immer größer, Geräusche und Lärm nehmen zu. Die "hao, hao"-Rufe der Lohnkutscher und Fuhrleute vermischen sich mit den "alve"-Rufen sowie mit den "figuretti, figuretti"-Rufen der Gipskarton verkaufenden Italienern, dann folgt ein "Reibsand"-Ruf bzw. "kallig, kaliig" von einem Slowaken sowie ein "olaj "-Ruf. Die Rufe des Wassermanns, Tintenverkäufers, des Juden, des Slowaken und anderer verdrängen die vorigen Stimmen. Und das alles wird von einigen Schusterlehrlingen nachgeahmt, so entsteht ein Lärm, dass man kaum das eigene Wort verstehen kann.44

Im farbigen Getümmel war also bereits der Reibsand-Verkäufer zu finden und vermutlich war der von János Garay erwähnte "Reibsand" Rufende ein Schwabe aus Werischwar.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verminderte sich die Zahl der Straßenverkäufer auf den Straßen der Hauptstadt, wie wir es von Mór Jókai wissen:

Noch vor einigen Jahrzehnten konnte man auf den Straßen einige eigenartige Stimmen hören: wie der Wassermann "Dónawoos" oder der Hausierer "Handlééé!" rief, oder aber die Stimme des Strohverkäufers oder aber den "Olaj"-Ruf der Ölverkauferin. Das Mädchen, das Milch verkaufte, sang "Kafen 's Milli und an Obers ", der Bürger aus Schorokschar/Soroksár befahl mit erhobener Stimme "Krumpli káftl" (ungarisch-deutsch), das slowakische Mädchen sang melancholisch "Káfni Sooondf" und der slowakische Glaser rief unter jedem Fenster "fénszt mók!" usw. Das alles ist heute allmählich vorbei, besonders in Pest; wenn jemand etwas zu verkaufen hat, ruft er die Käufer nicht, er weiß, dass sie zu ihm gehen werden.45

Trotz der Berichte von Mór Jókai, wissen wir, dass der Reibsand-Verkäufer aus We-rischwar noch lange auf den Straßen der Hauptstadt zu finden war. Mit dem Verkauf von Reibsand, den man zur Reinigung von Geschirr sowie zum Scheuern benutzte, beschäftigten sich in Werischwar/Pilisvörösvár nur Männer. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gingen 20-30 Personen regelmäßig nach Budapest, aber außer ihnen beschäftigten sich auch noch andere als Ergänzungstätigkeit mit dem Verkauf von Reibsand.

Die Ware haben sie in den Bergwerken in der Nähe des Bahnhofs selbst gesammelt oder von den Bergmännern gekauft. Den Reibsand packten sie in fein gewebte weiße Säcke, je 30-40 Kilogramm, und trugen diese auf dem Rücken. Nach Budapest fuhren sie mit dem Zug und besuchten sowohl die Bezirke der Innenstadt als auch die der Randgebiete. In jedem Monat besuchten sie die gleichen Orte.

Die Säcke wurden immer bei einem ihnen bekannten Hausmeister gelagert, der dafür etwas Reibsand bekam. Den Rand ihrer Leinenschürze drehten sie auf ihre linke Hand und packten aus dem Sack 8-10 kg Reibsand in die Schürze, in der rechten Hand hielten sie ihr Messinstrument (ung. pitli, ,kleines Häferl', ,kleiner Bottich', Abb. 10), das aus Holz geschnitzt wurde, jedoch einem Holzgefäß mit großer Daube ähnlich war und riefen laut "Reibsand! Reibsand!". Wenn sie in eine Wohnung hineingerufen wurden, knieten sie nieder und wogen mit dem ung. .pitli' so viel Reibsand aus, wie der Käufer verlangte. In der Zwischenkriegszeit kostete ein ung.,pitli' Reibsand 0,8-1,2 ,Pengő', später 1,5-2 ,Forint'.

Die Hausierer standen gewöhnlich auch mit den Unternehmern in Verbindung. Es kam vor, dass der Hausierer einem Fuhrmann ein Geschäft vermittelte und dafür eine Gegenleistung erhielt (z.B. nahm der Fuhrmann seinen Sack kostenlos nach Budapest mit).

Zwischen den Hausierern und den Fuhrmännern bestanden auch andere Arbeitsbeziehungen. Wenn zum Beispiel ein Einspänner Mulmdolomit nach Budapest brachte, fuhren 10-15 Männer mit dem Zug und sie trafen sich an einem besprochenen Ort. Die Hausierer verkauften auf der Strasse vom Fuhrwerk den Reibsand. Dem Fuhrmann bezahlten sie den Preis und gaben den Reibsand mit etwas Gewinn weiter. Währenddessen verkaufte der Fuhrmann auch den Krämern der Gegend Reibsand.

In den 1920er Jahren gab es zum Beispiel auch folgende Kooperation. In Raab/Győr lebte ein Holzhändler, der regelmäßig in größeren Mengen Reibsand in Werischwar/Pilisvörösvár kaufte. Von Zeit zu Zeit fuhren mehrere Männer aus Werischwar nach Raab/Győr, wo sie vom Holzhändler ein Fuhrwerk mieteten sowie von ihm Reibsand kauften, den sie in der Stadt mit etwas Gewinn für Hotels, Kneipen und Wirtshäuser verkauften.

Obwohl im 1973 erschienenen ,Budapest Lexikon' zu lesen ist, dass die Hausierer "Sporadisch auch heute noch erscheinen"46, fuhren die letzten aus Werischwar bis zu den 1960er Jahren nach Budapest.

Der moderne Industriezweig zur Verwertung des Mulmdolomits

Die Dolomit-Bergwerke in Werischwar wurden am 9. Januar 1950 verstaatlicht und dem Unternehmen "Mineralbergwerk der Umgebung von Pest" (Pestvidéki Ásványbánya Vállalat) angeschlossen. Seither gab es mehrere Umorganisationen und Namensänderungen, heute heißt das Bergwerk "Werischwarer/Pilisvörösvárer Betrieb" und gehört zur Firma "Országos Érc- és Ásványbányák Dunántúli Művei".

In den verstaatlichten Bergwerken arbeiteten zuerst die alten Reibsand-Bergleute (etwa 20 Personen) mit den eigenen Werkzeugen. Von da an wurden die Arbeitsgemeinschaften der Familien von Gruppen (Brigaden) abgelöst.

Die Automatisierung begann 1953. Zuerst wurde eine elektrische Bohrmaschine in Betrieb gesetzt, dann ein Vibrator mit Benzinmotor. Manchmal musste man jedoch auch die Handsiebe benutzen (Abb. 11).

Zur Beförderung im Bergwerk benutzte man ab 1953 15-20 m lange sogenannte "Storch"-Bänder, die später durch längere Bänder abgelöst wurden. Der Dolomit wurde mit Grubenwagen bis zur Straße gebracht, wo er mit Lastwagen weitertransportiert wurde.

Zwischen 1953 und 1955 räumten Erdarbeiter aus der Tiefebene/Alföld (Tschong-rad/Csongrád und Kiskunmajsa) das taube Gestein ab (Abb. 12). Im Jahre 1955 wurde die Verlademaschine mit Schneidekopf Typ Schaffer, die in der damaligen DDR hergestellt wurde, in Betrieb gesetzt (Abb. 13). Damit wurde am Anfang das Abräumen durchgeführt, aber bald wurde die Maschine auch in die Produktion eingesetzt. In dieser Zeit wurde auch der Bahnhof erweitert, moderne Verladeplätze gebaut, die mit dem Bergwerk durch eine 2 km lange Kleinbahnlinie verbunden waren.

In der ersten Hälfte der 1970er Jahre kam es zu bedeutenden Veränderungen. Im Jahre 1972 wurde eine moderne Verlademaschine mit Schneidekopf Typ-Srs in Betrieb genommen (Abb. 14). Noch in diesem Jahr wurde in diesem Bergwerk, als erstem in Ungarn ein Komatsu 355 Bulldozer in der Produktion eingesetzt; damit wechselte man vom Abbau mit Sprengungen auf den modernen Abbau mit dem Zerreißpflug.

In diesem Zeitabschnitt wurde auch das alte Sortiersystem rekonstruiert: Die Vibrátorén wurden durch Binder-Vibratoren ersetzt. Auch neue Brechmaschinen wurden in Betrieb genommen. In diesen Jahren wurde auch die Feinmahl-Kapazität erweitert. Zu dieser Zeit lag die Produktion bei 300.000 T/Jahr.

Am Anfang der 1970er Jahren begann die Produktion des Scheuerpulvers Superdol, dann die der weiterentwickelten Varianten Extradol und Hyperdol, deren Grundstoff der Dolomit war und die auch waschaktive Substanzen enthielten. Der kleine Betrieb,wo die Herstellung begann, versorgt auch heute noch die Haushalte mit diesem beliebten Scheuerpulver.

In der Geschichte des Betriebes begann 1978 eine neue Periode. Auf Grund des Vertrages mit der österreichischen Firma Terranova wurde in diesem Jahr ein Edelputz herstellender Betrieb aufgebaut mit einer Kapazität von 25.000 T/Jahr, der 1979 die Produktion begann (Abb. 15). Im Betrieb werden auf Grund der Terranova-Rezeptur sowie der von der österreichischen Firma festgelegten technologischen Parameter drei Typen des Edelputzes gerieben, gekratzt und gespritzt und in je 20 Farbvarianten hergestellt, die durch ihre hydrophoben und die feuchtigkeitsdurchlässigen Fähigkeiten die Lüftung der Wand sichern.

Den Forderungen der Energiesparsamkeit entsprechend begann 1981 die Herstellung von wärmeisolierenden Perlit-Verputzen, ebenfalls auf Grund von österreichischer Lizenz. Dazu wurde zwar kein Dolomit verwendet, die Technologie und Technik jedoch, die zur Herstellung von Edelputz benutzt wurde, war zur Produktion geeignet. Der Perlit wurde am Anfang von Güns/Kőszeg gekauft.

Um die steigenden Ansprüche befriedigen zu können, wurde 1983 eine neue Mischreihe in Betrieb genommen, somit stieg die Kapazität auf 50.000 T/Jahr bzw. 50.000 m3/jahr.

Danach begann man mit der Produktion des wärmeisolierenden Polistirol-Putzes, dazu wurde auch kein Dolomit verwendet, die vorhandene Technik war jedoch zur Herstellung geeignet.

In diesem Zeitabschnitt begann ebenfalls auf Grund der Terranova-Rezeptur die Produktion des Fliesenklebstoffes. Während der Vorbereitung des zum Edelputz nötigen Dolomits entstanden Nebenprodukte, die man bisher nicht verwenden konnte. Daraus wurde der Fliesenklebstoff hergestellt. Obwohl die produzierte Menge keine große Erweiterung der Produktion darstellte, wurde doch die Palette der Produkte damit ergänzt.

Wegen der gestiegenen Ansprüche lohnte es sich nicht mehr, den geschwellten Perlit nach Werischwar zu transportieren, deshalb wurde zur Schwellung des Perlits ein neuer Betrieb gebaut und 1985 in Betrieb gesetzt (Abb. 15). Den rohen Perlit brachte man aus Pálháza.

Im Jahre 1985 begann die Produktion der zu den Gasbeton-Produkten verwendeten Putze und Klebstoffmörtel, deren Grundmaterial der Dolomit ist, man verwendete dazu jedoch auch Perlit.

Ebenfalls im Jahre 1985 begann auf Grund der Terranova-Rezeptm die Herstellung des zu den Terramin-Wärmeisolationssystemen nötigen Putzes. Im Jahre 1986 wurde von der Terranova das Putzsystem Terrazán übernommen, das wegen seiner Porösität die aus dem Wasser ausscheidenden Salze speichert sowie über gute hydrophobe und feuchtigkeitsdurchlässigen durchlassende Fähigkeiten verfügt. So spielt es bei der Renovierung von alten, feuchten Gebäuden eine Rolle.

Im Jahre 1987 wurde das Putzmischsystem mit einer neuen Mischreihe erweitert. Damit wurde zum einen die Kapazität erhöht, zum anderen wurde die Möglichkeit zur Herstellung eines weiteren Produktes, des Putzes auf Gipsgrundlage, geschaffen. Einige Varianten davon enthalten auch Dolomit-Zuschlagsstoffe. Der Gips wurde aus der ehemaligen DDR importiert sowie aus der Gipsbrennerei geliefert.

Im Jahre 1988 wurde die Mikro-Dolomit-Mahleinrichtung übergeben, womit man die Farben-, Papier- und Pharmaindustrie versorgte.

Man konnte im Dolomit-Bergwerk eine Produktion von 500.000 T/Jahr bzw. im Dolomitmehl-Bergwerk 100.000 T/Jahr aufweisen. Im Betrieb arbeiteten 310 Mitarbeiter. Mit den gefragten Produkten von bester Qualität wurde nicht nur der ungarische Markt versorgt: Das Dolomit-Mehl wird auch exportiert und wurde in der damaligen DDR, in Polen sowie in Finnland zur Glaserzeugung verwendet.

 

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Gewährspersonen

Herbst, Johann (geb. 1923); Kapás, Johann (1938); Kimmel, Johann (1906); Kimmel, Martin (1911); Manhertz, Stefan (1922); Nick, Johann (1904); J. Scheller geb. Ludwig, Anna (1922); Sík, Johann (1912); Steckl, Anton (1913); Wenczl, Michaelm (1917)

 

Abb. 1. Der Dolomitsteinbruch von Zugliget 1912 (Reproduktion eines Fotos von Margit Balogh).
 
Abb. 2. Reibsandbergwerk auf dem Kleinen Gellértberg, Anfang des
20. Jahrhunderts (Reproduktion eines Fotos von Lajos Lóczy).
 
Abb. 3. Abbau und Sieben des Mulmdolomils in Werischwar/Pilisvörösvár,
Anfang des 20. Jahrhunderts (Vasárnapi Újság 1908. 150).
 
Abb. 4. Das Absieben des Mulmdolomits in Werischwar/Pilisvörösvár, Anfang
des 20. Jahrhunderts-im Hintergrund ist ein Schlageingang zu sehen (Vasárnapi Újság vom 1908. 151).
 
Abb. 5. Verladung und Transport des Dolomits in Werischwar/Pilisvörösvár,
Anfang des 20. Jahrhunderts (Vasárnapi Újság vom 1908. 151).
 
Abb. 6. Die Schwinge: Eines der Werkzeuge der Werischwarer/Pilisvörösvár
Reibsandbergleute(Foto: József Hála, 1988).
 
Abb. 7. Eingang eines einstmaligen Bergwerkschlags
in Werischwar/Pilisvörösvár (Foto: József Hála, 1988).
 
Abb. 8. Zeichnung vom Gipsmodell, welches eine der Aushöhlungen
des Dolomitbergwerkes gegenüber dem Werischwarer Bahnhof veranschaulicht
(Foto: Jakucs, L. 1950, 1. Seitenansicht 2.Ansicht von oben.).
 
Abb. 9. "Kummet" - um den Hals liegender Teil des Pferdegeschirrs. (Foto: József Hála, 1988). Abb. 10. "Pitli" - das Messinstrument derhausierenden Reibsand- Verkäufer inWerischwar (gezeichnetvon Mihály Kocsis).
 
Abb. 11. Die Schichtung des Mulmdolomits in den 1950er Jahren (Reproduktion).
 
Abb. 12. Erdarbeiter aus der Tiefebene im Dolomitbergwerk von
Werischwar/Pilisvörösvár in den 1950er Jahren (Reproduktion).
 
Abb. 13. Verlademaschine mit Schneidekopf Typ Schaffer während der Arbeit in
den Dolomitbergwerken von Werischwar/Pilisvörösvár in den 1950er Jahren (Reproduktion).
 
Abb. 14. Verlademaschine mit Schneidekopf Typ-Srs während der Arbeit im
Sortier-Bergwerk von Werischwar/Pilisvörösvár (Foto: József Hála, 1988).
 
Abb. 15. Edelputz-Betrieb und Perlit-Schwellungsanlage in
Werischwar/Pilisvörösvár, im Hintergrund das Dolomit-Bergwerk (Foto: Sándor Izsák).

 


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  26. Galgóczy, K. 1877,82.
  27. Ajtay.Z. 1949,46.
  28. Bezeichnung stammt von Vitális, I. 1939, 145.
  29. Ajtay, Z. 1949,48.
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  31. Papp, K. 1915, 673-674; Sulyok, J. 1938, 9.
  32. A Budapesti Köszénbánya Rt. Igazgatósága [Das Direktorium der Aktiengesellschaft] 1904, 385.
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