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10. Das kirchliche Leben in Gara

 

10.1 Die Kirchengeschichte von Gara

I .ist so alt wie die Gemeinde ist, so alt ist auch ihre Pfarrei. Schon in der Zeit von Andreas III. (1290 bis 1301) bestanden Gara und die Pfarrei. Dies geht aus einer Schenkungsurkunde des Königs hervor (,,... cum ecclesia"). In der Nähe Garas befand sich in dieser Zeit noch die Pfarrei Aranyán, die aber den ersten Türkensturm nicht überlebte. Leider ist über das weitere Schicksal der Garaer Pfarrei für diese Zeit nichts Näheres mehr bekannt.

In der sehr unruhigen Türkenzeit (1526 bis 1687) gab es im Land ständig größere Bevölkerungsbewegungen. Teils sind die Einwohner vor den Türken geflohen, teils wurden sie wieder durch die türkischen Grundherren zur Bewirtschaftung ihrer Ländereien zurückgeholt.

So kam es auch, daß 1598 eine große Zahl serbischer Einwohner, darunter zahlreiche spätere Garaer Einwohner, auf Ruf des Burgkommandanten von Gran, Palfy, nach Gran zogen. Ihr damaliger Pfarrer zog mit ihnen. Leider weiß man aus der nachfolgenden Zeit nur soviel, daß die seelsorgerische Betreuung von Gara von den Bajaern Franziskanern ausgeübt wurde.

In dieser Zeit gehörte Gara zum Belgrader Bistum — wie aus einem Reisebericht hervorgeht. Der Belgrader katholische Bischof Marin Ibrissimovits unternahm im Oktober 1649 eine Firmungsreise durch die Nordbatschka. In seinem Reisebericht erwähnt er, daß es in Gara 58 katholische Häuser gab, deren Bewohner wegen des Fehlens einer eigenen Kirche nach Szantova (Hercegszántó) zum Gottesdienst gehen mußten.

Die erste Garaer Kirche nach der Türkenzeit war eigentlich nur ein Gebetshaus und wurde 1734 nach Abzug der Türken auf dem neuen Gemeindestandort erbaut. Diese Kirche hatte aus Lehm gestampfte Wände und ein Rohrdach.

Gara gehörte nach der Türkenvertreibung als Filiale zur Bajaer illyrischen Franziskaner Pfarrei. 1735 wurde Gara wieder zu einer selbständigen Pfarrei erhoben. Ab dieser Zeit kommt auch Bewegung und Leben in das kirchliche Geschehen. 1735 wurde es Pflicht, Kirchenbücher (Matrikel) zu führen. In dieser Zeit gehörte Katymár (von 1738 bis 1748) als Filiale der Garaer Pfarrei an, später auch Rigyica (Legin, von 1800 bis 1804). Allerdings war Gara bis 1804 nur eine Administratur (bevollmächtigte Verwaltungsstelle).

1755 erteilte der Mesner Johann Gorinyi den Kindern Unterricht. Welche Ausbildung er hatte, ist nicht bekannt.

Der damalige Grundherr von Gara war Herzog Grassalkovits, der an der Stelle der alten Kirche 1780 eine neue Kirche bauen ließ. Diese Kirche steht, mit einem Anbau von 1909, noch heute.

Die Kirche ist dem heiligen Ladislaus, König von Ungarn (1077 bis 1095, heiliggesprochen 1192), geweiht worden. Die Kirchweih fand am Sonntag nach Ladislaus im Juni statt. Die Kirche hat eine Länge von 34,5 m und eine Breite von 14,15 m. Der Dachfirst ist 16,7 m hoch. Innen ist die Kirche von 10,30 m bis 11,30 m (Kuppel) hoch. Turmhöhe: 36 m. Außerdem hat sie eine Gruft von 3,5 x 2 m. Nach dem Bau der Kirche kam eine ruhigere Zeit für die Pfarrei. Erwähnt werden muß allerdings, daß die etwa 1750 bis 1760 begonnene Ansiedlung von katholischen Deutschen sich weiter verstärkte.

Ein sehr wichtiges Ereignis war, daß die Kirchengemeine 1871 einen großen Teil des herrschaftlichen Besitzes aufkaufte. Gleichzeitig erwarb sie auch die Patronatsrechte. Doch die Bestätigung vom Kaiser über diesen Wechsel im Patronatsrecht wurde erst 6 Jahre später, 1877, unter der Verordnungsnummer 3842, erteilt. Ab dieser Zeit konnte der Kirchenrat die Auswahl der Geistlichen (aus drei Vorschlägen des Bischofs) selber vornehmen.

Am 25. Juni 1880 ist die von den Bildschnitzern Ignaz Hensch und Josef Maiböhm für 500 Ft. geschnitzte Kanzel fertiggestellt und in die Kirche eingebaut worden. Dabei wurden das Kreuz und der Heiligdreifaltigkeitsaltar abgebaut, damit die Kanzel Platz hatte.

Am 6. November 1880 kamen weitere neue Altarbilder hinzu, so das von Franz Heffner gestiftete Altarbild „Die Unbefleckte" (Immaculata) und das von Mathias Klenanz gestiftete Bild vom „Hl. Wendelinus". Der Preis dieser Bilder war je 141 Ft. und 16 Kreuzer. Dazu kam noch das Bild der,,Hl. Anna", das 52 Ft. kostete. Alle Bilder wurden vom Wiener Kunstmaler Josef Kessler gemalt.

 Die erste amtliche Lehrerstelle gab es 1800; und zwischen 1882 und 1890 sind vier Lehrerstellen in der Gemeinde geschaffen worden.

Aus den Spenden von 14 Gläubigen konnten am 24. Juni 1882 die 14 Kreuzwegstationen für den Kalvarienberg beschafft werden. Diese Stationen hat der Budapester Bildhauer Ignaz Hensch für 1750 Ft. angefertigt.

Am 3. September 1882 bekam die große Glocke einen Riß. Im Juni erging es der mittleren Glocke ebenso. Beide Glocken wurden vom Glockengießer Johann Haller in Baja für je 177 Ft. neu gegossen. Die mittlere Glocke wurde zu Ehren des Hl. Johannes und Hl. Paulus geweiht.

Ende Februar 1883 ließ man den Kirchturm von einem Maler aus der Wiener-Neustadt, Franz Schaumwald, für 40 Ft., Kost und Wohnung, kupferfarbig streichen. Am 24. März 1881 wurden zwei zusammenklappbare Kerzenständer für die zwei Seiten des Hauptaltars angeschafft.

Am 4. August 1883 traf die in Kisszállás gefertigte Kirchenuhr ein. Das Laufwerk wiegt 97 kg, der Schlegel, der die Viertelstunde schlägt, 66,5 kg und der, der die Stunden schlägt, 57 kg.

Am 5. Juli 1883 hat ein orkanartiger Sturm viel Schaden, unter anderem auch am Kirchturm, verursacht.

Die Kirche war 1877 in einem vernachlässigten Zustand ; so war z.B. das Kreuz auf dem Turm baufällig. Zum Kirchweihtag jenes Jahres, d. h. am 1. Juli 1877 wurde ein neues Kreuz gesteckt. Dies geschah nach dem Vesper bei Böllerschüssen und Musik. In die Kugel kam eine Gedenkschrift mit den Namen der damaligen Gemeindevorstands-Mitglieder: Johann Staller, Richter Simon Bischof, Stefan Eberhardt, Johannes Knipf, Gregor Raich, Marcus Sibalin und Anton Sevarats. Geschworene: Josef Reppmann und Stanko Raich; Kassierer: Michael Röhm, Waisenvater (Vormund) Sándor Oltványi, Notar Gyula Oltványi, Vizenotar Georg Zimmermann, Schreiber Ignaz Pacher, Gemeindearzt unbekannt, Admini-stator; Andreas Ribovits. Kantor war Martin Toth und die Lehrer Franz Schamberger und Lajos Kuzmits. Die Renovierung führte der Bajaer Bauunternehmer Anton Hunyadi für 4000 Ft. durch. Der Turm wurde mit Blech gedeckt und mit Eisenläden versehen, die Kirche von innen und außen gestrichen. Der Chor wurde um ein Klafter verlängert. Im September war die Kirchenrenovierung abgeschlossen. Im Mai 1877 wurden auch noch neue Fenster eingebaut. 1877 wurde zudem ein neues Hochaltarbild gekauft. Das Bild stellt den Kirchenschutzpatron, den „Heiligen Ladislaus", König von Ungarn, dar. Es wurde vom Wiener Kunstmaler Jossef Kessler für 315 Ft. gemalt. Das Bild war 6 Fuß (1,9 m) breit und 10 Fuß (3,16 m) hoch. Die Kosten wurden überwiegend aus Spenden der Gläubigen bestritten. So spendeten die Deutschen 142,70 Ft., die Bunjewatzen 55,50 Ft., zusammen 198,20 Ft., und die Gemeinde gab 100 Ft. dazu. Das Altarbild wurde von Anton Heffner von Baja abgeholt.

Das Hochaltarbild von 1877 stellte den Heiligen Ladislaus auf einem Pferd sitzend dar. Dieses Bild gefiel allerdings vielen Gläubigen nicht, und deshalb wurde ein neues Bild in Auftrag gegeben und geweiht.

Die Gemeinde erwarb 1877 noch die von der Gemarkung fehlenden 1236 Kj. von Josef Kohn (Isralit) um den Preis von 170 Ft. pro Joch. Gleichzeitig übernahm die Kirchengemeinde auch die Rechte und Pflichten des Patronats. Der Verkäufer Kohn übergab noch folgende Rechte: das Schankrecht, das Mühlenrecht; des weiteren hat er das „Große Wirtshaus" mit Fleischerei der Kirchengemeinde geschenkt, zugunsten des bevorstehenden Kirchenerweiterungsbaus. Von der Pacht für den Ausschank, gab er die Hälfte der Kirche. Die Gemeinde hat dann ihrerseits das Ausschankrecht für 2150 Ft. für zwei Jahre an János Szemző vergeben.

Am 30. Juni 1878 wurde unter der Anwesenheit des Stuhlrichters eine „Erklärung" durch den Gemeinderat unterzeichnet, in der die Dotationen für den Pfarrer, den Kantor und den Syndikus festgesetzt wurden.

Im April 1887 kaufte die Kirchengemeinde zwei Beichtstühle von dem Kalocsaer Schreiner Josef Farkas.

Im Mai 1887 wurde der Aufgang zum Kirchenchor abgebrochen. An seine Stelle kam die „Heilige Grabkapelle". Den Choraufgang verlegte man auf die andere Seite der Kirche (Südseite) und später in das Innere der Kirche.

Am 9. Mai 1878 wurden 457 Firmlinge zur Firmung geführt. Ebenfalls im Mai dieses Jahres stellte man die dritte deutsche Schulklasse auf.

Unter der Erlaßnummer 3813 hat der Kaiser die Patronatsrechte und Pflichten der Kirchengemeinde am 5. Februar 1879 verliehen.

1885 wurden die Kirche und der Turm mit den Glocken für 6000 Ft. versichert.

Am 31. Mai hielt der Erzbischof Johann Majorossy Religionsprüfung in der Kirche und firmte am nächsten Tag 716 Firmlinge.

Im Juli 1889 zogen zweimal schwere orkanartige Stürme über die Gemeinde und richteten viel Schaden an. Auch der Kirchturm wurde in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem Kalvarienberg waren die drei steinernen Kreuze umgeworfen worden, im Kirchengarten die großen Akazienbäume alle umgedrückt bzw. entwurzelt.

Vom 4. bis zum 24. April 1893 wurde die Kirche mit dem Chor, der Sakristei und dem Heiligen Grab für 584 fl. von dem Bajaer Kirchenmaler Kálmán Eder ausgemalt. Er malte die Bildnisse der 12 Apostel mit den Bildern der Stifter für je 10 fl.; außerdem ein Bildnis der Muttergottes mit dem Jesukind auf dem Arm sowie oberhalb der Orgel das Bild vom Guten Hirten.

Im Januar 1892 wurden der Baldachin für 150 fl. und ein Schrank für 15 fl gekauft. Vom 20. bis 22. September 1892 verhandelte der Pfarrer Ribovits mit dem Finanzministerium um einen Patronatsfond von 15.000 fl.

Die Kirchengemeinde schenkte 1894 der (politischen) Gemeinde das Große Wirtshaus für schulische Zwecke. Diese baute das Gebäude zu einer Schule um. Es wurden in das Gebäude drei Schulräume und zwei Lehrerwohnungen eingebaut. Zu dieser Zeit gab es in Gara sechs Schulklassen, und zwar vier deutsche und zwei bunjewatzische Klassen.

Im Juli 1896 wurden das Turmkreuz und die Uhrzeiger neu vergoldet und der Turm sowie die Kirche (grün) gestrichen.

Am 14. Februar 1897 weihte man die neue Orgel, die ein Fünfkirchner Orgelbauer für 1728 fl gebaut hatte, ein. Die neue Orgel hatte 10 Register. Was mit der alten Orgel, die noch aus dem Jahre 1859 stammte, geschah, ist nicht bekannt.

1900 ließ Michael Gatti im Friedhof eine Kapelle der „Schmerzhaften Muttergottes" erbauen. Die Kapelle diente zugleich als Familiengruft der Farn. Gatti.

1901 wurde die Pfarrei bzw. das Pfarrhaus erweitert. Im Jahre 1904 sind die Statuen „Herz Jesu", „Herz Maria" und „Heiliger Josef" für je 70 Kr. erworben worden.

Im Jahr darauf wurden weitere Statuen erworben, so die Statue des „Heiligen Valentin". In diesem Jahr kamen auch die 14 Kreuzwegrehefs in die Kirche. Für die Friedhofskapelle stiftete 1905 Frau Marie Heffner, geb. Sommer die Statuen des „Heiligen Franz von Assisi" und des „Heiligen Antonius von Padua".

Im Juni 1905 ist die Kirche außen renoviert worden. Im August 1905 wurde der neue Hauptaltar für 1800 fl. und zwei Seitenaltäre („Heiliger Wendelinus" und ein ,,Marien"-Altar), aufgestellt. Auch die „Grotte von Lourdes" kam in diesem Jahr auf ihren Platz neben bzw. unter der Kanzel.

Im November 1905 ist dann auch noch das Kirchendach umgedeckt worden. Anstelle der Schindeln wurde die Kirche jetzt mit Schiefer gedeckt. Im Dezember 1905 konnte die Statue des „Heiligen Rochus", die von Josef Heffner und Rosalie Stenly gestiftet wurde, aufgestellt werden. Die Statue war das Werk des Bildhauers Heckenast. Der alte Friedhof wurde für 15 000 fl. im Jahre 1908 verkauft.

Das Frühjahr 1909 war eine bedeutende Zeit für die Kirche in Gara. Man begann nämlich mit der Erweiterung der zu klein gewordenen Kirche. Der Um-und Erweiterungsbau wurde im November fertiggestellt.

Die Planung hatte der Budapester Ingenieur Professor Gyula Petrovats. Die Maurerarbeiten sind von den Feuten des Apatiner Maurers Josef Viola und von Garaer Hilfsarbeitern ausgeführt worden. Die Arbeiten an der Kirche kosteten insgesamt 55 000 kr. Dieser Betrag ist wie folgt aufgebracht worden: Staatsobligationen 30 000 kr. (zu 4%), Erlös für den alten Friedhof 15 000 kr. und ein Gemeindebeitrag von 10 000 kr.

Zu dieser Zeit kamen die Statuen des „Heiligen Petrus" und des „Heiligen Paulus", sowie die des „Heiligen Antonius" und die Statuengruppe „Die Krippe von Bethlehem" in die Kirche.

1910 erwarb man die Statue der „Mater Dolorosa" und die Statuengruppe um den Altar „Die Aufer stehung".

Nach den Plänen von Jenő Fehér wurde die Schule 1911 neu gebaut. Der Bau der Schule kostete 45 000 kr. Dieses Geld wurde bei der Bajaer Sparkasse mit einer Faufzeit von 30 Jahren aufgenommen. Das Gebäude gehörte der Gemeinde, diente aber der katholischen Schule für Unterrichtszwecke. Der Bau des neuen Pfarrhauses wurde begonnen, und 1912 konnte dieses fertiggestellt werden. Es kostete 22 000 kr. Die Pläne stammten von Prof. Gyula Petrovats. Die Bauausführung besorgte Johann Basler. Während des Baues wohnten die Pfarrer in der Wohnung des Notars.

Zur Dechantei gehörten die Gemeinden: Gara, Körtés, Regöce, Gádor, Küllőd, Bereg, Szanto, Davod, Csatalja und Gyurics (Györgypuszta). In diesem Jahre kam auch die Statue des „Heiligen Florians" in die Kirche.

Die tragbare Marienstatue, die von den Mutter-gottes-Mädchen bei Prozessionen und Umzügen mitgetragen wurde, kam 1913 in die Kirche. So auch die Statuengruppe der „Heiligen Dreifaltigkeit". Die schweren Kriegsjahre des ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918, die viel Feid, Kummer und Frauer ins Dorf und in viele Familien brachten, waren keine guten Jahre für die Gemeinde Gara, und man sah nur sehr wenige frohe Gesichter im Dorf. Bei Kriegsanfang besuchten viele Gläubige die Kirche, aber später wurden es immer weniger. Trotzdem haben die Gläubigen die Kirche während des Krieges prachtvoll ausgestattet. So wurden 1914 die Statuen des „Heiligen Josef", des „Heiligen Aloisius", des „Heiligen Johannes", die der „Heilige Familie", des „Heiligen Joachim" und der „Heiligen Anna", des weiteren die „Rosenkranz Königin", die „Jungfrau Maria, die Patronin von Ungarn", der „Herz Jesu Altar" und der „Jesusanbetung Altar", die Statuen der „Schutzengel", die „Schmerzhafte Mutter (Pieta)" und „der Tod des Heiligen Josefs" von den Gläubigen gestiftet.

Während des ersten Weltkrieges und der Zeit vom November 1918 bis 19. August 1921 der serbischen Besatzung vernachlässigte man den Schulunterricht. Der Religionsunterricht wurde in dieser Zeit in der Kirche erteilt.

Gegen Kriegsende verweigerte der Gemeinderichter die Auszahlung des Gehaltes des Pfarrers, so daß dieser am 13. Dezember 1918 das Dorf verlassen wollte. Daraufhin haben die deutschen Gläubigen die Versorgung des Pfarrers übernommen. Am 19. August 1921 zogen die Serben ab, und die Gemeinde gehörte von nun an wieder zu Ungarn. Der Krieg und die serbische Besatzung hatten ihre Spuren hinterlassen. Die bis dahin blühende Gemeinde war total heruntergewirtschaftet. Erst nach dem Abzug der Serben kam es in Gara endlich zum Frieden und zu einer Beruhigung, so daß das Zivilleben wieder neu beginnen konnte; allerdings mit vielen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Trotzdem konnten bereits 1922 Ferdinand Foob und Franz Schall zu Fehrern gewählt werden. Im Jahre 1922 war auch die Geburtsstunde der „Fevente" und des „Katholischen Kreises".

1923 wurde das Heldendenkmal im Kirchengarten aufgestellt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 4. November 1923. Nach der offiziellen Feier gab es mittags in der Wirtschaft „Gari" ein Festessen.

Um die Kirche bzw. im Kirchengarten befanden sich noch weitere Statuen, so die Statue der „Muttergottes, wie sie die Schlange zertritt" und eine „Heilige-Dreifaltigkeitssäule". Vor der Kirche bzw. vor dem Haupteingang stand ein Kreuz. An diesem Kreuz wurden jeden Sonntag von dem Gemeindediener, „Kleinrichter" genannt, „die Vermeldungen der Gemeinde" verlesen.

Der langjährige Kantor Julius Toth ging 1924 in den verdienten Ruhestand; an seine Stelle trat Anton Prißlinger als neuer Kantorlehrer. Dieser war schon vorher in Etyek und in Regöce tätig. Das Jahr 1925 war wiederum ein sehr bedeutendes Jahr für die Garaer Kirche. 1925 wurde die Kirche innen und außen gründlich für 15 000 kr. renoviert. Die Malereien wurden von den Malern Michael Kucska und Friedrich Wittner durchgeführt. Die derzeitigen Deckengemälde stammen auch von ihnen. Das Gotteshaus wurde bei dieser Gelegenheit auch prächtig ausgemalt, mit Teppichen versehen und die Orgel gründlich überholt.

Nach Fertigstellung der Arbeiten galt die Garaer Kirche als die schönste Kirche in der Nordbatschka. In jenem Jahr wurde auch die Parkanlage bei der Kirche fertig (Heldenpark).

Nach der Renovierung der Kirche fand 1927 eine achttägige Mission, unter reger Beteiligung statt. 1929 wurden die sogenannte Stockhoheschulc („Hl.-Emmerich-Schule") und die Wohnung für den Kantor fertiggestellt und ihrem Zweck übergeben.

Die Einweihungsrede hielten der Reichstagsabgeordnete Johann Lang in ungarischer Sprache und der Lánycsoker Pfarrer Dr. Konrad Heckenberger, der gebürtiger Garaer war, in deutscher und bunje-watzischer Sprache.

Auf Anregung von Oberst Wettstein verlangte der Feldbischof Stefan Révész künftig einen ungarischen Gottesdienst. Von nun an wurde jeden ersten Sonntag im Monat, zu Weihnachten, zu Ostern und zu Pfingsten um 9 Uhr eine Messe in ungarischer Sprache abgehalten. Zur Teilnahme an dieser Messe waren die Soldaten, die Gendarmerie, die Levente und die Schulkinder verpflichtet. Mit Zustimmung der bischöflichen Behörde war Gara von da an eine dreisprachige Pfarrei.

Im übrigen wurde in der Kirche an einem Sonntag die Frühmesse in bunjewatzischer und das Hochamt und der Vespergottesdienst in deutscher Sprache gehalten; am nächsten Sonntag umgekehrt. Auch werktags geschah dies abwechselnd einmal in deutscher und am nächsten Tag in bunjewatzischer Sprache.

Auf Wunsch des Komitats wurde der Lutheraner Friedrich Röder (Radanyi) Notar von Gara. Seine erste Tätigkeit war, die Kirche und die politische Gemeinde voneinander zu trennen, so daß die Kirche von da ab autonom war.

Die Erziehung der Mädchen ging 1930 in die Hände der „Schwestern Unserer Lieben Frau" über. Es wurden zwei Lehrer- und eine Kindergärtnerinstelle für sie geschaffen. Die Schule neben der Kirche wurde als Kloster ausgebaut. Die Bauarbeiten beendete der Maurer Mijó Sibalin. Die Schwestern zogen am 2. Oktober 1930 ein; erste Schwesternoberin war Maria Chrysastoma. Sie übernahm auch gleich die deutsche IL Klasse, die gemischt war (Mädchen und Buben). Die Schwestern führten eine deutsche und eine bunjewatzische Schulklasse und einen (überbelegten) Kindergarten.

 

Die Turmuhr vor der Reparatur (Mitte der 30er Jahre); zweiter von links: Pfarrer Martin Tress

 

Für jeden im ersten Weltkrieg Gefallenen wurde 1931 im Friedhof ein Kastanienbaum an den Wegen entlang gepflanzt und ein Pfahl mit einer Tafel auf gestellt, auf der der Name des Gefallenen stand.

In diese Zeit fällt die Gründung „Altarverein" mit 178 Mitgliedern. Ebenfalls 1931 wurden die Vertreterkörperschaften (160 Mitglieder) und der Kirchenrat (20 Mitglieder) neu gewählt.

Der Kirchturm war seit 1932 mit fünf Glocken mit einem Gewicht von jeweils 930, 516, 218, 110 und 75 kg versehen.

Die älteste Glocke ist die kleine nur 75 kg schwere, von Anton Zechenter im Jahre 1736 in Ofen (Buda) gegossene Seelenglöckchen.

Zwei dieser Glocken sind am 20. Mai 1932 in Anwesenheit des Erzbischofs von Kalocsa geweiht worden. Zwei weitere Glocken sind bereits seit 1923 und 1928 auf den Turm gekommen, und das Seelen- oder Ziehglöckchen, das den ersten Weltkrieg überlebt hat, war schon vorher da. Die Glocken sind alle bis aufs Seelenglöckchen, im ersten Weltkrieg vom Staat requiriert worden.

Das Seelenglöckchen hatte eine traurige Aufgabe, denn es wurde nur dann geläutet, wenn jemand gestorben war.

1932 feierte man das 25jährige Jubiläum des Pfarrers Stefan Basler als Garaer Pfarrer.

Die Jahre von 1933 bis 1939 waren eine verhältnismäßig ruhige Zeit, für die Kirche wie auch für die Gemeinde.

Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche nochmals gründlich renoviert.

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges, am 1. September 1939, begannen, — zuerst noch ungeahnt —, die schwersten Zeiten für Gara, die von anderer Stelle dieses Buches geschildert werden.

 

10.2 Die Garaer Kirche und deren Einrichtungen

 

Front der Kirche mit den Statuen des Hl. Johannes (links) und des Hl. Lukas

 

Beschreibung der Kirche bzw. der darin befindlichen Altäre, Statuen und Gemälde.

 

Die Garaer Kirche ist eine der größten und schönsten Kirchen in der Nord-Batschka.

Beim Betreten der Kirche bekommt der Kirchenbesucher, besonders an hellen Sonnenscheintagen, eine reichlich mit Altären und Statuen geschmückte Kirche zu sehen. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn die Kirche festlich beleuchtet wird. Im Folgenden soll die Einrichtung der Kirche beschrieben werden. Die Beschreibung erfolgt im Uhrzeigersinn (von links bis zum Hauptaltar und dann rechts zurück zum Eingang).

Beim Betreten der Kirche fallen die Statuen an den Chorsäulen ins Auge. An der linken Seite

 

der Hl. Josef (1914), gestiftet von Stipan Dujmov

 

die Hl. Elisabeth von Ungarn, gestiftet von Rosalia Schmidt, geh. Kuts

 

Ganz links unter dem Chor:,,Heilige Grab" (in einer Nische)

 

Zwischen dem ,,Heiligen Grab" und vor der Statuengruppe vom „Tod des Hl. Josef ein Kreuz mit Korpus. Rechts im Bild eine der Kirchenfahnen, die bei den Prozessionen von den Muttergottes-Mädchen getragen wurden

 

Dann folgte die Statuengruppe vom ,,Tod des Hl. Josef (1916). Stifter: Josef Schön und Julianna Schmidt

 

Anschließend der Beichtstuhl (1886); über dem Beichtstuhl die erste Kreuzwegstation

 

Als nächstes steht die Statue „Der gegeißelte Jesus" (1912), gestiftet von Mato Simits und Marta Zelits;
dann das große Kreuz;
auf der anderen Steite des Kreuzes steht die Statue „Die schmerzhafte Mutter" (1916); Stifterin Maria Zomborcsevits

 

Hinter der Eingangstür finden wir als erstes den„Auferstehungs-Altar" (1910), gestiftet von Stana Zomborcsevits. Links vom Altar die Statue des „Hl. Aloisius" (1915);
rechts vom Altar die Statue vom „Hl. Johannes von Nepomuk" (1915); beide Statuen gestiftet von Naco Gugan und Manda Karagits

 

Linkes Seitenschiff:

 

Daneben steht der „Maria Immaculata" Altar (1905); Stifter: Franz Heffner und Theresia Keiner. Links von diesem Altar steht die Statue „Herz Jesu" (1916), gestiftet von Nikola Gugan und Matija Gugan; rechts davon die Statue „Herz Maria" (1916), gestiftet von Mata Kubatov und Maria Kukits.

 

Jetzt folgen die Statuengruppen. Über der „Hl. Dreifaltigkeit" ein Kreuz ohne Korpus

 

Statuengruppe der „Hl. Dreifaltigkeit" (1913), gestiftet von Anton Schuller und Elisabeth Peller

 

 

Es schloß sich die Grotte von Lourdes mit ,,Maria" (1909) an, gestiftet von Antal Zomborcsvits und Maria Karagits

 

An der Ecke zum Heiligtum ist die Kanzel (25. 6. 1880); neben der Kanzel befindet sieb die Statue vom „Hl. Rochus" (1905), gestiftet von Josef Heffner und Rosalia Stehly, daneben die Tür in die Sakristei und darüber ein Bild der „Hl. Dreifaltigkeit" (1893); Stifter könnte Anton Sujer sein.

 

Unterhalb der Kanzel stand die tragbare Statue ,,Maria" (1913), die bei Umzügen und Prozessionen von den Muttergottes-Mädchen getragen wurde; Stifter: Franz Peller mit Magdalena Knipfund Martin Fetzer mit Elisabeth Peller

 

Zwischen der Sakristeitür und dem Hauptaltar steht der Taufbrunnen

 

Als absoluter Mittelpunkt folgt der große und ein drucksvolle ,,Hauptältar". Da die Kirche dem „Hl. Ladiflaus" geweiht war, stellt das große, 1,9 m breite und 3,16 m hohe, Altarbild den Hl. Ladislaus als König dar.

Links und rechts vom Hauptaltar stehen die Statuen des „Hl. Petrus" und „Hl. Paulus" (1909).

Auf der Höhe des Bildet dei Schutzpatrons stehen ebenfalls links und rechts je eine Statue, und zwar links die Statue der „Hl. Elisabeth" von Ungarn und rechts die Statue vom „Hl. Stefanus", dem ersten ungarischen König.

An der Wand rechts vom Hauptaltar stand der „Baldachin" (1892).

 

 

Nach dem Heiligtum wieder zwei Statuengruppen: ,,Jesus mit Maria und Josef (1915), gestiftet von Josef Heinrich und Magdalena Kristmann

 

Links vom Altar befindet sich die Statue des „Hl. Joachim" (1916); rechts steht die Statue der „Hl. Anna" (1916), beide Statuen stammen aus Gröden/Tirol; Stifter der beiden Statuen: Stefan Turi und Maria Schuller.

 

Im rechten Seitenschiff die „Krippe von Bethlehem" (1909), gestiftet von Josef Klenanz und Theresia Pentz.
Neben dieser Gruppe war der Eingang zu einem Seitenraum, in diesem befanden sich drei Gemälde.
1. Maria mit dem Jesukind und Josef,
2. Maria mit Jesus und dem Rosenkranz und
3. Maria Himmelfahrt

 

Zweiter Altar des Seitenschiffes, der Altar zu „Herz Jesu" (1915), gestiftet von Mato Karagits und Rosa Kubatov.
Links vom „Herz Jesu"-Altar steht die Statue der „Rosenkranz-Königin", rechts die Statue von „Maria die Schutzpatronin von Ungarn" (1916), gestiftet von Stefan Halter und Katharina Kling.

 

Nach der Kingangstür in das Seitenschiff geht es weiter im Hauptkirchenschiff mit einer Statuengruppe:

 

 

Die erste Statue stellt die ,,Hl. Anna" dar (1916); gestiftet von Dano Kubatov und Maria Kubatov

 

In der Mitte die Statue vom „Schutzengel" (1916); gestiftet von Martin Heibili und Katharina Henerari

 

Es folgt die Statue vom „Hl. Florian" (1912); ge stiftet von Josef Henerari und Margaréta Keiner. Diese drei Statuen wurden von dem Bildhauer Stuflesser aus Gröden/Tirol, gefertigt.

 

Der zweite Beichtstuhl (1886). Die auf dem Beichtstuhl stehende kleine „ Herz-Jesu-" Statue kam aus dem Kloster nach dessen Auflösung in die Kirche.
Rechts vom Beichtstuhl ein kleineres Kreuz mit Korpus und eine weitere Kirchenfahne.
Die 14 Kreuzwegstationen stammen aus Gröden/Tirol (1905)

 

Rechts vom Beichtstuhl, unweit des Einganges, steht die Gruppe von der „Schmerzhaften Mutter" (1916), gestiftet von Anton Brandecker und Gertraud Penz mit Jakob Jung und Magdalena Brandecker

 

Vor dem Choraufgang ein großes Kreuz mit Korpus

 

,,Hl. Antonius" (1909) (rechte Chorsäule), gestiftet von Adam Wolfart und Eva Mészáros; im Hintergrund zwei der vier Kirchenfahnen. (Die 4 Kirchenfahnen sind an Fahnenstangen rechts und links der Bänke befestigt)

 

Die der „Hl. Theresia" (rechte Chorsäule), gestiftet von Andreas Knipf und Theresia Penz

 

Wenn man die Kirche betritt, sieht man über dem Chor das Deckengemälde.

 

Die Orgel und die ,,Hl. Cecilia".

 

Dann geht es im Mittelschiff weiter mit den Gemälden:

 

,,Die Hl. Familie"

 

„Das Pfingstereignis"

 

.,Die Heilige Dreifaltigkeit"

 

Im linken Seitenschiff:

 

,, Christi Himmelfahrt"

 

Im rechten Seitenschiff:

 

,,Die Auferstehung"

 

Über dem Hauptaltar:

 

,,Christi Geburt"

 

Die farbigen Kirchenfenster wurden beim Umbau der Kirche 1909 eingebaut. Sie hat der Glasmaler Emmerich Zeller angefertigt.

Die Fenster und ihre Stifter (vom Kircheneingang links bis zum Hauptaltar):

„Jesus auf dem ölberg", Stifter: Nikola Karagits und Matija Karagits;

,,Hl. Josef", Stifter: Joso Karagits und Antónia Karagits;

„Hl. Antonius", Stifter: Benco Dico und Pavka Zomborcsevits;

„Schmerzhafte Mutter", Stifter: Benco Zomborzevits und Pavka Karagits;

„Verkündigung des Herrn", Stifter: Franz Heffner und Eva Müller;

„Hl. Josef der Arbeiter", Stifter: Mato Karagits und Rosa Kubatov;

„Herz Jesu", Stifter: Ivan Gojdan und Maria Pestalits. Alle Fenster rechts vom Hauptaltar bis zum Kircheneingang wurden von den ehemaligen Dorfrichtern (Bürgermeistern) und deren Ehefrauen gestiftet. „Herz Maria", Stifter: Josef Keiner und Elisabeth Zuck;

„Heilige Dreifaltigkeit/Krönung Marias", Stifter: Michael Gatti und Veronika Mesarosch; „Hl. Anna", Stifter: Andreas Kling und Theresia Penz;

„Hl. Stefan, König von Ungarn", Stifter: Stefan Eberhardt und Katharina Scherk; „Hl. Wendelinus", Stifter: Andreas Bischof und Anna Maria Heffner; „Hl. Emmerikus", Stifter: Josef Klenanz; „Hl. Rochus", Stifter: Stefan Keiner und Gertraud Kling;

„Hl. Aloisius", Stifter: Andreas Eberhardt und Eva Keiner.

 

 

10.3 Pfarrer in Gara

Obwohl Gara eine eigenständige Pfarrei schon 1735 erhielt, waren die ersten Seelsorger von 1735 bis 1804 als Administratoren eingesetzt.

 

1. Knezovics Anton Josef Adm. 1735 03.03.1735
    Pf. 01.04.1737 20.12.1737
2. Pastorcsics Nikolaus Pf. 14.01.1738 14.01.1748
3. Norcsics Emerich Pf. 14.01.1748 02.1749
4. Pavletics Stefan Pf. 02.1749 12.1753
5. Mialovics Georg Pf. 01.1754 1758
6. Hollar Peter Pf. 1759 22. 10.1773
7. Bosnyák Josef Pf. 22.10.1773 05.1774
8. Ikotich Basil Pf. 05.1774 05.1782
9. Herczeg Anton Pf. 05.1782 14.02.1791
10. Szentivansky Maximillian Pf. 14.02.1791 13.04.1798
11. Planer Venantius (Venoutius) Adm. 13.04. 1798 03.07.1798
12. Nyers Jakob Adm. 13.05.1798 30.07.1798
13. BallovicsJohann Adm. 03.07.1798 12.1800
14. MileticsMatin Adm. 12.12.1800 22.03.1803
15. Simonyi Alex Adm. 22.12.1803 04.1812
    Pf. 04.1812 01.02.1846
16. Mike Anton Adm. 01.02. 1846 25.06.1847
17. Kirschbaum Andreas Pf. 25.06.1847 08.1864
18. Fontanyi Aloisius Adm. 22.09.1864 03.1875
19. Kirschbaum Ludwig Adm. 16.03.1875 07.1875
20. Mezey Ignaz Adm. 01.07.1875 20.04.1877
21. Ribovicz Andreas Adm. 20.04.1877 04.1879
    Pf. 04. 1879 30.04.1907
22. Basler Stefan Pf. 01.09.1907 30.06.1933
23. Tresz Martin Pf. 01.09.1933 10.1944
24. Kovacsov Markus Adm. 10.1944 03.06.1945
25. Hrubian Andreas Pf. 06.1945 1953

 

10.4 Kapläne in Gara

 

1. P.P.exOrd.M.    
  S. Franz 1735 1778
2. Gyurasovich Markus    
  ord. min. 07.1778 07.1780
3. Metts Georg 13.09.1780 05.1782
4. P. Mikics Simon    
  ord. min. 05.1782 1785
5. P. Antonius Palifikus    
  ord.min. 1787 1791
6. P. Demarak Adam    
  ord. min. 08.06.1803  
7. Mészáros Andreas 03.12.1819  
8. Herold Johannes 19.12.1820 31.10.1822
9. Ulrich Josef 01.01.1823 14.09.1823
10. Karajtsits Benedik 14.09.1823 27.02.1824
11. Zsuffajosef 17.06.1824 06.05.1826
12. Topalits Josef (1) 06.05.1826 05.07.1826
13. SzaboJohannes 18.08.1826 25.09.1826
14. PupakJohannes 25.11.1826 26.06.1827
15. Topalits Josef (2) 16.06.1827 18.11.1827
16. Farkas Anron 18.11.1827 31.01.1828
17. Parcsetich Josef 31.01.1828  
18. Orlovacz Josef 27.11.1829 16.05.1830
19. Maison Jakob 16.05.1830 24.09.1830
20. Kulisich Stefan 24.09.1830 01.11.1831
21. Cvecsics Nikolaus 01.11.1831  
22. Barasevics David 25.07.1832 14.07.1833
23. Hümpfner Andreas 14.07.1833 01.08.1834
24. Szemes Josef 01.08.1834 30.01.1835
25. Samuel Franz (1) 31.01.1835 18.09.1835
26. Kuluncsich Anton 18.09.1835 30.11.1835
27. Kirschner Andreas 30.11.1835  
28. Mészáros Andreas 01.07.1837 01.01.1838
29. Samuel Franz (2) 12.09.1839 01.02.1841
30. Fontanyi 01.02.1841  
31. Mike Anton 09.1842 01.09.1844
32. Szekeres Georg 01.09.1844 01.02.1846
33. LauxJohan 08.05.1847 25.06.1847
34. Denurach Johan 25.06.1847 21.09.1847
35. Jerkovics Karl 21.09.1847 13.01.1848
36. Kesmarky Andreas 13.01.1848 14.08.1848
37. Pletikoszits Alexander 8.10.1848 28.11.1848
38. SzaboJohann 28.11.1848 10.12. 1848
39. Matarics Mathias 17.12.1848 31.12.1850
40. Horváth Ignaz 01.01.1851 15.05.1851
41. Hollenech Josef 15.05.1851 01.09.1856
42. Thum Adolf 01.09.1856 23.08.1858
43. Kovacsics Karl 23.09.1858 16.01.1860
44. Kulisics Franz 16.01.1860 25.09.1861
45. Jas/.enovitsjohan 25.09.1861 28.07.1862
46. Gergits Alois (1) 28.07.1862 16.08.1864
47. Th urszky Andreas 26.08.1864 01.12.1866
48. Garay Josef 01.12.1866 20.02.1869
49. Gergits Alois (2) 20.02.1869 16.08.1971
50. Radicsjohan 16.08.1871 11.02.1872
51. Manich Josef 01.07.1872 08.11.1872
52. Meznerich Johann 08.11.1872 06.1873
53. Vidakovics Paul 01.09.1873 09.08.1874
54. Kirschbaum Ludwig 09.08.1874 01.07.1876
55. Csility Valentin 08.1877 12.10.1877
56. P. Bosnyák Theophil 15.12.1877 01.08.1878
57. Firany Josef 01.08.1878 31.03.1879
58. Maison Jakob 01.04.1879 17.08.1879
59. Povischil Richard 17.08.1879 31.07.1881
60. Schauer Franz 01.08.1881 01.07.1882
61. Kanyo Johann 01.08.1882 01.05.1884
62. Pillinger Nikolaus 01.05.1884 25.10.1884
63. Flach Stefan 25.10.1884 01.05.1888
64. Baszier Stefan 01.07.1888 01.11.1889
65. Lucsics Jakob 01.11.1889 01.09.1891
66. Schwerer Franz 01.09.1891 06.10.1892
67. Kelterer Michael 06.10.1892 01.08.1893
68. Török Julius 01.08.1893 01.03.1894
69. Jogicza Stefan 01.03.1894 01.08.1894
70. Grünfelder Anton 01.08.1894 01.07.1895
71. Schwerer Emmerich 01.12.1895 01.08.1896
72. Agatity Balthasar 01.08.1896 25.01.1897
73. Garzsik Ludwig (1) 25.01.1897 10.05.1899
74. Kilbertus Michael 10.05.1899 5.08.1900
73. Garzsik Ludwig (2) 15.08.1900 01.07. 1901
76. Kanyo Julius 01.07.1901 01.11.1902
77. Antalkivics Wilhelm 01.09.1902 01.04.1903
78. Huber Rupert 01.04.1903 01.12.1904
79. Kvanduk Johann 01.12.1904 18.05.1907
80. Diteljan István 18.02.1907 15.04.1908
81. Evetovics Peter 15.04.1908 15.07.1912
82. Berger Anton 15.07.1912 01.08.1913
83. Ivanovics Andreas 01.08.1913 01.07.1914
84. Pokorny George 01.07.1914 08.09.1915
85. Csanyi Stefan 08.09.1915 01.11.1915
86. Bischof Anton 01.11.1915 01.05.1917
87. Varga Josef 22.01.1919 12.02.1920
88. Gyurics Theodor 20.08.1920 01.06.1921
89. Toth Theoder 20.08.1924 01.09.1927
90. Szekulity Stefan (1) 01.09.1927 01.09.1928
91. Farkas Johann 01.09.1928 01.12.1930
92. Czrnkovics Gregor 01.12.1930 25.03.1932
93. Ternay Anton 25.03.1932 01.07.1932
94. Szekulity Stefan (2) 01.07.1932 01.07.1933
95. Nagy Zambo Franz 01.01.1934 23.08.1934
96. Barat Ladislaus 23.08.1934 01.09.1935
97. Korsos Emmerich 01.09.1935 01.08.1937
98. Raffai Alfonz 01.08.1937 05.09.1939
99. Majer Franz 05.09.1939 05.11.1941
100. Bukovity Thomas 15.11.1941 01.08.1942
101. Kovacsev Mark 01.08.1942 14.08.1945
102. Legier Anton 23.03.1945 01.09.1947

 

Friedhofskapelle nach dem Brand im Sommer 1988. Auffallend ist das Fehlen des Kreuzes auf der Turmspitze.

 

10.5 Die Friedhofskapeile

Außer der Pfarrkirche befinden sich noch zwei Gotteshäuser/Kapellen am Ort.

Im Jahre 1900 ließ Michael Gatti die Friedhofskapelie mit einer Grundfläche von 9 x 5 m erbauen. Die Friedhofskapelle bildet auch den Mittelpunkt des Friedhofs. Vom Haupteingang führt ein breiter Weg, an dem links und rechts die Grüfte liegen, zur Kapelle. Die Friedhofskapelle wurde der „Schmerzhaften Muttergottes" geweiht.

Unter der Kapelle befindet sich die Familiengruft der Familie Gatti.

 

 

 

Der Altar der Friedhofskapelle mit der „Schmerzhaften Muttergottes"
Auf Podesten, links vom Altar, die Statue des „Hl. Antonius von Padua", rechts die Statue des „Hl. Franziskus von Assisi" (Gröden/Tirol)

 

10.6 Der Kalvarienberg mit der Kalvarienkapelle

Im fahre 1935 ließ der damalige Seelsorger, Pfarrer Stefan Basler, auf dem Kalvarienberg eine Kapelle zu Ehren der „Rosenkranzkönigin" errichten.

Diese Kapelle hat den Grundriß von 8 x 5 m. Die Baukosten betrugen 4300,— Pengö.

Am Eingang des Kalvarienberges stand zwischen den ersten zwei Stationen eine Ölbergkapelle mit dem Bildnis Jesus auf dem Ölberg; gestiftet 1903 von Franz Heffner und Theresia Keiner.

 

 

 

Die 14 Stationen haben je ein Bild, auf dem die Ereignisse des Kreuzweges dargestellt sind.

1. Station; „Pilatus verurteilt Jesus zum Tode"; gestiftet 1883 von Anton Ribovicz (damaliger Pfarrer).

2. Station; „Jesus nimmt das Kreuz auf sich"; gestiftet von Antun Kubatovits und Maria Milyecski.

3. Station; „Jesus fällt unter dem Kreuze"; gestiftet von Aleksa Zomborcsevits und Manda Kubatovits.

4. Station; „Jesus begegnet seiner lieben Mutter"; gestiftet von Josef Klenanz und Elisabeth Kling.

5. Station; „Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen"; gestiftet von Mato Zomborcsevits und Manda Kubatovits.

6. Station; „Veronika reicht Jesus das Schweißtuch"; gestiftet von Sebastian Mészáros und Eva Bucher.

7. Station; „Jesus fällt zum zweitenmal unter dem Kreuze"; gestiftet von Sebastian Wolfart und Katharina Hiesl.

8. Station; „Jerusalems Töchter beweinen Jesus"; gestiftet von Jaso Karagits und Manda Pestalits.

9. Station; „Jesus fällt das drittemal unter dem Kreuze nieder"; gestiftet von Adam Schofhauser und Theresia Wolfart mit Regina Hauser.

10. Station; „Jesus wird seiner Kleider beraubt"; gestiftet von Josef Keiner und Elisabeth Zuck.

11. Station; „Christus wird ans Kreuz genagelt"; gestiftet von Georg Rutterschmidt und Anna Schofhauser.

12. Station; „Jesus wird am Kreuze erhöht und stirbt"; gestiftet von Anton Heffner und Katharina Wagner.

13. Station; „Der Leichnam Jesu im Schoß Mariens"; gestiftet von Jaso Karagits und Manda Zomborcsevits.

14. Station; „Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt"; gestiftet von Kaspar Keiner und Rosalia Ziegenhagen und Maria Anna Bischof.

Am Ende des Kreuzweges standen noch vor der Kapelle die drei Kreuze. In der Mitte das Kreuz Jesu mit Maria darunter, links und rechts die Kreuze der Schacher.

Wenige Meter vor dem Kreuz Jesu stand die „Pieti" (Maria mit dem gekreuzigten Jesus auf dem Schoß); gestiftet 1905.

Am Ende befand sich die Kapelle. Auf der Schrifttafel über dem Eingang stand: ,,E kápolna Isten nagyobb dicsőségére épitette Bászler István, 1935" (Die Kapelle wurde zum größeren Ruhm Gottes erbaut von Stefan Baszier, 1935). Vom Eingang des Kalvarienberges bis zur Kapelle steigt das Gelände leicht an. Der ganze Kalvarienberg war eingezäunt.

 

 

10.7 Das Kloster

In Gara stand das Kloster der SchuLschwestern von Unserer Lieben Frau, südlich neben der Kirche. Es war eine Niederlassung vom Kloster der Schulschwestern von Kalocsa.

Das Gebäude wurde von Architekt Reimann im Jahre 1930 zum Kloster und zur Schule umgebaut. Der Schulbetrieb begann im Herbst 1930. Im Kloster waren auch zwei Schulklassen und ein Kindergarten untergebracht.

Die Schwestern hatten innerhalb des Klosters, neben den Wohn- und Wirtschaftsräumen, eine eigene Kapelle.

Die Zahl der Schwestern in Gara war nicht groß; sie reichte aber gut zur Aufrechterhaltung des Schul-und Klosterbetriebes.

 

Diese Mariastatue stand im Eingang des Klosters

 

10.8 Kirchliche Institutionen und Organisationen

10.8.1 Kirchenrat und Vertreter-Versammlung

Die Kirchengemeinde hatte, ähnlich der politischen Gemeinde, ihre eigenen Körperschaften, die in kirchlichen Angelegenheiten den Pfarrer unterstützten und berieten. So gab der Kirchenrat als eine dieser Organisationen den Gläubigen in der Gemeinde Gelegenheit, das kirchliche Leben mitzugestalten. Er wurde paritätisch von den zwei Nationalitäten des Ortes gewählt. Aufgabe des Kirchenrats war die Verwaltung sowie die Pflege des kirchlichen Besitzes. Außerdem sprach er noch ein gewichtiges Wort bei der Besetzung der Kantor- und der Lehrerstellen mit. Der Kirchenrat war, entsprechend der Größe der Ortschaft, mit einer Anzahl Kirchenräten und Kirchenvertretern besetzt.

Gara hatte 14 Kirchenräte und 40 Kirchenkörperschaftsvertreter plus jeweils einer entsprechenden Zahl Ersatzmitglieder. So waren in Gara 7 deutsche und 7 bunjewatzische Kirchenräte und 6 Ersatzmitglieder vorhanden. Die Vertreterversammlung hatte 20 deutsche und 20 bunjewatzische Mitglieder sowie 12 Ersatzmitglieder.

Am 25. Juni 1944 wählten die Deutschen in den Kirchenrat als ordentliche Mitglieder: Johann Schmidt (55) Andreas Bischof (108) Peter Gatti (155/56) Peter Gatti (285) Anton Schmidt (523) Mathias Glasenhardt (572) Stefan Keiner (153)

Platz 8 bis 14 nahmen Bunjewatzen ein. Ersatzmitglieder: Josef Eimer (107) Michael Heringer (185) Wendelin Schnaderbeck (411) Platz 4 bis 6: Bunjewatzen. Die 20 Deutschen in der Vertreterversammlung waren:

1. Josef Turi (34)

2. Johann Schmidt (55)

3. Lorenz Wolfart (88)

4. Andreas Bischof (108)

5. Josef Eimer (107)

6. Josef Klenanz (148)

7. Josef Gatti sen. (149)

8. Josef Kling (152)

9. Stefan Keiner (153)

10. Peter Gatti (155/56)

11. Adam Eimer (157)

12. Michael Heringer (185)

13. Peter Gatti (285)

14. Josef Fetzer (307)

15. Stefan Knipf (364)

16. Wendelin Schnaderbeck (411)

17. Stefan Amberg (416)

18. Anton Schmidt (523)

19. Mathias Glasenhardt (572)

20. Wendelin Keiner (8)

Die weiteren 20 Mitglieder waren Bunjewatzen. Ersatzmitglieder der Deutschen:

Josef Eberhardt

Martin Heibili (133)

Johann Matheis (289)

Andreas Rutterschmidt (334)

Johann König (295) Anton Rutterschmidt (317)

Darüberhinaus gab es noch 6 bunjewatzische Ersatzmitglieder.

Der weltliche Kirchenratvorstand bestand aus: Präsident: Josef Gatti sen.

Verwalter bzw. Geschäftsführer: Josef Klenanz Schriftführer: Anton Prißlinger Kassier: Adam Eimer.

Mit dem Kriegsende 1945 änderte sich die Zusammensetzung wie auch die Tätigkeit der weltlichen Kirchenvertretung.

 

10.8.2 „Muttergottes-Mädchen" (auch Marien-Mädchen genannt)

Die Muttergottes-Mädchen hatten die Aufgabe, Prozessionen und festlichen Anlässen sowie großen Festtagen (Ostern, Pfingsten, Weihnachten usw.) einen festlichen Rahmen zu geben. Sie standen während der Messe hinter dem Pfarrer bei der tragbaren Muttergottesstatue.

In Gara gab es sowohl deutsche als auch bunjewatzische Muttergottes-Mädchen. Sie gingen immer gemeinsam und begleiteten die Prozession; vorne die kleinen bzw. jüngsten mit Kerzen in den Händen. Danach kamen Größere, die vier Fahnen und ein Rosenkranzkreuz trugen. Ihnen folgten die Ältesten mit der tragbaren Muttergottesstatue. Die Fahnen und das Rosenkranzkreuz sowie die Muttergottesstatue wurden abwechselnd von den deutschen und bunjewatzischen Muttergottes-Mädchen getragen.

Alle waren in weiße Kleider mit einer hellblauen Schleife über dem Oberkörper gekleidet. Auf dem Kopf trugen sie einen Wachskranz mit Verzierung. Betreut wurden die Muttergottes-Mädchen von Frau Eva Heffner, geb. Müller.

Die Mädchen konnten etwa mit 10 Jahren zu den Muttergottes-Mädchen gehen und blieben meistens bis zu ihrer Heirat dabei.

 

Muttergottes-Mädchen (Mitte der 30er Jahre)

 

10.8.3 Kirchliche Vereine

In Gara gab es dieselben kirchlichen Vereine wie in den umliegenden Gemeinden. Sie wurden zentral über die Pfarrer gesteuert. Leider liegen über die Mitglieder die letzten Zahlen nicht vor. Zu den ältesten dieser kirchlichen Vereine zählte der noch im 19. Jahrhundert gegründete ,,Herz-Jesu-Verein". Er war hauptsächlich bis zum ersten Weltkrieg aktiv und hatte 1942 noch etwa 60 Mitglieder. Der Vereinszweck war die Verehrung Herz-Jesus.

Etwas jünger dürfte der „Altarverein" (Unio Altaris) gewesen sein, der 1931 mit 178 Mitgliedern gegründet wurde. Sein Ziel war, arme Kirchen bzw. Kirchengemeinden bei der Beschaffung von notwendigen Kircheneinrichtungsgegenständen zu unterstützen. Seine Aufgabe war es auch, in der eigenen Kirche die Altäre herzurichten und zu schmücken. 1942 hatte der Verein 116 Mitglieder.

 Hauptsächlich aus weiblichen Mitglieder bestand der um die Jahrhundertwende gegründete „Rosenkranzverein". Ziel des Vereins war die Verehrung der Muttergottes im Rosenkranz. Dies war einer der größten Vereine mit 480 Mitgliedern (1942). Ein überwiegend von den armen Schulschwestern getragener, für Mädchen ins Leben gerufener Verein, war die „Herz-Jesu-Garde", ein weit verbreiteter religiöser Kinderverein. Sein Zweck war, die Kinder zur Herz-Jesu-Verehrung heranzuführen. Die Mitgliederzahl lag 1942 bei 84.

In den Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges wurden mehrere christlich-nationale Vereine gegründet, als Gegengewicht zu den Jugendverbänden des Volksbundes. Nach der Auflösung des Volksbildungsvereins standen dessen ehemalige Mitglieder, die nicht zum Volksbund überwechselten, ohne Organisation und Führung da.

Einer dieser christlich-nationalen Vereine war die Vereinigung der Bauernjünglinge im „Kalor" (Kath. Jünglingsverein; ungarisch: Katolikus Agrárifjuság Legényegyletek Országos Titkárságé). Er hatte 1942 38 Burschen als Mitglieder.

Gleichzeitig gab es für Mädchen die Vereinigung „Kalász" (Ähre) als katholischen Mädchenverein, deren Mitgliederzahl nicht bekannt ist.

Daneben gab es auch noch die Beerdigungsvereine, die gesondert beschrieben sind.

Die deutschen Vorbeterinnen in diesen kirchlichen Vereinen (der Altar-, Rosenkranz- und Herz-Jesu-Verein) waren:

Maria Eimer, geb. Schwemmlein, (39)

Anna Einwiller, geb. Heffner, (252)

Theresia Knipf, geb. Bischof, (562/63)

Eva Heffner, geb. Müller, (243).

 

10.9 Wallfahrtsorte

10.9.1 Wallfahrt nach Mariagyüd (Marjud)

Wenn im Sommer die Ernte eingebracht war und auch die anderen, größeren Arbeiten verrichtet waren, kam die Zeit (nach dem 15. August) für die Wallfahrt nach Mariagyüd.

Schon vorher schrieb der Mesner diejenigen auf, die auf die Wallfahrt mitgehen wollten. Dabei unterschied er die, die mit Pferd und Wagen und die, die zu Fuß gehen wollten.

Der Weg von Gara bis nach Mariagyüd und zurück wurde von den Pilgern normalerweise zu Fuß zurückgelegt. Die Wagen brauchte man für die Verpflegung und die Bekleidung. Wenn es regnete, mußten ja die Kleider gewechselt werden können. Damit alles trocken blieb, wurde über den Wagen mit einem für diesen Zweck angefertigten Gestänge ein Zelt gespannt (das waren die sogenannten „Tschatrawagen"). Auf diesen Wagen konnten auch die Leute, die nicht so gut zu Fuß waren (Kinder und Alte) mitfahren.

 Die Wallfahrt ging von Gara in der Regel Freitag frühmorgens ab. Sie dauerte insgesamt 5 Tage; zwei Tage dauerte der Hinweg, 1 Tag (Sonntag) blieb man in Mariagyüd, und zwei Tage rechnete man für den Rückweg.

Am Tag des Beginns der Wallfahrt trafen sich die Pilger in der Kirche zu einer Messe. Nach der Messe begleitete der Pfarrer, sofern er selbst nicht an der Wallfahrt teilnahm, die Pilger bis zum Dorfende. Die Wagen, die bereits am Vorabend beladen wurden, warteten dort.

Am ersten Tag ging es über die kleine Donau bei Nagybaracska und bei Mohatsch über die große Donau. Die Leute und die Fuhrwerke wurden dort mit einer Fähre übergesetzt.

Während des Weges wurde gebetet und gesungen. Besonders in den Ortschaften, durch die die Pilger zogen, wurden Kirchenlieder gesungen. Es gab immer einen Wallfahrtsführer und ein oder mehrere Vorbeter oder Vorbeterinnen unter den Pilgern. Unterwegs wurde das Mittagessen eingenommen, und am Abend traf man in Nagynyárád ein, wo auch die Nacht verbracht wurde. Für die Wagen wurde gleich Quartier gesucht. Die Wallfahrer gingen in die Kirche zur Andacht. Erst danach wurde zu Abend gegessen und dann geschlafen. In Nagynyárád haben die Einwohner bzw. die Bauern die Wallfahrer in ihren Höfen aufgenommen.

Am nächsten Tag (Samstag) zog man weiter über Villány, Harsány und Siklós nach Mariagyüd. Einige jüngere Männer, die gut zu Fuß waren, gingen einen Umweg über den Harsányer Berg (Teufelsberg) und Stießen danach wieder zur Gruppe. Auf dem Berg hatte man eine wunderbare Fernsicht. Der Harsányer Berg wurde im Volksmund „Teufelsberg" genannt, weil er kahl und aus Basaltgestein war. Er ist ein ehemaliger Vulkan, der schon sehr lange erloschen ist. Das Basaltgestein wurde abgebaut und die Steine für den Straßenbau verwendet.

 

Der Prozessionszug unterwegs nach ,,Marjud"

 

Der Prozessionstag in ,,Marjud"

 

Pilgergruppe vor der Gnadenkirche

 

Am Samstag nachmittag trafen die Wallfahrer in Mariagyüd ein. Hier mußten sich wieder alle eine Unterkunft suchen. Man wusch sich den Staub ab und kleidete sich um für den anschließend in der Gnadenkirche abgehaltenen abendlichen Vespergottesdienst. Neben der Gnadenkirche befand sich ein Anbau, in dem Beichtstühle aufgestellt waren. Dort konnten die Pilger in allen Sprachen der Umgebung beichten. Danach ging es zum Abendessen, und dann begab man sich zur Ruhe.

Am Sonntagmorgen konnten noch diejenigen beichten, die am Samstag nicht dazu kamen. Dann fand ein festlicher Gottesdienst in der Gnadenkirche oder auch bei gutem Wetter im Freien, unterhalb des Kalvarienberges, statt.

Es war jetzt die Zeit für die Pilger gekommen, ihre kleineren oder größeren Gelübde und Versprechungen, die über das Jahr gemacht worden waren, einzulösen. Die Gelübde bestanden z. B. aus Kerzenopfern in der Kirche am Gnadenaltar, Fasten während der Wallfahrt bei Brot und Wasser. Manche Pilger rutschten auf Knien in die Gnadenkirche und baten die Muttergottes um ihren Segen für Haus und Hof.

 

Freialtar

 

 

Nach der Heiligen Messe gingen alle zum Mittagessen. Wer noch kein Geschenk für seine Lieben daheim besorgen konnte, ging jetzt schnell etwas kaufen, um es auch noch weihen lassen zu können. Als „Mitbringsel" wurden hauptsächlich Rosenkränze, Kerzen, Wachsstöcke, Heiligenbilder, Medaillons usw. erworben. Außer den religiösen Geschenken waren daheim auch andere „Mitbringsel" wie Lebkuchen, Mariagyüder Stöcke (farbig eingewickelte und verzierte Stöcke), Taschenmesser und andere Dinge begehrt.

Am Nachmittag, wenn es nicht mehr so heiß war, nahmen die Wallfahrer an einer Kreuzwegandacht mit Predigt am Kalvarienberg teil. Am Abend nochmal an einem Vespergottesdienst. Da am nächsten Tag die Reise wieder zurückging, mußten alle bald schlafen gehen.

Am Montagmorgen mußte wieder alles verpackt und auf die Wagen verladen werden, dann nach dem Abschiedsgottesdienst, bei dem der Gottesmutter gedankt und sie um Hilfe angefleht wurde, ging es wieder in Richtung Heimat los.

Es wurde am Montagabend wieder in Nagynyarad übernachtet. Am Abend war eine Danksagung in der Kirche.

Am Dienstag ging es ein wenig früher auf den Weg, denn die Wallfahrerprozession sollte im Hellen in Gara einziehen. In der Regel trafen die Prozessionen am Nachmittag am Ortsrand ein. Dort wurde sie schon vom Pfarrer und vielen anderen erwartet. Beim Einzug ins Dorf waren die Wagen und die Pferde mit Blumen und Grün geschmückt. Unter den Wartenden sah man überwiegend die Angehörigen und vor allem die Kinder, die auf ein Geschenk hofften. Sie wurden selbstverständlich auch nicht enttäuscht. Jeder bekam etwas.

Gemeinsam mit dem Pfarrer und den Ministranten zogen dann alle ins Dorf und hielten eine Abschlußandacht in der Kirche. Nach der Andacht gingen alle müde, aber frohen Herzens, nach Hause. Die meisten Gemeinden hatten bereits eine feste Zeit im Jahr, in der sie ihre Wallfahrt nach Mariagyüd durchführten. Mariagyüd war eine kleine Gemeinde mit der kleinen Gnadenkirche, die keine große Wallfahrten mit einer großen Menschenmenge verkraften konnte.

 

10.9.2 Wallfahrt zum Bründl in Mariakönnye

Am 8. September (Mariageburt) ging es zum Bründl. Diese Wallfahrt dauerte nur einen Tag, denn das Bründl bei Mariakönnye war nicht weit, so daß man sogar zu Fuß gut in einem Tag hin- und zurückgehen und dort noch an den kirchlichen Feierlichkeiten teilnehmen konnte. Trotzdem fuhren die meisten mit Pferd und leichtem Wagen (Landauer), dem sogenannten „Federwagen".

Am Bründl war am Vormittag eine Heilige Messe für die Wallfahrer und am Nachmittag ein Vespergottesdienst.

Da zum Bründl am 8. September viele Gläubige aus den benachbarten Ortschaften kamen, gab es bei der Gnadenkapelle einen großen Andrang, denn jeder wollte zum Gnadenbild, um dort sein Dank- oder Fürbittgebet zu verrichten.

 

Die Wallfahrtskirche von Mariazell

 

10.9.3 Wallfahrt nach Mariazell

Außer den bereits beschriebenen Wallfahrten ging jedes Jahr eine Wallfahrt nach Mariazell. Diese wurde vom Volksbildungsverein landesweit organisiert. Die Pilger sammelten sich in Budapest, von wo aus die Wallfahrt per Schiff begann.

Je nach Planung fuhr man nach Wien oder nach Maria Taferl. Anschließend ging es mit der Bahn oder dem Bus weiter.

Diese Wallfahrt dauerte lange und war verhältnismäßig teuer. Da für die Fahrt über eine Woche und für die Übernachtungen Zeit und Geld vorhanden sein mußte, gingen von Gara in der Regel auch nur wenige Personen mit.

Es gab aber auch Ausnahmen, zum Beispiel 1929, als mehrere Leute und die Blasmusikkapelle mitfuhren.

 

Der Gnadenaltar von Mariazell

 

Mariazell-Wallfabrer (1929) mit Pfarrer und Kantor Anton Prißlinger und der Blasmusikkapelle von Gara

 

Die Wallfahrtskirche von der Haupttreppe aus gesehen

 

Schwester Maria Sigismunda (Katharina Hauser) in der Ordenstracht der Schulschwestern

 

10.10 Meßgesänge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.11 Gebete

 

Kindergebete

 

Morgengebet

 

O Gott, Du hast in dieser Nacht

so väterlich für mich gewacht.

Ich lob und preise Dich dafür

und dank für alles Gute Dir.

 

O Engel Gottes steh mir bei,

und halte mich von Sünden frei.

An diesem Tag, ich bitte Dich,

erleuchte, schütze und leite mich.

 

Bewahr mich auch an diesem Tag

vor Sünde, Tod und jeder Plag,

und was ich denke, red und tu,

das segne bester Vater Du.

 

Maria bitt an Gottes Thron

für mich bei Jesus, Deinem Sohn,

der hochgelobt sei alle Zeit

von nun an bis in Ewigkeit!

Amen.

 

Morgengebet

Mit Gott fang ich an, mit Gott hör ich auf, das ist der schönste Lebenslauf.

 

Abendgebet

Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Augen zu.

Vater, laß die Augen Dein über meinem Bette sein.

Hab ich unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht

an. Dein Gnad, Jesus Blut, machen allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhen in Deiner Hand.

Alle Menschen, groß und klein, sollen Dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu.

Amen.

 

Tischgebet

Vor Tisch

O Gott, von dem wir alles haben,

wir preisen Dich für deine Gaben.

Du speisest uns, wie Du uns liebst.

O segne auch, was Du uns gibst.

Amen.

 

Nach Tisch

Wir danken Dir, Herr Jesus Christ,

daß Du unser Gast gewesen bist.

Errette uns aus aller Not.

Du bist das wahre Lebensbrot.

Amen

 

In Gottes Namen schlafen gangen.

Vierzehn Schutzengel mit mir gangen,

zwei zu Kopf, zwei zu Fuß,

zwei zur Rechten, zwei zur Linken,

zwei mich decken, zwei mich wecken,

zwei mich führen, in den himmlischen Paradiesgarten.

Amen.

 

Bevor ich mich zur Ruh begeb zu Dir, o Gott, mein

Herz ich heb und sage Dank für jede Gabe, die ich von Dir empfangen habe.

Und hab ich heut mißfallen Dir, so bitt ich Dich, verzeih es mir.

Dann schließ ich froh die Augen zu, es wacht ein Engel, wenn ich ruh.

Maria, liebste Mutter mein, o laß mich Dir empfohlen sein.

Dein Kreuz, o Jesus, schütze mich vor allem Bösen gnädiglich.

In Deine Wunden schließ mich ein, dann schlaf ich sicher, keusch und rein.

Amen.

 

Abendgebet

Himmelsvater, gute Nacht,

hab' mein Tagewerk vollbracht.

Müde Augen, müde Glieder,

leg mich still in Schlummer nieder.

Falte fromm die kleinen Hände,

daß mein Herz zu Dir sich wende.

Nimm mich treu in Deine Hut,

segne mich und mach mich gut,

daß ich Deinen Engeln gleich,

wachse für das Himmelreich,

daß ich blüh im Unschuldsglanz,

wie der Sterne lichter Glanz.

Segne auch den Himmel mein,

immer nur Dein Kind zu sein.

Ob mir gut, ob Leid beschieden,

und ich schlaf in Deinem Frieden,

bis der neue Tag erwacht,

Himmelsvater, gute Nacht.

 

Maria Gatti

Das Kind vor dem Tabernakel

Lieber Heiland, Du bist hier, meine Mutter sagte mir,

wo die kleine Lampe brennt, wohnt der Herr im

Sakrament. Du warst Kindern immer gut, darum

grüß' ich Dich voll Mut und will alles, alles sagen,

was ich hört die Mutter klagen. Ach, sie hegt so

krank danieder, kann bewegen kaum die Glieder,

heute kam der Arzt und spricht: „Das ist bitterböse

Gicht. Hier brauch ich nicht mehr zu weilen, Gott

nur kann es wieder heilen". Als ich dieses Wort

vernommen, bin ich schnell hierher gekommen. Hilf

mir, Herr, zu dieser Stund', mach die Mutter doch

gesund. Dann will ich Dir danken, nie mehr lügen,

nie mehr zanken, leben ganz nach Deiner Lehre, alles

tun zu Deiner Ehre. Herr jetzt bin ich frei von

Sorgen, mit der Mutter komm' ich morgen.

Als der andere Tag gekommen, knieen fürwahr vor

Gott die Frommen, und wie danken da die beiden,

lang und innig, eh sie scheiden.

 

Gebet zum Heiligen Josef

Zu Dir, oh heiliger Josef, fliehen wir in unserer Not; nachdem wir Deine heiligste Braut um Hilfe angefleht haben, bitten wir auch voll Vertrauen um Deinen Schutz. Um der Liebe willen, welche Dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesgebärerin verband, und um der väterlichen Liebe willen, mit der Du das Jesukind umarmt hast, bitten wir Dich flehentlich, Du wolltest das Erbe, welches Jesus Christus mit seinem Blute erkauft hat, gnädig ansehen und unserer Not mit Deiner Macht zur Hilfe kommen.

Oh fürsorglicher Beschützer der heiligen Familie, wache über die auserwählte Nachkommenschaft Jesu Christi, halte fern von uns, oh geliebter Vater, jede Ansteckung des Irrtums und der Verderbnis, stehe uns vom Himmel aus gnädig bei, oh unser starker Beschützer im Kampfe mit den Mächten der Finsternis, und wie Du ehedem das Jesukind aus der höchsten Lebensgefahr errettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen alle Nachstellungen der Feinde und nimm uns alle unter Deinen beständigen Schutz, damit wir nach Deinem Beispiele und mit Deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und im Himmel die ewige Seligkeit erlangen mögen, Amen.

 

Gebet für die Eltern

Gott, Vater im Himmel, laß Dir meine Eltern empfohlen sein. Du selbst hast es mir geboten und durch das Beispiel Deines lieben Sohnes gezeigt, daß ich meine Eltern ehren soll. Flöße vor allem mir Ehrfurcht gegen sie ein, und mache mich gehorsam und liebreich gegen sie, vergilt ihnen alles gute, was sie an mir getan, da ich nicht imstande bin, es ihnen zu vergelten.

Belohne alle Mühen und Sorgen, welche sie auf mich verwandten, schenke ihnen Glück in ihren Unternehmungen, Trost in allen Widerwärtigkeiten und Leiden. Behüte sie vor Unglück und vor den Nachstellungen ihrer Feinde, vor Schande und jeglichem Übel des Leibes und der Seele. Laß sie in der Tugend stets zunehmen und endlich zu Deiner Anschauung gelangen. Mich aber, oh Gott, laß stets die Freude meiner Eltern sein, damit Dein Segen, um welchen sie Dich so oft anflehen, über mir bleibe. Herr, segne meine Eltern, leite und führe sie durch dieses Leben zum Lohne der ewigen Seligkeit, Amen.

In stiller Abendstunde, Herz Jesu denk ich Dein, in Deine heiligen Wunden schließ diese Nacht mich ein, und hab ich heute durch Sünden betrübt mein höchstes Gut, so schenke Deinem Kinde Verzeihung durch Dein Blut. Herz Jesu, eine Bitte, nur eins verlang ich hier, in Deines Herzens Mitte, gib auch ein Plätzchen mir, und wenn die Augen brechen, verschwindt der Erdenschein, will ich noch sterbend sprechen, Herz Jesu, ich bin Dein.

 

10.12 Statuen und Kreuze im Ort und um den Ort

 

Kreuz am Drei-Hotterhaufen (Hügel)

 

1. Kreuz am ,,Drei-Hotterhaufen (Hügel)". Am Hercegszantoer Feldweg vor der Brücke

2. Kreuz nach Gara in Richtung ]uritsch, links an der Straße

3. Kreuz am Ortsrand, gegenüber der Kaserne; gestiftet 1906 von Andreas Krammel und Margarethe Hettrich

 

 

4. Muttergottes-Statue mit dem Jesuskind am ,,Bründl"

5. Kreuz in der Großgasse vor dem ,,Bründl"

 

 

6. Kreuz in der Großgasse vor dem Haus des Michael Gatti; gestiftet von Michael Gatti und Veronika Mészáros

7. Kreuz in der Großgasse vor dem Haus des Peter Turi; gestiftet 1904 von Anton Turi und Ehefrau Anna

 

 

8. Kreuz links an der Borsoder Straße am Ortsrand; gestiftet 1858 von Sebastian Turi

9. Kreuz links an der Borsoder Straße vor dem Sallasch Bischof; gestiftet von Stefan Bischof

11. Kreuz am Eingang der Gernreichgasse (schräg gegenüber vom Mozi/Kino); gestiftet 1902 von Jakob Zorn und Elisabeth Eimer

 

 

10. Kreuz in der Bahnhofsgasse, Ecke Neugasse, vor dem Haus des Jakob Rettig; gestiftet von Jakob Rettig

12. Kreuz bei den Alten Weingärten am Ortsausgang links; gestiftet 1930 von Thomas Höger und Gisela Henerari

13. Kreuz bei der Kreuzung der Raizen/Razengasse und der Unteren Kreuzgasse

14. Kreuz an der Ecke der Bahnhofgasse und Razengasse (Raizengasse); gestiftet 1847

15. Statue des heiligen Florian in der Großgasse., an der Ecke beim Gemeindehaus (Rathaus)

16. Kreuz in der Großgasse vor dem Haus der Striegl Resbas (Haus-Nr. 137); gestiftet von Andreas Heibili und Maria Gatti

 

 

17. Der Kalvarienberg mit den Stationen und der Kapelle

18. Kreuz links vor dem Kalvarienberg; gestiftet 1914 von Johann Klenanz und Theresia Keiner

 

 

19. Kreuz rechts an der Straße nach Vaskut/Baja, kurz nach dem Ortsende; gestiftet 1804 von Johann Glaser

20. Kreuz links an der Straße nach Csatalja, rund zwei km von Gara; gestiftet von Johann Gatti

21. Kreuz an der Kreuzung Deutschgasse-Kepernetzärmel; gestiftet von Stefan Mayer und Eva Keiner sowie Stefan Keiner und Gertraud Kling

22. Kreuz in der Deutschgasse gegenüber dem Gemein dehausgässl

23. Kreuz neben dem Pfarrhaus, im Kirchengarten; gestiftet 1912 von Johann Trank und Barbara Kling

24. Dreifaltigkeitssäule im Kirchengarten; gestiftet 1872 von Johann und Eva Einwiller sowie Franz Halter und Anna Maria geb. Wittmann

25. Muttergottes-Statue, im Kirchengarten; gestiftet 1889 von Maria Sibalin und Stanka Raits

26. Kreuz links vor der Kirche; gestiftet 1915 (Eimer/ Sikiger)

27. Kreuz vor dem Kloster; gestiftet 1869 von Michael Knipf und Anna Maria Knipf

28. Das Kriegerdenkmal im Kirchengarten; errichtet nach dem 1. Weltkrieg (1923 von Hybl); erweitert im Juni 1990 mit den Namen der Toten des 2. Weltkrieges

 

 

 

   
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