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7. Der Verkehr

 

Die Straßen im 18. und 19. und auch noch im 20. Jahrhundert waren schon breite Landstraßen, die zum Teil durch Maulbeerbäume begrenzt waren. Die breiten Straßen waren aus mehreren Gründen notwendig. Im Krieg gegen die Türken dienten sie als Aufmarschstraßen und später dann zum Viehtrieb.

Die Straße Baja — Sombor war die Hauptverkehrsstraße für die Verbindung von Gara nach Baja. Baja war der Marktumschlagsplatz. Alles wurde zum Verkauf dorthin und die gekaufte Ware wieder nach Gara transportiert.

Trotz der Wichtigkeit dieser Straße war sie nicht ausgebaut. Bei Regen weichte der Lößlehmboden zu Schlamm auf. Genau so schwierig war das Fahren bei trockenem Wetter, denn dann bestand die Straße aus knöcheltiefem Sand und Staub, der den Pferden und Ochsen die letzte Kraft abverlangte.

Da war es gut, daß die Straßen so breit waren, so fand man doch immer noch ein begehbares bzw. befahrbares Straßenstück und konnte den schon ausgefahrenen Löchern ausweichen.

Die erste Schotterstraße (wassergebundener Schotterweg) vom Garaer Bahnhof bis zum Gemeindehaus wurde am 22. November 1897 fertiggestellt. Bauträger war die Gemeinde, die für diese Straße 15 000 fl aufbringen mußte. Noch im selben Jahr wurden entlang dieser Straße 18 Straßenlampen im Abstand von 60 m aufgestellt.

Erst 1925 wurde die Straße von Gara nach Vaskút (Baja) als wassergebundene Schotterstraße ausgebaut. Da diese eine öffentliche Kommunalstraße war, wurde sie auf 18 km Länge auf Kosten der Komitatsverwaltung hergestellt.

 

Verkehrsmäßige Erschließung der Nord-Batschka 1785

 

Als zweite Straße folgte bereits 1925/26 die nach Csatalja. Nach der Weltwirtschaftskrise stagnierte der Straßenbau wieder.

Erst 1934/35 wurde die Straße nach Györgypuszta, und 1941/42 bis Sombor ausgebaut; 1932 die Straße nach Bacsborschod.

Die eigentliche verkehrsmäßige Anbindung von Gara wie auch anderer Gemeinden erfolgte durch den Ausbau der Eisenbahnlinie Baja — Sombor — Neusatz. Mit den Erdarbeiten wurde auf Garaer Gemarkung bereits im Oktober 1894 begonnen. Der erste Eisenbahnzug, ein Material liefernder Güterzug, fuhr am 4. Februar 1895 in den Bahnhof Gara ein. Er wurde mit Böllerschüssen und Musik empfangen.

Eine amtliche Kommission eröffnete am 11. September 1895 mit der ersten Begehungsfahrt feierlich die neue Eisenbahnstrecke. Der regelmäßige Verkehr begann in beiden Richtungen mit zwei Personen- und vier gemischten Zügen (Personen- und Güterwagen). Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Gara und Legin/Regöce durch die neue l.andesgrenze unterbrochen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke ausgebaut und für einige Jahre in Betrieb genommen.

1944 war Ferenc Sági Bahnhofsvorsteher, und die Bahnhofswärter waren Joszef Jakab (Nord) und Franz Tcnimer (Süd).

So konnten landwirtschaftliche Produkte mit der Eisenbahn auf größere Märkte wie Budapest, Wien usw. geliefert werden. Dadurch erzielten die Landwirte höhere Preise.

In erster Linie wurden Getreide und Tiere, vor allem Mastschweine (im Durchschnitt 2 Waggons je Woche) und andere landwirtschaftliche Produkte wie Sonnenblumen, Zuckerrüben, Melonen usw. transportiert.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete dann das Aus für den Eisenbahnverkehr auf dieser Strecke. Die Eisenbahngleise sind abgebaut worden. Jetzt verkehren dort zwischen Baja und Gara Omnibusse. Der Anschluß an das Schienennetz war für die Landwirtschaft von großer Bedeutung.

 

Die Bediensteten der Bahn und ihre Angehörigen

 

 

   
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