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19. Ethnographie

 

19.1 Gebräuche in Gara

19.1.1 Gebräuche im Zusammenhang mit den kirchlichen Feiertagen

Neujahr

Silvester und Neujahr waren für die kleinen Kinder sehr aufregend. Nicht nur wegen der Silvesternacht, sondern weil jedes Kind in der Früh erster sein wollte, um den Eltern und Großeltern ein gutes Neujahr zu wünschen. Die große ,,Glückwunschtour" der Kinder begann danach. Es wurden alle Verwandten, Bekannten und Nachbarn aufgesucht, um ihnen alles Gute zum neuen Jahr zu wünschen. Dafür erhielten die Kinder etwas Geld, mit dem sie sich ihre kleinen Wünsche erfüllen konnten. Selbstverständlich besuchten die Kinder dann auch die feierliche Neujahrsmesse.

Neujahrswünsche

Ich winsch Eich a klikliches nei's Johr, langes Lewa, Gsundheit, Frieda und Anichkeit. Ich winsch Eich noch danewa lauter Klik und Sega. A Stall voll Hörnr, a Boda voll Kernr, a Keller voll Wei, do kann Herr und Frau recht luschtig sei. Ich bin a klanr König, gebt mr net so wenich. Lost mich net so lang do steh, ich will um a Häusl weitr geh.

Ich wünsch Euch ein glückliches neues Jahr, ein langes Leben, Gesundheit, Frieden und Einigkeit. Das neugeborene Jesulein, wünsch ich in Euer Herz hinein.

Heilig Dreikönig

In der Messe wurden das Wasser, der Weihrauch und die Kreide geweiht. Mit der Kreide wurde auf die Türen die Jahreszahl und die Buchstaben K-M-B geschrieben.

Dies war der Tag der Sternsinger. Sie zogen als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus, sangen und überbrachten ihre guten Wünsche. Für ihre Mühe belohnte man sie mit etwas Geld und Kuchen. Den Sonntag drauf fand die erste Tanzveranstaltung des Jahres für die Jugend statt.

Zu Heilig Drei König wurde gesungen:

Die heilig drei Kenich mit ihrem Stern,

sie komma daher in aller G'fahr,

sie komma daher bei Rege, bei Wind

und sucha das neigeborene Kind.

Sie komma vor Herodes sain Haus,

Herodes schaut zum Fenster hinaus.

Herodes fragt in seim Sinn:

Wo seid ihr gewesen, wo wollt ihr hin?

Da saga sie: nach Bethlehem, wo

das kleine Jesu Kindlein g'bora is wora.

 

A klanas Kind, a großer Herr,

der Himmel und Erde g'schaffa hat.

Jetzt falla alle drei auf ihr Knie,

der liwa Muttergottes das Opfer übergeben.

Mariä Lichtmeß (2. Februar)

In der Kirche wurden dann die Kerzen geweiht und der Blasiussegen erteilt. Die geweihten Kerzen zündete man später bei Gewitter an und betete, um das Haus vor Unheil zu bewahren. In dieser Zeit fanden schon die ersten „Bälle" statt, und zwar in der Regel die sog. Spinnenbälle. Die Frauen gingen dabei zu Verwandten und Bekannten und unterhielten sich dort bei Kuchen und frisch Geschlachtetem. Es folgten der Jägerball, der Lumpenball usw.

Maria Lichtmeß war auch der Zeitpunkt, wo die „Sallaschleute" ihre Anstellungen wechselten. Bei den Knechten und Mägden war dieser Wechsel verhältnismäßig einfach, denn sie mußten nur ihre Kleider und sonstigen Habseligkeiten von einer Stelle zur anderen bringen. Etwas umständlicher und aufwendiger war der Umzug bei den „Sallaschleuten". Sie mußten mit der ganzen Familie und mit ihrem ganzen Hab und Gut umziehen.

In der Regel war es so, daß der neue Herr bzw. Bauer sie mit einem Fuhrwerk abholte, was je nach der Entfernung und Menge des Umzugsgutes länger dauern konnte. Zu dieser Jahreszeit lag meistens Schnee, so daß die Sallaschleute mit einem oder zwei Schlitten abgeholt wurden.

Zu Lichtmeß gab es auch einen Spruch: „Lichtmeß-Spinnen vergeß und bei Taglicht Nacht eß".

Fasching

In der Vorfaschingszeit suchten die Mädchen die Schneiderinnen auf, denn zu Fasching bekamen sie alle neue Kleider. Da jede ein schöneres Kleid als die andere haben wollte, wurde für dieses Kleid recht viel Geld ausgegeben.

Faschingsumzüge gab es keine, dafür in allen Gasthäusern Tanzveranstaltungen. Sie begannen bereits am Faschings-Sonntagnachmittag. Zu diesem Tanz kamen nicht nur die Mädchen und die Burschen, sondern auch eine große Zahl Zuschauer, hauptsächlich die Mütter.

Die Zuschauer saßen entlang der Wand des Tanzsaales in einer oder zwei Reihen. Sie mußten ja alles gut beobachten können, und ihnen durfte nichts entgehen. Besonders wichtig war dabei, welcher Bursche welches Mädchen zum ersten Tanz aufforderte, denn es konnte ja bei denen zu einer baldigen Hochzeit kommen.

Am Rosenmontag ging der Tanz jeweils bis in den frühen Morgen (bis 5 Uhr); am Dienstag endete er bereits um 11 Uhr abends.

Am Aschermittwoch traf man sich nochmal, um seine Zeche zu bezahlen, und dabei ging es manchmal noch recht lustig zu, d. h. eigentlich nicht dem Aschermittwoch entsprechend.

Im Ballsaal standen vor den an der Wand sitzenden Müttern und Zuschauern die Mädchen und warteten, daß sie von den Burschen zum Tanz aufgefordert wurden. Es war für ein Mädchen peinlich, wenn es nicht aufgefordert wurde und stehen blieb. Die Burschen saßen im Nebenzimmer.

Zum Beginn des Tanzes, sobald der erste Ton zu hören war, stürmten die Burschen zur Verbindungstür in den Saal, um das Mädchen zu bekommen, das sie wollten. Jeder, der säumte, mußte nehmen, was blieb oder ging leer aus.

Wurde damals moderne Tanzmusik wie Tango oder Slowfox gespielt, rannten die meisten Burschen wieder so schnell aus dem Tanzsaal, wie sie reinkamen, denn diese Tänze waren bei den bäuerlichen Burschen nicht so beliebt.

Fastenzeit

Am Aschermittwoch ging man in die Kirche zur Messe und empfing das Aschenkreuz. Der Aschermittwoch war ein besonders strenger Fastentag, an dem kein Fleisch gegessen werden durfte. Die Fastenzeit mit ihren Fastengeboten wurde eingehalten. Zu dieser Zeit fanden weder Lustbarkeiten noch Tanzveranstaltungen und auch keine Hochzeiten statt.

Palmsonntag

Am Palmsonntag wurde in der Messe zum erstenmal die Passion vom Leiden Christi gesungen. Dann war auch die Palmweihe. Da keine Palmen vorhanden waren, wurden an ihrer Stelle Palmkätzchen genommen. Die geweihten Zweige nahm man mit nach Hause und brachte sie im Haus und an den Ställen an, um Gottes Segen zu erbitten.

Ostern

Am Gründonnerstag, und zwar nach der Frühmesse, verstummten die Glocken für zwei Tage. Anstelle der Glocken wurden Ratschen eingesetzt. Es gab eine große auf dem Kirchturm, die die Glocken und einige kleine, die in der Kirche die Altarklingel ersetzten. Am Gründonnerstagnachmittag wurde mit ihnen zur Kirche bzw. zum Nachmittags-Gottesdienst gerufen. Am Karfreitag sang man in der Kirche erneut die Passion vom Leiden Christi. Es ging auch eine Prozession von der Kirche zum Kalvarienberg, wo die Kreuzwegandacht gehalten wurde. Auf dem Weg wurden Fastenlieder gesungen und der Rosenkranz gebetet.

Bei der Messe am Karsamstag, beim Gloria, erklangen die Glocken wieder. Beim Läuten der Glocken mußten die Kinder in den Hausgärten die Obstbäume schütteln, damit es viel Obst geben sollte. Ab Karfreitagnachmittag standen die Soldaten Wache am Heiligen Grab bis zu Beginn der Auferstehungsfesthehkeiten.

Am Karsamstag (6 Uhr) wurde die Auferstehung bzw. die   Auferstehungsfeier   mit   der   feierlichen Prozession begangen. Daran nahmen die Schulkind« , die „Levente" und das Militär geschlossen teil.

 Die Auferstehungsprozession führte bei gutem Wetter von der Kirche in südlicher Richtung, vorbei an ge schmückten Gebäuden mit brennenden Kerzen in den Fenstern, bis zu den Häusern von Gugan/Pestalits (231/230). Dort wechselte die Prozession über die Straße zum Haus von Peter Turi (162/63) und ging von da ab in nördlicher Richtung bis zum Haus von Adam Eimer (157). Hier wurde die Straße erneut überquert und führte unmittelbar in die Kirche zurück, wo die Schlußliturgie stattfand. Bei schlechtem Wetter ging die Prozession nur um die Kirche. Bei Regen wurde die Auferstehungsfestlichkeit in der Kirche abgehalten.

Bei der Prozession wurde die tragbare „Mutter-Gottes-Statue" von deutschen und bunjewatzischen Muttergottesmädchen getragen.

Nach der „Auferstehung" (Prozession) stellten die Kinder ihre Nester für den Osterhasen auf und hofften, daß der Osterhase recht viel in das Nest legte.

„Hugo" (1. April)

Nach einem alten Brauch sollte man an Hugo nach den Weingärten sehen. In der Regel begann um diese Zeit die Arbeit in den Weingärten. Sofern die Witterung es erlaubte, wurde „aufgedeckt" und die Reben geschnitten. Bei Frost sollte keine Rebe geschnitten werden.

„Markus" (25. April)

Es folgten Bittage. Am Montag, Dienstag und am Mittwoch gingen die Prozessionen von der Kirche zu den Feldkreuzen zur „Fruchtweihe" (Weizen). An der Prozession nahmen neben den Erwachsenen auch die Schulkinder teil.

1. Mai

Zum 1. Mai wurden vor den Gastwirtschaften, in denen es „Jugendtanz" gab, Maibäume aufgestellt. Jeden zweiten Sonntag im Mai war Tanz für die Jugend. In der Kirche fand jeden Abend eine Maiandacht statt. Die Feldarbeiten waren schon in vollem Gange.

Pfingsten

Das Pfingstfest wurde als eines der größten Feste mit einem Umzug um die Kirche begangen. Pfingstbräuche, wie in vielen anderen Orten, gab es in Gara nicht.

Fronleichnam

An Fronleichnam ging die Prozession zu den vier Altären bzw. Kapellen. Vom Äußerlichen her war dies eines der schönsten und prunkvollsten Feste. Der Weg zu den vier Altären war mit frischem Gras und Blumen bestreut, die Altäre schön geschmückt, einer schöner als der andere. Dabei versuchte jeder, seinen Altar so schön wie möglich zu gestalten.

 Da die Gemeinde etwa zur Hälfte aus Deutschen und Bunjewatzen bestand, waren zwei Altäre in bunjewatzischen und zwei in deutschen Häusern aufgestellt. Die Prozession ging von der Kirche zunächst zum Haus „Zomborcsevits", wo der erste Altar stand. Dann über die Straße zum Haus „Dujmov", zum zweiten bunjewatzischen Altar. Von dort führte die Prozession zum Haus von Josef Schön, zum dritten Altar. Dann wurde die Straße überquert und es ging zum Haus von Adam Gegner (vormals Turi). Hier stand der vierte bzw. der zweite deutsche Altar. Anschließend ging die Prozession zurück in die Kirche.

 

Franz Heffner und Eva Heffner, geb. Müller

An der Prozession nahmen, ähnlich wie bei der Auferstehungsprozession, die Gemeindehonoratioren wie Richter (Bürgermeister), Notar, die Geschworenen (die auch den Baldachin trugen) teil. Selbstverständlich, daß die Schulkinder und die „Levente" geschlossen an der Prozession teilnahmen.

Die Altäre wurden in erster Linie von den Eigentümern der Häuser geschmückt, in denen die Altäre standen. Selbstverständlich halfen die Nachbarinnen beim Schmücken.

In jedem Haus flochten die Frauen Blumenkränze und brachten sie zu den Altären, damit sie dort gesegnet wurden. Nach dem Umzug nahm man die Kränze wieder nach Hause und bewahrte sie bis ins nächste Jahr auf. Das Fronleichnamfest war, besonders bei gutem Wetter, das schönste Kirchenfest.

Heilige Erstkommunion

Mit sieben oder acht Jahren wurden die Kinder zur ersten Hl. Kommunion geführt. Nach einer gründlichen Vorbereitung in der Schule, durch Pfarrer oder Kaplan und Lehrer/in war es dann am Weißen Sonntag soweit.

Die Kinder trafen sich in der Klosterschule und gingen unter der Führung der Klosterschwestern und des Lehrers in die Kirche, wo sie in einer festlich gefeierten Messe die Heilige Erstkommunion empfingen.

Nach der Kirche bzw. Messe ging es in den Turnsaal der „Stockhohen Schule" (Hl. Emmerich-Schule). Dort erhielt jeder zur Erinnerung an die Hl. Erstkommunion ein mit seinem Namen versehenes Bild, von da ging es nach Hause, wo ein festliches Mahl wartete.

 

Erstkommunion 1943 mit Kaplan Marko Kovacsev

 

Die Zwillinge Eva und Adam Rutterschmidt bei der Erstkommunion

 

Anna Heffner bei der Erstkommunion

 

Erstkommunion (1943) mit Kaplan Marko Kovacsev

 

Firmung

In einem zeitlichen Abstand von vier Jahren war in Gara Firmung. Die Firmung wurde festlich begangen. In der Regel gingen die Kinder mit zehn/elf Jahren zur Firmung. Ab und zu waren auch ältere Personen, die aus verschiedenen Gründen früher nicht gefirmt wurden, dabei.

Da der Erzbischof von Kalocsa nur alle vier Jahre zur Firmung nach Gara kam, wurde ihm ein feierlicher Empfang bereitet.

Die Vorbereitungen zum Empfang des Erzbischofs begannen schon zwei bis drei Tage vorher. Der Kirchenvorplatz und der Kircheneingang wurde mit Blumengirlanden geschmückt. Über dem Eingang der Kirche brachte man eine Tafel mit der Aufschrift ,,Herzlich willkommen" an.

Die Bauern schmückten ihre Kaleschen oder Federwagen (Landauer) mit Blumengirlanden. Die Reiter ihre Pferde mit Blumen. Kaleschen und Reiter empfingen den Erzbischof schon an der Gemarkungsgrenze.

Zum Einzug des Erzbischofs versammelten sich immer viele Menschen. Der Erzbischof und seine Begleitung trafen in der Regel am Nachmittag in Gara ein.

Die eigentliche Begrüßung fand schon am Dorfeingang statt. Von hier wurde der Erzbischof in einer Prozession mit Musik und unter Glockengeläute in die Kirche begleitet. Anschließend fand eine kleine Andacht statt. Danach ging der Erzbischof ins Pfarrhaus, wo er und seine Begleitung den Abend und die Nacht verbrachten.

Am nächsten Tag war dann die eigentliche Firmungsfestlichkeit. Die festliche Zeremonie und die Bischofsmesse begannen um 10 Uhr.

Die Firmlinge standen mit ihren Firmpaten rechts und links im Mittelgang der Kirche.

Wenn der Erzbischof die Messe zelebriert hatte, teilte er die Firmung aus. Die Firmungszeremonie

dauerte je nach der Anzahl der Firmlinge bis 12 Uhr oder auch länger.

Nach der Firmung wurden die Firmlinge vom Erzbischof und den Gläubigen aus der Kirche geleitet. Die Firmlinge bekamen vom Erzbischof zur Erinnerung an die Firmung ein „Heiligenbild".

Die Firmlinge gingen mit ihren Firmpaten nach der Firmung in deren Haus, wo es ein Festmahl gab.

 

Andreas Keiner bei der Erstkommunion

 

Von ihren Firmpaten erhielten die Firmlinge auch ein Geschenk, die Burschen meistens eine Uhr, die Mädchen Ohrringe oder eine Halskette.

Am Nachmittag versammelte sich die Gemeinde mit den Firmlingen in der Kirche. Hier feierte man mit dem Erzbischof gemeinsam eine Abschiedsandacht. Danach verabschiedete sich der Bischof von der Gemeinde und fuhr weiter in die nächste Ortschaft, um auch dort die Firmung zu spenden.

Kirchweih (Kerwei)

In Gara war zweimal im Jahr Kirchweih. Die Deutschen feierten ihre Kirchweih am Sonntag nach ,,Hl. Ladislaus", dem Kirchenpatron von Gara. Der Heilige Ladislaus I war König von Ungarn. Die zweite Kirchweih war die bunjewatzische Kirchweih. Sie wurde am Sonntag nach Lukas, im Oktober abgehalten.

In Gara wurden beide Kirchweihen von allen Nationalitäten gemeinsam gefeiert.

Die Kirchweih war das größte Dorffest schlechthin. Zur Kirchweih kamen viele auswärtige Gäste, oft auch die Verwandten, die in anderen Gemeinden wohnten.

Schon zeitig am Morgen, einige kamen auch schon am Vortage, fuhren am Kirchweihtag die Kaleschen und Federwagen, herausgeputzt und von den schönsten Pferden gezogen, ins Dorf.

Das Fest verlangte aber auch eine dementsprechende Vorbereitung. Diese belastete besonders die Hausfrau. Sie mußte schon Tage vorher Kuchen backen und alle Vorbereitungen treffen, damit an Kirchweih alles glatt über die Bühne ging. In vielen Häusern gab es an keinem anderen Tag im Jahr soviele Leute zu verköstigen; und keine Hausfrau wollte vor der Verwandtschaft schlecht dastehen.

In der Woche vor Kirchweih wurde bereits ein Ringelspiel (Karussell), eine Schiffschaukel und Schießbuden aufgestellt. Dazu kamen noch am Kirchweihtag eine größere Zahl von Ständen mit Süßigkeiten und sonstigen Schleckereien. Natürlich durften die Stände mit Spielzeug und Andenken nicht fehlen. Es gab wahrscheinlich kein Kind, das an Kirchweih leer ausging. Es gab mindestens Süßigkeiten, und Ringelspiel (Karussell) fahren durfte man auch. Hatte manches Kind kein Geld mehr in der Tasche, so haben die Burschen das Ringelspiel bei drei oder vier Fahrten geschoben, um dann eine freie Fahrt zu bekommen. Die damaligen Ringelspiele hatten noch keinen Antriebsmotor, und sie mußten mit Menschenkraft angetrieben werden.

Zur Kirchweih kamen nur die besten Sachen auf den Tisch. So gab es Hühner- oder Rindssuppe. Das darin gekochte Fleisch wurde mit einer süßen Soße oder, nach Wunsch, auch mit Meerrettichsoße serviert. Es folgten die verschiedensten Braten mit vielerlei Zutaten oder Kompott. Natürlich durften Torten und sonstige kleine Gebäcke nicht fehlen. Zu all dem servierte der Hausherr seinen eigenen besten Wein. Die Kinder tranken reichliche Kracherl (Limonade). Für die Jugend gab es schon am Vorabend, am Kirchweihsonntag und auch noch am Montag Tanz. Die Kirchweihtanzveranstaltungen    hatten     ihren     Insonderen Reiz, denn es kamen hier, wie bei Hochzeiten, auch auswärtige Mädchen und Burschen zum Tanz.

Allerheiligen

Zu Allerheiligen und Allerseelen wurden die Gräber und Grüfte im Friedhof schön hergerichtet, mit vielen Blumen geschmückt und von den Familien der Verstorbenen besucht.

Bei jedem Grab eines Verwandten wurde dann still gebetet, das Grab mit Weihwasser besprengt, und bei den engsten Familienangehörigen zündete man auch Kerzen oder einen Wachsstock an. Am Abend war in der Kirche eine Andacht (Litanei). Im allgemeinen wurden die Gräber während des Jahres sauber gehalten und mit Blumen bepflanzt, aber besonders geschmückt wurden sie nur zu Allerheiligen.

,,Nikolaus" (6. Dezember)

Für die Kinder war der 6. Dezember ein Feiertag (Namenstag von Nikolaus Horthy), der oft mit sehr gemischten Gefühlen erwartet wurde.

Der Nikolaustag wurde im Dorf nicht einheitlich begangen. In vielen Häusern stellten die Kinder ihren Schuh schon am Vorabend hinaus, damit Nikolaus ihnen, wenn sie folgsam waren, etwas hineintun sollte. Dabei hatte so manches Kind ein schlechtes Gewissen, wenn es sich daran erinnerte, was es das Jahr über angestellt hatte. Nun mußte es den „Krampus" mit der Rute fürchten.

In anderen Häusern kam der Nikolaus verkleidet mit einem Sack auf dem Rücken und einer Rute in der Hand. Bei seinem Eintreffen mußten die Kinder beten. Da Nikolaus immer bestens über die Kinder informiert war, tadelte er die schlechten Taten der Kinder und lobte die guten. Dabei „benutzte" der Nikolaus manchmal seine Rute. Danach beschenkte er die Kinder mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen.

Advent

Nach dem Kathreintag am 25. November gab es im Dorf keine Tanzveranstaltung mehr.

Vom 1. Adventsonntag an begann morgens um 6 Uhr die Roratemesse. Sie wurde vorwiegend von Älteren, zum Teil von Schulkindern besucht. Die Glocken weckten die Gläubigen bereits um 5 Uhr in der Früh.

Dies war die Einstimmung und Vorbereitung für das Weihnachtsfest.

Für die Kinder war es besonders aufregend, wenn sie ab und zu so früh im Dunkeln in die Kirche gehen durften. Die Trennung vom Bett fiel ihnen trotzdem meist schwer.

 

 

In einigen Straßen gab es auch noch den alten Brauch der Herbergssuche. So haben sich mehrere Familien bzw. Häuser zusammengetan, um diesen Brauch zu pflegen. Es gab ein Bild mit Maria und Josef, das sie als Herbergssucher in Bethlehem darstellte. Dieses Bild wurde von einem Haus ins andere gebracht, wo es einen Tag verblieb.   Von  den  Ubergebern  wurde folgendes Sprüchlein gesagt:

Das Ave Glöcklein läutet schon,

ich trag herein den Gottes Sohn.

Versagt mir eine Herberg nicht,

daß Du mir eine Herberg gibst.

Josef und Maria rein,

sie wollen heut bei Euch kehren ein.

Sie trägt den höchsten Schatz auf Erden,

der unser Welt Erlöser einst soll werden.

Die Ubernehmer sagten:

Sei gegrüßt, o Jungfrau rein,

mit Freude nehme ich Dich in meiner Wohnung ein.

Verehren will ich Dich mit ganzem Herzen,

verlaß auch Du mich nicht in meinen Todesschmerzen.

Wenn das Bild übergeben war, wurde gebetet, und

anschließend saß man noch beinander und unterhielt sich.

Weihnachten

Das Herannahen von Weihnachten war schon mehrere Tage vorher im Haus bemerkbar. Die Frauen waren sehr beschäftigt, nicht nur mit Putzen, sondern auch mit Backen und dem Herrichten des Christbaumes. Wurde früher noch viel Christbaumschmuck selbst angefertigt, so wurde in den letzten Jahren auch Christbaumschmuck gekauft.

Als Schmuck hingen farbig verpackte Salonzuckerl, vergoldete oder versilberte Nüsse, Äpfel, Orangen, kleine Febkuchenfiguren und bunt verpackte Schokoladenfiguren am Christbaum.

Dieser wurde meistens in der Parade- oder der Vorderen Stube geschmückt. Natürlich hatten die Kinder dazu keinen Zutritt. Sie durften ihn erst am Heiligen Abend sehen.

Am Heiligen Abend saß die Familie zusammen und wartete auf das Christkind. Dies war meistens eine in Weiß verkleidete Nachbarin oder Verwandte. Sie sollte von den Kindern nicht erkannt werden, was allerdings nicht immer glückte.

Das Christkindl kündigte sich mit einer Klingel an. Plötzlich waren alle mucksmäuschenstill. Es hatte neben Geschenken auch Äpfel, Orangen und Nüsse sowie eine Rute bei sich.

Wenn das Christkindl in die Stube kam, beteten die Kinder und die Erwachsenen. Danach wurden die Kinder gelobt oder getadelt. Dabei erhielten sie ihre Geschenke. Die Erwachsenen bekamen keine Geschenke. Das Christkindl schüttete dann die Äpfel, Orangen und Nüsse unter den Christbaum. Weh, wenn einer der Erwachsenen versuchte, davon etwas aufzulesen, dann schlug das Christkindl ihm mit der Rute auf die Finger.

In ärmeren Familien gab es anstatt eines Christbaumes auch mal nur einen größeren Tannenzweig. Die Geschenke für die Kinder waren auch einfacher, oftmals von den Eltern selbst angefertigte Dinge. Nachdem das Christkindl gegangen war, blieb die Familie zusammen, bis man geschlossen zur Mitternachtsmesse ging. Nur die kleinen Kinder und die ganz alten Feute blieben zu Hause.

Am ersten Weihnachtsfeiertag gingen die Kinder zu den Verwandten und Nachbarn, um frohe Weihnachten zu wünschen; dabei gingen sie nie leer aus. Während der Weihnachtszeit waren auch einige Namenstage, z. B. Adam und Eva, Stefan und Johannes zu feiern. Diese Vornamen gab es besonders häufig im Dorf. Deshalb hatte man fast in jedem Haus noch einen Grund zum Feiern.

Am zweiten Weihnachtstag war für die Jugend wieder Tanz.

Der vierte Weihnachtstag, der 28. Dezember, der Tag der unschuldigen Kinder, wurde in Gara auch „Kindltag" genannt und hatte seinen eigenen Brauch. Si hon frühmorgens standen die Kinder auf, nahmen eine Rute und begannen mit dem „Kindln" bei den Fitem und Großeltern. Das „Kindln" bestand darin, daß die Kinder mit ihren Ruten der Reihe nach die Eltern, Großeltern, Verwandten, Nachbarn und sich auch gegenseitig dreimal leicht auf den Rücken schlugen und dabei das Sprüchlein sagten: „Frisch und g'sund, frisch und g'sund, bleibt alle g'sund". Danach wurden sie beschenkt und zogen weiter.

 

Weihnachtsfest unterm Christbaum bei Familie Miserik mit Kindern

 

Silvester

Früh am Abend (6 Uhr) begann Silvester mit einem Dankesgottesdienst mit Predigt und einem Rechenschaftsbericht des Pfarrers. Der Pfarrer gab in seinem Bericht die Zahl der Geburten, der Trauungen und der Toten des abgelaufenen Jahres bekannt.

Zu diesem Gottesdienst strömten viele Feute zusammen, so daß die Kirche bis zum letzten Stehplatz gefüllt war. Auf dem Heimweg wünschte man sich gegenseitig ein glückliches neues Jahr.

Zu Silvester fanden natürlich Tanzveranstaltungen/ Silvesterbälle statt, die immer gut besucht waren. Diese Veranstaltungen wurden hauptsächlich von den Gastwirtschaften ausgerichtet.

Die Blasmusik ging an diesem Abend bzw. in dieser Nacht in der Gemeinde umher, um den Leuten Neujahrsständchen zu bringen. Man fing beim Pfarrer und beim Obernotär an, zog dann bis in den Morgen weiter durchs Dorf. Dabei wußten die Musiker genau, wo sie willkommen waren. Sie bekamen überall, wo sie spielten, Geschenke und wurden da und dort auch zu einem Schnaps oder zu einem kleinen Imbiß ins Haus gerufen.

In der Silvesternacht gab es keine Sperrstunde, und so wurde die Silvesternacht für viele eine sehr lange Nacht.

 

1 9.2 Brauchtum im Kreislauf des Lebens

19.2.1 Geburt und Taufe

Schon einige Zeit vor der Niederkunft fand sich die werdende Mutter bei der Hebamme ein, um mit ihr den Ablauf der Geburt zu besprechen. Im Dorf, wo fast alle Kinder zu Hause geboren wurden, war die Hebamme eine wichtige Person, denn sie leistete Geburtshilfe. Die Wöchnerin und das neugeborene Kind wurden auch nach der Geburt noch eine Woche von der Hebamme betreut.

Die Godl/Patin versorgte die Wöchnerin nach der Geburt eine Woche lang mit Speisen. Die Patenschaft wurde in der Regel von den bisherigen Godlsleut/ Paten übernommen. Da man sich diesen Dienst gegenseitig leistete, waren einige Familien schon über mehrere Generationen gegenseitig Godlsleut. Die Taufe fand meistens am Sonntag nach der Geburt statt, und zwar entweder nach dem Hochamt oder nach der Sonntagsandacht am Nachmittag. Den Täufling trug in der Regel die Godl/Patin (bei Unverheirateten der Pate/Petrich), die von der Hebamme begleitet wurde, zur Kirche. Dort wurde der Täufling von der Godl/Patin über das Taufbecken gehalten. Buben wurden meistens auf den Namen des Taufpaten und Mädchen auf den Namen der Taufpatin getauft. Natürlich gab es auch Abweichungen. Bei vielen Kindern und denselben Paten gab man die Namen der Eltern und Großeltern, oder christliche Namen.

Der Täufling wurde in einem nur für die Taufe angefertigten Taufpolster zur Taufe getragen. Nach der Taufe begab sich die Gesellschaft zurück in das Vaterhaus. Bevor die Paten und die Hebamme über die Türschwelle traten, sagten sie: „Einen kleinen Heiden trugen wir fort, einen kleinen Christen bringen wir zurück".

Im Haus der Eltern des Kindes war schon zum festlichen „Kindlmahl" gedeckt. Der Tisch war besonders festlich gedeckt, und es gab erlesene Speisen und Getränke. An dem Festessen nahmen die Paten, die Hebamme und die Familie mit den engsten Verwandten teil.

Das Kind hatte seinen Platz in der Wiege, die immer in der Nähe des Wochenbettes stand. Nach altem Brauch durfte die Wiege, wenn das Kind nicht drinnen lag, nicht geschaukelt werden. Außerdem durfte man das Kind nicht über den Kopf (von der Kopfseite her) betrachten, da sonst das Kind bald sterben würde. Weitere Bräuche waren, den Kindern eine Zeitlang die Fingernägel und den Knaben auch die Haare nicht zu schneiden.

Die Knaben trugen bis zum Alter von 1 oder 2 Jahren Röcke und waren so von den Mädchen nicht zu unterscheiden. Außerdem gab es in einigen Häusern noch einen alten Brauch: Wenn die Knaben 1 Jahr alt waren, machte man ein kleines Häufchen aus Sand und legte daneben ein Geldstück. Griffen die Knaben nach dem Sand, hieß dies, daß sie Bauern würden. Griffen sie nach dem Geld, würden sie Kaufleute werden.

 

Theresia Staller, geb. Locher (Mutter), Katharina Locher, geb. Fleischer (Großmutter), Johann Staller (Vater) und Kleinkind Anna Staller

 

Stefan Keiner im Kleidchen

 

Taufschein

19.2.2 Hochzeit

Die meisten Hochzeiten fanden in Gara vor Fasching und im Herbst bis Kathrein, den 25. November, statt. Dazwischen waren Hochzeiten selten. Sie wurden aus Rücksicht auf die Kirche (Fastenzeit, Advent usw.) und während der arbeitsärmeren Zeit in der Landwirtschaft in der angegebenen Zeit gefeiert.

In Gara gab es bei den größeren Bauern auch sehr große Hochzeiten, zu denen eine große Zahl von Gästen erschien. Dabei wurden nicht nur nähere, sondern auch weitläufigere Verwandte eingeladen. So kamen nicht selten 300 oder gar 400 Personen zur Hochzeit.

Der Tag der Hochzeit wurde von den Eltern im Einvernehmen mit den Brautleuten festgelegt. Das Aufgebot war bereits vorher im Pfarramt wie auch auf dem Standesamt im Gemeindehaus bestellt worden. Mit dem Pfarrer besprach man die Zeremonie und die dreimaligen Verkündigungen in der Kirche.

Da die Hochzeit nicht in den Häusern der Brautleute, sondern in einer der Garaer Gastwirtschaften stattfand, mußte nach einem freien Termin gefragt werden. Der Stoff für das Brautkleid wurde beschafft und das Kleid bei einer Schneiderin in Auftrag gegeben. Das gleiche galt für den Hochzeitsanzug des Bräutigams. Ab den 30er Jahren trugen die meisten Bräute weiße Kleider. Früher gab es mehr dunkelfarbige Brautkleider, vor allem, als in Gara noch echte Trachten getragen wurden.

Zur Hochzeitsvorbereitung gehörte das Laden der Gäste. Diese Aufgabe fiel den Müttern der Brautleute zu. Sie gingen zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit zu allen Verwandten, Nachbarn und Bekannten, zum Teil auch zu den Feldnachbarn, um sie zur Hochzeit zu laden. Wer geladen werden sollte, wurde schon vorher durch die Brauteltern festgelegt.

Die eigentlichen Vorbereitungsarbeiten setzten so sieben bis acht Tage vor dem Hochzeitstag ein. Diese begannen damit, daß alles, was zum Essen notwendig war, in das Hochzeitshaus oder in die Gastwirtschaft gebracht wurde. So schaffte man zum Backen von Torten und Kuchen Mehl, Eier, Milch, Rahm, Butter usw. heran. In den letzten Tagen vor dem Hochzeitstag wurde auch Federvieh gebracht, geschlachtet und auf Eis gelegt. Zu den Hochzeiten kochten in der Regel nur Köchinnen, die auf Hochzeitsessen spezialisiert waren.

In dieser Vorbereitungsphase begannen schon einige Frauen die Hochzeitsnudeln zu machen und Kuchen zu backen. Natürlich mußte auf die Haltbarkeit der Speisen geachtet werden, denn alles sollte ja am Hochzeitstag den besten Geschmack haben. Einige Speisen, zum Beispiel der Garaer „Kässtrudl" (Topfenstrudel), konnten erst am Tag der Hochzeit gebacken werden, denn der Strudl mußte warm serviert werden. Am Samstag vor der Hochzeit trafen sich die Freundinnen der Braut im Brauthaus. Sie banden an die Rosmarinzweige, mit denen die Gäste geschmückt werden sollten, bunte Seidenbändchen. Die Zweige, die für die Kranzeljungfrauen vorgesehen waren, wurden, damit sie frisch blieben, in Äpfel gesteckt. Die anderen Hochzeitsgäste bekamen ein Rosmarinzweiglein mit einer Schleife an das Kleid oder den Anzug geheftet.

Die Eltern der Brautleute stellten auch sonst alles, was erforderlich war, bereit. Bei großen Hochzeiten wurden mehrere Tiere, Kälber und Schweine, geschlachtet. Auch der Wein (je nach Anzahl der Gäste bis zu 300 bis 400 Litern) kam von ihnen. Auf den Bauernhochzeiten trank man Wein, Sodawasser und Kracherl (Limonade). Spät am Abend wurde auch noch Schnaps ausgeschenkt. Bier gab es auf den Hochzeiten nicht.

Fand die kirchliche Trauung am Vormittag statt, erfolgte die standesamtliche Trauung meistens schon am Vortage. Es kam auch vor, daß beide Trauungen am Vormittag stattfanden. In diesem Fall ging der Hochzeitszug zuerst in das Gemeindehaus.

War die kirchliche Trauung am Nachmittag, ging man in der Regel vormittags zum Standesamt.

Der Hochzeitstag lief nach dem dörflichen Brauch ab. Die Hochzeitsgäste sammelten sich in der Gastwirtschaft. Von da gingen sie mit der Musikkapelle zum Haus des Bräutigams und holten ihn ab. Anschließend begab man sich dann mit dem Bräutigam ins Haus der Braut, um auch sie zu holen.

Hier eilten alle ins Haus der Braut, um den Brautleuten ihre guten Wünsche zu überbringen und ihnen viel Glück zum Ehestand zu wünschen. Im Flur des Hauses sagte ein Mädchen den Hochzeitsspruch auf. Die Brautleute reichten sich darauf die Hände und sagten: „In Gottes Namen wollen wir unseren gemeinsamen Lebensweg beginnen".

Im Hof des Brauthauses spielte bereits die Musikkapelle das Lied „Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr".

Danach setzte sich der Hochzeitszug in Richtung Kirche in Bewegung. Der Zug wurde von der Musikkapelle angeführt, ihr folgten paarweise die Kinder, ein Mädchen und ein Junge, dann kamen die Kranzeljungfern mit ihren Brautführern, dann die Braut und der Bräutigam, dahinter deren Eltern, Geschwister bzw. die nächsten Verwandten und die anderen Hochzeitsgäste.

Vor der Kirche wartete schon eine größere Menge Zuschauer.

Nach dem Einzug des Brautpaares und der Gäste in die Kirche begann die Hochzeitsmesse. Nachdem der Kantor das Lied „Nun tretet fröhlich zum Altar" gesungen hatte, folgte die Trauung des Paares. Anschließend segnete der Pfarrer das jungvermählte Paar und begleitete es aus der Kirche.

Vor der Kirche spielte wieder die Musikkapelle, und der Hochzeitszug bewegte sich in Richtung Gastwirtschaft. In der Gastwirtschaft angelangt, wurde zuerst der Ehrentanz für die Brautleute gespielt, danach durften auch alle anderen tanzen.

Nach der ersten Tanzrunde wurde der Saal mit Tischen und Bänken für das Mittagessen versehen.

Das Mittagessen umfaßte mehrere Gänge. Zuerst wurde eine Fleischsuppe, anschließend das Suppen (Sied)fleisch mit Tomaten-(Paradeis) und Sauerkirschsoße aufgetragen. Es folgten ein Paprikasch mit sauren Gurken und Paprika, dann Bratfleisch mit Zutaten. Nach den Fleischgerichten kamen der viel gerühmte Garaer Kässtrudl (Topfenstrudel), Torten und sonstiges Gebäck.

 

Hochzeitszug von Theresia Tebert und Konrad Mikits zur Kirche

 

Die Trauung von Theresia Tebert und Konrad Mikits in der Garaer Kirche

 

Nach dem Mittagessen wurde der Saal wieder zum Tanz geräumt. Von der Möglichkeit zu tanzen wurde reger Gebrauch gemacht. Erst gegen fünf Uhr am Nachmittag wurde es etwas ruhiger, denn viele Festgäste gingen nach Hause, um die Kleider zu wechseln. Wer keine Hilfe im Hause hatte, mußte auch seine Tiere versorgen, füttern und tränken, bevor er zurück ins Gasthaus gehen konnte.

Am Abend, so gegen sieben Uhr, waren im Saal wieder die Tische und Bänke zum Abendessen aufgestellt. Das Abendessen stand dem Mittagessen nicht nach, es war ähnlich üppig.

Nach dem Abendessen kamen die Köchinnen mit verbundener Hand, manchmal sogar mit verbundenem Arm oder Kopf, in den Saal, um in großen Schöpflöffeln für sich Trinkgeld zu sammeln. Dies war immer ein humorvoller Auftritt. Dann wurde der Saal erneut zum Tanz geräumt.

Dieser dauerte gewöhnlich bis Mitternacht. Es gab dann nochmal zu essen: kalte Platte mit Wurst, Brezeln, Kipferln usw.

Danach wurde der Braut der Brautkranz abgenommen und das „Schöpel" gesetzt. Von da an galt sie als eine Frau; anschließend ging der Tanz bis in den frühen Morgen weiter.

Das junge Paar wurde von der Musikkapelle nach Hause begleitet. Auch andere Gäste ließen sich von der Musikkapelle nach Hause bringen.

 Bei den Bauernhochzeiten machte es hinsichtlich des Aufwandes keinen Unterschied, ob die Familien arm oder reich waren.

Die Hochzeiten, deren Kosten die Eltern tragen mußten, waren schon eine kostspielige Angelegenheit. Die Eltern trugen die Kosten aber gerne für die Kinder. Die Kinder haben ja auch bis zur Hochzeit unentgeltlich (allenfalls für ein Taschengeld) in der elterlichen Landwirtschaft mitgearbeitet.

Zur Hochzeit erhielten die Kinder eine ansehnliche Aussteuer. Bei Bauern auch etwas Feld und Tiere, so daß der Anfang für eine kleine Landwirtschaft da war, die aber noch gemeinsam mit der der Eltern bewirtschaftet wurde.

Wenn ein Sallasch vorhanden war, haben die jungen Eheleute anfangs oft während der Woche dort gewohnt und kamen nur über das Wochenende ins Dorf. Die Kinder blieben später im Dorf bei den Großeltern und gingen von dort in die Schule.

Es gab im Laufe der Zeit in Gara zwei oder drei Hochzeiten, die von den traditionellen Hochzeiten dadurch abwichen, daß bei diesen Hochzeiten Bajaer Hotelköche kochten und Zuckerbäcker die Torten und die sonstigen Kuchen fertigten. Daß diese Hochzeiten sehr teuer waren, liegt auf der Hand. Diesen Luxus konnten sich auch nur wenige leisten.

In Gara wurde sehr jung geheiratet. Die Mädchen waren sechzehn bis siebzehn Jahre und die Burschen siebzehn bis achtzehn Jahre alt. Ausnahmen bildeten Mädchen, die bereits mit vierzehn Jahren oder Burschen, die erst mit zwanzig bis einundzwanzig Jahren heirateten.

Die Eltern spielten in vielen Fällen bei der Wahl des Partners eine entscheidende Rolle. Sie versuchten in der Regel, die jungen Leute so zu beeinflussen, daß sie Partner in ähnlicher wirtschaftlicher Lage heirateten.

 

Elisabeth Wolfart als Braut

 

19.2.3 Hochzeitssprüche

Gelobt sei Jesus Christus, liebes Brautpaar, geehrte Hochzeitsgäste, am heutigen Tag wurde nach dem göttlichen und menschlichen Gesetze die heilige Ehe geschlossen. Gott der Allmächtige möge geben, daß das Eheband Euch auf ein langes und glückliches Leben vereinigt. Am heutigen Tage, da Euer Herz so voll ist mit Liebe und Glück, will ich nicht sprechen von den Wolken, welche vielleicht später Euren Lebenshimmel beschatten, denn das echte Glück ist mit dem ersten Menschenpaar aus dem Paradiese verbannt worden, und derzeit ist das Glück auf der Erde nur ein Gast. Das Glück kehrt bei uns ein, aber nur auf kurze Zeit, danach kommt ein anderer Wanderer, der Kummer und Trauer bringt, und so wechseln die zwei und wandern einander nach während unseres ganzen Lebens und so hat niemand ein anhaltendes Glück. Auf schöne Tage kommt es trüb, auf Sonnenschein Unwetter, auf heißen Sommer kalter Winter, so ist es geschrieben im Buche der Natur, und darum ist niemand auf der Welt, so reich er auch ist, der noch keine Schmerzen gehabt und der noch keine Tränen fließen lassen hätte.

Jetzt wende ich mich zu Dir, liebe Braut, in der Familie ist das Haupt der Mann, aber die Seele ist das Weib, die Mutter. Den ersten Keim von jeder Tugend, Gottesfurcht, Vaterlandsliebe, Arbeitsamkeit, Nächstenliebe, setzt die Mutter ins Herz des Kindes, und mit ihrer heißen Liebe pflegt sie die Pflanzen und beim größten Sturm schwebt sie immer als Schutzengel über der Familie. Häuslichkeit, Liebe, Glaube, Treue ist von jeder Ehefrau die schönste Zierde und auch der Grundstein des Glückes.

Das entlocke ich aus Euren Herzen, die schönste Blume, welche Liebe heißt, die Liebe verbindet Euer Herz, die Liebe soll Euch Trost geben auf den holprigen Straßen des Lebens, denn wo Liebe, da Friede, wo Friede, da Segen, und wo Segen, da Gott, und wo Gott, keine Not.

Vergeßt auch nicht das vierte Gebot, du sollst Vater und Mutter ehren; liebet und ehret Eure Eltern, damit einst, wenn das Alter und Sorgen ihre Schultern schon sehr drücken und sie arbeitsunfähig werden, damit sie dann mit ruhigem Herzen und zufriedener Seele können zur Ruhe gehen.

Hoch lebe unser neues Ehepaar, gelobt sei Jesus Christus.

Maria Gatti

 

Hochzeitsspruch

Gelobt sei Jesus Christus!

Hoch  geehrte  Hochzeitsgäste  seid  ein  wenig  still und hört, was ich Euch sagen will.

Komm, edles Brautpaar, komm heraus. Wir führen Euch   vor   den   heiligen   Hochaltar,   dort   brennen Lichter hell und klar.

Maria, die Mutter Gottes rein, die lade ich zu Euer Hochzeit ein. Sie soll Euch selbst knüpfen das heilige Eheband. Vater und Mutter tretet Ihr voran und sehet Eure lieben Kinder an, wie sie mit heißen Tränen ihren jungfräulichen Abschied von Euch nehmen.

Ihr, Bräutigam und Braut, Euch steht heut das Leben so rosig im Sonnenlicht und hofft, daß auch der Lebenskummer nicht schwer trifft.

Nun, Bräutigam mit deinem Strauß, verstoße deine Großeltern nicht. Ehre sie in jenem Haus, wo du gelernt des Kindes Pflicht.

Treu sein, lieben und ehren, dann wird Dir Gott Deine Lebenstag vermehren. Herzlichste Großeltern, ich liebe Euch in den Tod hinein.

Dank für die Erziehung meiner Jugend, und gebt mir Euern Segen zur schönen Tugend.

Nun, Du geehrter Bräutigam, für Dich war heute der schönste Tag, doch Deine Eltern ruhen schon im kühlen Grab. Es ist für Dich eine Traurigkeit, weil so früh mußte Abschied sein. Der Bräutigam schaut hin und her, er sieht die lieben Eltern nicht mehr. Bräutigams Eltern sind tot, in Tränen will sich jedes Auge baden und die treuen Eltern auch dazu laden.

Die treuen Eltern soll man beweinen, ihr Geist soll heut hier erscheinen. Jetzt ruft das liebe Elternherz: Herzliebstes Kind mein, o wie verloren bist Du heut, wie verlassen stehst Du hier vor der einzigen Großeltern Tür.

Herzlichste Eltern mein, ich lade Euch zu meiner Hochzeit ein. O Vater im Himmel, ich bitte Dich, lasse schauen die Eltern heut auf uns, heute fließen ja Seufzer und Tränen, weil wir die lieben Eltern nicht mehr sehen.

Geehrte Braut, o wie freudig sehen Deine Eltern her, Du hast noch nicht gedankt dafür. So danke nur, Du junge Braut, und ruf mit Deinem Herz so laut; herzlichste Eltern mein, nehmt meinen Dank in Euer Herz hinein. Von meiner Jugend her, mußte ich Eure Mühe erfahren, Eure Güte bis in meine unerfahrenen Jahre. Geehrte Braut, o wie freudig steht Dein Vater und Mutter hier. Sagt herzlichen Dank den Großeltern auch, bevor ihr geht ins Gotteshaus.

Liebe Kameraden mein, Ihr sollt mir unvergeßlich sein. Reicht zum Abschied Eure Hand, ich geh von dem schönen ledigen Stand. Es war ja nur ein Augenblick, kehrt auch niemals wieder zurück.

Gelobt sei Jesus Christus.

Gesagt worden 1931; (20. 2. 1931) von ............................

Gesammelt und zusammengestellt von: Johann Schmidt (13. 12. 1931)

Hochzeitsgruß

Mein liebes junges Brautpaar!

Euren schönsten Tag und Eure schönsten Stunden habt Ihr erlebt, Ihr Kinder. Ihr werdet durch einen Kranz verbunden für Eure ganze Lebenszeit. Ihr müßt verlassen Eure Eltern, die Euch geliebt und gepflegt haben. Die Euch allhier viel Gutes.erwiesen. O danket ihnen heute dafür. Der Kranz, der Euch heut verbindet, den drücket fröhlich an das Herz. Er bringt Euch Frieden, Glück und Freude, vielleicht auch Gram und Schmerz. Darum, wenn Euch erst Kummer drückt und wenn Ihr Wehmutstränen weint, denkt zurück an diese Stunde, die durch den Kranz Euch heut vereint.

Du Braut, verlassest Deine Eltern und folgest nunmehr Deinem Mann. Du findest heute neue Eltern. Sei Frau und Untertan, sei ihres Alters Trost und Segen, allhier in diesem Jammertal. Darum, sei getrost, Gott wird Dich segnen, er ist ja hier und überall.

Nun geht vor Gottes Aug, Ihr Kinder, laßt segnen Euren schönen Bund. Gott möge Euch schützen, mög Euch segnen; und liebet Euch von Herzensgrund, denn bald ist Stund und Kranz verwelket. Die Blumen werden fallen ab, seid fröhlich, Kinder, liebt Euch immer bis in das stille, kühle Grab.

Dort wo sich freuen meine Lieben, dort bin ich in Gedanken mitten unter ihnen und bringe dem Brautpaar die schönsten Glückwünsche dar.

Spruch bei der Hochzeit, nachts, 24 Uhr, bei der Kranzabnahme:

Kränzlein weg, Schöplein her,

Jungfrau gewesen und keine mehr.

Hochzeitsspruch für Braut und Bräutigam

Kommet alle her, Ihr Hochzeitsgäst.

Wir wünschen den Brautleut alles zum Besten.

Glück und Segen,

Frieden und Einigkeit, solang sie leben.

 

Sie standen heute vor Gottes Altar.

Sie schwörten einander Liebe und Treue.

Sie haben einander die Hände gegeben

und haben geschworen, in der Ehre zu leben.

Nicht verlassen in keiner Not,

bis in den bittren Tod.

 

Heute hat der Priester das Eheband geweiht,

das hat der göttliche Heiland so zugesagt

in dem schönsten Speisesaal

bei dem letzten Abendmahl.

 

Liebes Brautpaar, nehmt das 4. Gebot in acht,

daß ihr Gott und Eure Eltern nicht veracht.

Ihr sollt Eure Eltern lieben und ehren,

so wird euch Gott die Tage vermehren.

 

Das Brautpaar ruft, herzliebste Eltern mein,

nehmt uns in Euer Wohnung rein,

habt mit uns Geduld,

wenn wir haben Verschuld.

 

Heut ist Braut und Bräutigam

noch einmal mit Rosen geschmückt.

Kreuz und Kummer haben sie noch nie gedrückt.

Kreuz und Kummer kommt später nach

und nimmt kein End bis ins Grab.

 

Bei der Hochzeitsvorbereitung

 

Auszug dem Heiratsregister

 

Kranzmadln und Brautführer

 

Magdalena Wittini und Georg Leml

 

Kranzmadln und Brautführer

 

Maria Braun und Stefan Schön

 

Katharina Rutterschmidt und Johann Peller

 

Katharina Müller und Anton Kling

 

Maria Fetzer und Johann Schmidt

 

Rosalia Fetzer und Michael Wolfart

 

Katharina Penz und Josef Jung

 

Anna Bischof und Anton Leml

 

Katharina Penz und Johann Schweizer

 

Elisabeth Kraml und Josef Schuller

 

Maria Wolfart und Josef Eberhardt

 

Gertrud Mészáros und Franz Tebert

 

Maria Rießbeck und Paul Peter

 

Theresia Putterer und Josef Roth

 

Anton Striegl (Bacsborsoder Sallasch)

 

Maria Rickert und Sebastian Hirth

 

Theresia Locher und Wendelin Heringer

 

Rosalia Fetzer und Michael Wolfart

 

Maria Ruff und Anton Reppmann

 

Helena Penz und Anton Tiel

 

Theresia Follardt und Josef Regenyi (Rengir)

 

Rosa Pestalits und Antal Dujmov; eine bunjewatzische Hochzeit in Gara

 

Maria Henerari und Paul Zuck

 

Magdalena Bischof und Ferdinand Wittini

 

Maria Bischof und Andreas Gatti

 

Katharina Weckerle und Anton Mészáros

 

Theresia Wolfart und Nikolaus Röckl

 

Mathilde Reits und Johann Windisch

 

Theresia Turi und Stefan Bischof

 

Katharina Elmer und Anton Elmer

 

Theresia Dobler und Anton Heffner

 

Barbara Halter (Csátalja) und Stefan Knipf (Gara)

 

Elisabeth Heffner und Anton Heffner

 

Die Brautpaare Anna Reppmann und Johann Imgrund sowie Elisabeth Schreiner und Josef Hauser

 

Theresia Fleischer und Johann Walz

 

Katharina Bischof und Franz Brigatski

 

Katharina Bayer und Franz Striegl

 

Theresia Mayer und Stefan Bergerstock

 


Magdalena Hoog und Philipp Giesse

 

Maria Augmann (Gara) und Johann Titz (Csátalja)

 

Sabine Rohatsch und Franz Wagner

 

Maria Bischof und Paul Schummer

 

Gertraud Steer und Adam Knipf

 

Elisabeth Staller und Anton Matheis

 

Theresia Elmer und Johann Haberbusch, Trachten von 1910

 

Maria Bischof und Andreas Knipf

 

Theresia Pentz und Stefan Müller

 

Rosalia Schmidtmeister (Gara) und Andreas Hirschläger (Kunbaja)

 

Maria Elmer und Adam Fetzer

 

Agathe Elmer und Adam Wagner

 

Maria Keiner und Stefan Bischof

 

Anna Merkler (Gara) und Franz Dzida (Katymár)

 

Magdalena Bischof und Josef Haberbusch

 

Theresia Gatti und Josef Nuspl

 

Maria Schuller und Johann Keiner

 

Maria Matheis und Georg Heffner

 

Maria Kling und Jakob Schopper

 

Eva Heffner und Michael Krix, 1928

 

Rosalia Krizsan und Adam Heffner, 1934

 

Maria Haimann und Josef Gatti

19.2.4 Beerdigung

Wenn vom Kirchenturm das Zieh- oder Seelenglöckchen erklang, wußte jeder in Gara, daß Gott wieder einen Menschen aus der Gemeinde zu sich gerufen hatte.

Läutete das Glöcklein ununterbrochen, war ein Kind gestorben, bei einer Unterbrechung eine Frau und bei zwei Unterbrechungen ein Mann. Bei einem vorhersehbaren Tod befanden sich die nächsten Angehörigen am Sterbebett des Sterbenden. Der Pfarrer wurde geholt, damit er dem Sterbenden die letzten Sakramente gab.

Bei einem Sterbefall hatten die Angehörigen allerhand zu erledigen. Es mußte so schnell wie möglich der Gemeindearzt (Leichenbeschauer) verständigt, und am Standesamt mußte der Todesfall angezeigt und mit dem Pfarrer die Beerdigung besprochen bzw. festgelegt werden.

Da es in der Gemeinde keine Leichenhalle gab, bahrte man die Toten im Haus auf.

Dazu wurde ein Zimmer — in der Regel die Vorderoder Paradestube hergerichtet.

In Gara gab es zwei Totenvereine. War z. B. der Verstorbene Mitglied eines dieser Vereine, so wurde dieser verständigt. Diese Vereine hatten auch die Totenwagen.

Zwei Schreiner in der Gemeinde, die gleichzeitig Leichenbestatter waren, hatten die notwendigen Gegenstände, die zur Einsargung und zur Aufbahrung notwendig waren. Sie versorgten den Toten. Im Zimmer mußte Platz gemacht werden, damit der Ständer oder Tisch aufgestellt werden konnte, auf den der Sarg kam. Die Fenster wurden mit schwarzen Tüchern verhängt, Kerzen und eine Weihwasser-Schale vor dem Sarg aufgestellt.

Die Toten blieben bis zur Beerdigung drei Tage aufgebahrt liegen. Während dieser Zeit kamen die Verwandten, Freunde und Nachbarn, um für den Toten zu beten. In der Nacht hielten die Angehörigen Nachtwache, und während der ganzen Zeit brannten Kerzen neben dem Toten.

Gleichzeitig mußte das Grab vorbereitet werden, sofern die Familie über keine eigene Gruft verfügte. War eine Gruft vorhanden, so öffnete man diese. Die wohlhabenderen Bauern und Handwerker besaßen meist eine eigene Gruft, in der mehrere Generationen bestattet wurden. Während der Aufbahrungszeit läuteten die Glocken in bestimmten Zeitabständen. Bei Wohlhabenden sogar alle zwei Stunden den Tag über.

Am Tag der Beerdigung kamen der Pfarrer, die Ministranten und der Kantor ins Haus. Bei gutem Wetter wurde der Tote in den Hof getragen, um den Menschen, die zur Beerdigung kamen, die Möglichkeit zu geben, an der Liturgie teilzunehmen und vom Toten Abschied zu nehmen. Der Pfarrer begann noch im Haus oder Hof mit der Totenliturgie. Dazu betete und sang man. Der Tote wurde auf die Straße zum Totenwagen getragen, und der Trauerzug setzte sich zum Friedhof in Bewegung. Auf Wunsch der Angehörigen konnte der Tote auch in die Kirche getragen werden, wenn ein Requiem/Andacht gehalten werden sollte. Anschließend ging der Trauerzug weiter zum Friedhof. Das Läuten, das Aussegnen in der Kirche und anderes mehr war mit zusätzlichen Kosten verbunden. Während der Trauerzug zum Friedhof zog, wurde abwechselnd vom Kantor gesungen und von den Trauergästen der Rosenkranz gebetet. In besonderen Fällen begleitete auch die Musik den Trauerzug, insbesondere bei jungen Leuten. Die Kirchenglocken läuteten, während der Trauerzug vom Haus des Toten in den Friedhof zog.

Kam der Toten wagen vor dem Friedhof an, wurde der Sarg wieder von sechs Trägern, meistens Verwandten, zum Grab oder Gruft getragen.

Dort beendete der Pfarrer die Zeremonie, es wurde nochmals gebetet und ein Abschiedslied gesungen, bevor der Sarg mit dem Toten ins Grab oder die Gruft gesenkt wurde.

Bei jungen Leuten bzw. Burschen trugen sechs Kameraden und bei einem Mädchen sechs weiß gekleidete Mädchen den Sarg.

Nach der Beerdigung wurde noch am Grab von einem Familienangehörigen für die Teilnahme an der Beerdigung gedankt.

Danach gingen die Leute noch zu den Gräbern ihrer Familienangehörigen, um auch dort ein Gebet zu verrichten. Anschließend begab sich jeder nach Hause; einen Leichenschmaus gab es nicht.

 

Aufbabrung des verunglückten Istvan Zomborcsevits

 

Abschied der Familie von Theresia Heffner, geb. Zuck

 

Die Angehörigen nehmen Abschied von ihrem Toten

 


Beerdigung von Eva Tobler, geb. Gatti (1937) beim Haus von Michael Gatti Auszug aus dem Sterberegister.

 

19.2.5 Der Friedhof

Gara hatte nicht immer den derzeitigen Friedhof. Im 19. Jahrhundert lag der Friedhof im Eck zwischen der Bahnhofgasse und den „Alten Weingärten". Wann der alte Friedhof angelegt wurde, konnte nicht ermittelt werden.  Es  ist anzunehmen,  daß er den Friedhof bei der Kirche (aus dem 18. Jahrhundert) ablöste. Dieser wurde, weil er zu klein war und der neue größere Friedhof bereits angelegt und genutzt wurde, 1908 verkauft. Der erlöste Kaufpreis wurde zum Kirchenbau verwendet.

Alte Gräber im Garaer Friedhof

 

 

 

Gruft der Familie Heffner

 

Ein Begräbnis auf dem Friedhof

 

Neue Gruft auf dem Garaer Friedhof

 

Das Grab von Anton Prißlinger, Sohn des Kantorlehrers Anton Prißlinger

 

Das Grab der Familie Potz im Garaer Friedhof; v. I. n. r.: Hans Fleischer, Barbara Fleischer, geb. Brandt, Johann Potz und Franz Fleischer

 

Leichenwagen

 

19.2.6 Der Judenfriedhof in Gara

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Gara mehrere jüdische Familien (zeitweise fast 80). Für ihre   verstorbenen   Angehörigen   hatten   sie   einen eigenen Friedhof. Durch die stetige Abwanderung der jüdischen Bevölkerung wurde der Friedhof immer weniger benützt.

Der jüdische Friedhof lag nördlich der Gegnerischen Mühle und war nicht groß. Da 1944 nur noch eine einzige jüdische Familie in Gara ansässig war, wurde der Friedhof nicht mehr gepflegt und war demzufolge in einem schlechten Zustand.

19.3 Sprichwörter, Aussprüche und Redensarten in Gara

—... in Garaer Mundart zusammengestellt von Hans Eberhardt, früher wohnhaft in Großgasse 269.

Man muß unterscheiden zwischen dem, was hochdeutsch gesprochen und dem, was schwowisch gesagt wurde. Hochdeutsches kannte man aus den Schulbüchern, der Zeitung oder anderswoher. Manches sprach man auch gemischt.

Hochdeutsch oder gemischt:

Aller Anfang ist schwer

An Gottes Segen ist alles gelegen

Am Abend werden alle Faulen fleißig

 

Echtes Blut wird nie zu Wasser

 

Geld regiert die Welt

Gewalt bricht Eisen

 

Jedes Warum hat sein Darum

 

Lerne was, so kannst du was

 

Man soll essen morgens wie ein König, mittags wie

ein Graf und abends wie ein Bettelmann

Morgenstund hat Gold im Mund

 

Ohne Fleiß kein Preis

 

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

 

Sag mir, wie du ißt, und ich sag dir, wer du bist

Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen

Steige nicht so hoch hinaus, auf daß du nicht so tief

fallest

 

Viele Hunde sind des Hasen Tod

 

Wem nicht zu raten ist, ist nicht zu helfen

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er

gleich die Wahrheit spricht

Wer nicht kommt zur rechten Zeit, muß essen, was

übrig bleibt

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

Wer einem anderen eine Grube gräbt, der fällt selbst

hinein

Wie die Arbeit, so der Lohn

Wie die Saat, so die Ernte

Wer rastet, der rostet

Wer Pech angreift, besudelt sich

Schwowisch:

Aame e Floh ins Ohr gsetzt

Aame e Laus in dr Pelz gsetzt

Aame e Nuß gäwa

Aame gfallt dr P-hare un am annre di Kechin

Aame langi Zeeh mache

Aamool is kaamool

Aam vun Pontius zu Pilatus schike

Aa(n) Hand wescht di anner

Alles auseße, daß es Wäddr schee werd!

Alli neiji Bääse kehre gut

Am End knallt di Peitsch

Arne gschenkte Gaul schaut mr net ins Maul

Aame sWort im Maul umgedräht

Aame was ufs Brot schmiere

Aame zeije, wu dr Baartl dr Moscht hoolt

Alles gheert zur Zeit (im Windr dr Schnee, im Summr

di Hitz)

Aus annre Laus glei e Haus mache

Ausgeize macht di Kolwe dicker

,,halwer Backsimbl"

Frage: „WiflUhns?"

Antwort: „Halwer!"

Frage: „Was halwer?"

Antwort: „Halwer Backsimbl"

(weitere mögliche Antwort: „Dreivertl Backsimbl")

Bei temm laafts owe am Boodeloch raus

Beim Leiwl nei, beim Reckl naus un beim Hoose-

witsch dunch

Bessr zigeinrisch fahre aswi herisch laafe

Bessr was, wi nix

Daß dich auskennscht am Worschtkessl! (kennscht

dich aus am Worschtkessl?)

Demm kheert dr Kraage umgedräht!

Demm kummt dr Appetit erseht nochem Eße

Demm sei Weib hot die Hoose aa(n)

Demm sein aa di Trauwe zu sauer

Demm werich aa noch sMaul schtope

Demm wer ichs net uf die Naas pine

Demm sei Boode is voll mit Gramaaschi

Demm steht sWassr schunn bis an dr Hals

Demm net zu roode is, is net zu hälfe

Denn henn si soo gsarwascht, daß er nimmi ufsteh

hot kenne

Denn henn si mool gwikst

Denn kenne alli im Dorf wi e gscheketer Hund

Der baut bloos Luftschlessr

Der arweit joo soo gschtaat = kumm ich heint net,

kumm ich morje.

Der beißt ball ins Gras

Der denkt aa: „Was bin ich un was kann ich noch were

Der dräht sich nochem Wind

Der fallt (noch) in di Fraas

Der heert sGraas wachse (wakse)

Der drescht aa leeres Stroh (Der vrzehlt Laarifaan)

Der hot en Kopp gmacht un is klofe kume un hot

grooßaartich getoo — netemool dr Groof Aponyi!

Der hot dr Kopp vrloore

Der hot Eel ins Feijer gschitt

Der hot e Gosche — bis hinner di Ohre (netemool

dr Scheereschleifer hot so anni)

Der hot Kuraaschi

Der hot fescht Lehrgeld gezahlt

Der hot Hodjwoot schpiele glosst

Der hot mich draakrigt — der hot mich gschnikert

Der hot mich g-Ihr-zt. (= in der Höflichkeitsform angesprochen)

Der hot pauperää gmacht (= ist verreckt)

Der hotn nausbugsiert

Der hot di Arweit net erfune

Der hot sei Schääfl im Trukete

Der hots fauschtedick hinner dr Ohre

Der hots Herz uf dr Zunge

Der hot sich nääwr di Schtihl gsetzt

Der hot sich sMaul vrbrennt

Der hot sich grn un gääl gärgert

Der hot sich aa(n)ghenkt wi e Zeck

Der hot welle awr er hot net kenne

Der hot s blecheni Gfriß ufgsetzt un is hiegange

Der hot sich sei Gscheidheit am Maulbeerepaam abghoolt

Der hot zwaa Flieje mit aame Hip getroffe Der hot zwaa lingi Hend

Der hot zwaa Ohre — an aame gehts nei un am annre naus

Der huppst kringlrum wi es Krott

Der raazt der Hund bisrn beißt

Der will allweil uf Borks kaafe

Der hot kha guudes Aug im Kopp

Der hotre sSieb hochghengt

Der is faul wi es Mischthaufe

Der is gschmiert mit 99 Salwe — narr mit kannre guude

Der is kha Schuß Pulver wert

Der ist netemool soviel wert wie e rooder Heller

Der ist aus dr Art gschlaage

Der is narr so e Kneedl

Der is noch naß hiner dr Ohre

Der is soo maager, demm kamr durch di Backe ploose

Der is soo schtank hiegfalle, daßr ghiklt hot

Der is ufs Geld wi dr Teifl uf di aarem Seel

Der is ganz vrbneht (= gesundheitlich überempfindlich)

Der is soo dumm wi di Nacht

Der is ärmer aswi e Kerchemaus

Der ises finfti Raad am Waage

Der is vorr Schreck ganz blaaich wore

Der is iweraal e Pojatzl

Der is jo uffgmacht wi sei Vaddr (— u-pravo)

Der is keck wi e Wanz

Der kann mr gschtohle were

Der Knickr vrgunnt sich niks

Der kocht aa bloos mit Wassr

Der krigt aa noch genung mit annre Schaufl Grund

Der laaft wi e Jagdhund

Der lääb wi dr Voogl im Hanfsoome

Der liegt wi gedruckt

Der lääbt uf ame grooße Fuß

Der maant er is elaa(n) uf dr Welt

Der waas alles uf dr Welt, narr net wasr soll

Der Kutjehund! — Der Saukolwe!

Der maant, s kume ehm gebroddeni Tauwe ins Maul gflooge

Der macht en Buckl wi di Katz wanns dunnert

Der macht e Gsicht wi zeh Tääg Räägewädr

Der muß di Schole werfe

Der macht sKraut aa net fett

Der Mammlass

Der muß aa iweraal sei Naas neischteke

Der melkt di Kuh

Der p-heift ausem letschte Loch

Der sagt net hot un net heißt

Der sauft wi e Gritscheloch

Der sauft wi e Pärschtebinder

Der schlooft wi e Haas

Der schlooft wi e Raatz (vergleiche: „Reusse")

Der schaut in dr Krautgaarte

Der sauft bisr unrein Tisch liegt

Der soll narr seerscht vorr seinre Tihr kehre

Der steht do, wi di Kuli vorem neije Toor

Der stickt bis iwr di Ohre in Schulde

Der sucklt di Leid aus

Der tanzt aa soo wi di annre p-heife

Der waas alles uf dr Welt — narr net wasr soll

Der waas wifl di Uhr gschlaage hot

Der wer gut um dr Tod zu schikc

Der schreit schunn vorr dr Schleeg

Der werd noch e Hittschl

Der will sich e roodi Hoose vrdiene (= eppr vroode)

Der wu sletscht lacht, lacht am beschte

Der waas netemool was heißt — odr hotrum is

Deere werr ich di Fligl schtutze

Der toot di Leid forr Narre halde

Der Schuß is hinenaus gange

Der Schuß is in di Katje gange

Des Frattschlweib hot mich draa(n)krigt

Des is ausgange wi ufs Matze Hochzeit

(= eine Sache hat genau ausgereicht, es war weder zu viel noch zu wenig vorhanden — ein Zusatz oder ein anderer Sinn waren in Gara nicht bekannt)

Des is ghuppst wi gschprunge

Des is e Juudeschuul

Des is e Fogmeg

Des is Luftikus

Des is dr ufgmachti .... (Name eines Verwandten ein setzen)

Des is e Kreiz (Leit — des kann ich Eich saage)

Des is e Minz Des is e Windbcidl

Des kamr neme wi mr will

Des Roß wu dr Hawr vrdient, krigtn net

Des is ehm aa(n)gschtane wi annre Sau di Sackuhr

Des is kha Tenzer, des is narr e Rumhuppser

Des war kreskiert — a maaminook!

Des war seerschti un sletschi Mool

Des   war  widr  e  Mesche  (ungarisch  aussprechen: „mese")

Des is in Werrwaas (= das ist — wer weiß wann einmal)

Des is e Milichpindschi Des is e Teepindschi

Di Aane kratze s zamm, di annre schärres ausenand

Di Feegl, wu morjets so früh p-heife, scheise gee(r)n ins Nescht

Di Gens ruft mr mit „wurri-wurri-!

Di Peem wachse net in dr Himml

Die henn nedemool kha Brood iwer Nacht

Die is e närrisches Gättschl

Die is rausgeputzt wi e Krischtkindl

Die is aa schunn pooksnaam wi weit freind

Die zwaa hett mr midem Schubkarre net besser zammfihre kene

Die hot Hoor uf dr Zunge

Di kume uns ufs Läddr (= holen uns ein, fühlen uns auf den Zahn)

Die sein ufenand wie Hund und Katz

Di Saue wuule alles uf aan Haufe (= abergläubisches Sprichwort nur für 1 Tag im Jahr, nämlich für Neujahr — an diesem Tag soll man Schweinefleisch essen,

dann hat man Erfolg, dann vermehrt sich das Geld)

Die schleppt ihri Kinner rum wi di Katz ihri Jungi

Die reise dr dr Kopp schunn net runer

Do gibts narr guudes un noch Bessres

Do is kha Aa(n)fang un kha Fertichwerres (...un kha End)

Do werscht dich awr schtaune!

Do ligt dr Hund begraawe!

Do is Laab un Graas vrloore

Do hockts!

Dopplt gnäht, hebt bessr

Dorthie geh, wu dr Kaisr zu Fuß hiegeht

Do hotr di Supe vrschitt (ist bei jemand in Ungnade gefallen)

Do kume heint noch Hungrichi! (= wenn man eine Speise vorzeitig  nachschöpft   —   obwohl  man  den Teller noch nicht leer hat)

Do werscht nix inne

Dort hot dr Zimmermann sLoch (naus)gmacht

Dr Aani will hot, dr Annri will heißt

Dr Apl fallt net weit vum Stamm

Dr Apetit kummt beim Eße

Dr April macht wasr will

Dr Beeresch is mitem Bizigl dr Bitan-ge nochgjaagt (=   kein   Sprichwort,   nur   Satzzusammenstellung)

Dr Fuks vrliert di Hoor, awr net di Naupe

Dr Gscheideri gibt nooch

Drhaam is drhaam — un wanns hinrem Oofe is

Dr Hett un dr Hatt hot noch niemols nix khatt

Dr Leid (Leit) di Seel ausem Leib neme

Dr Letschti beißt dr Hund

Dr Muß is e groosr Her un dr Willnet e noch greeßre

Dr P-hare predicht aa Wort net zwaamool

Dr Rambasch is vrkaaft wore un s hot drzuu aa noch en Radasch gäwe (kein Sprichwort, nur Satzzusammenstellung)

Dr Spatz in dr Hand is mr hewr aswi di Taub ufern Dach

Du bischt brav, drei Tääg — un heint is dr letschti

Du bischt Herr iwrem Hund sei Gscherr Dummheit un Stolz wachst an aame Holz

E alder Paam vrpflanzt mr net Eendr wi net

E geprenndes Kind fercht es Feijer

E jeeds maant s is es schennscht

E jeedr maant, sei Kreiz is am greeschte, wannr awr dr annre eenes sigt, no ist mit seim Kreiz zufriede

E gandser halweder Tag E guudi Ausred is aa was wert

E Kuh, wu mr melke will, derf mr net (ab)schlachte

E Kuh muß mr melke solang asi Milich gibt

E Peeml muß mr pieje solang ases jung is

E plindes Hingl find aa manchsmool e Ke(r)ndl

E Roß hot vier Ließ un macht aa amool e Teiltet

E Roß hot vier Fieß un stolpert aa amool

E silwernes Nixl un e goldenes Warteweil

Er hett kene saage Hund odr Narr odr Fesl odr Oks

E Weib kann mitem  Schorz mehr forttraage asw i

e Mann mitem Haajwaage haambringt

Eße un tringe halde Leib un Seel zamm

Eement — drvoogrennt (entwischt ist er)

Frooge koscht nix

Frischi Bääse kehre guut

Gääbs ehm narr, daß di aarem Seel e Ruh hot

Geescht! ... geescht net weg! ... aawart! aawartnarr —

dich krig ich schunn (ich krig dich schunn)

Geh in Hundsinaarsch!

G-hatt un khatt-is gschiße

Globtses Krischt! — Nääwichkeit!

Grad zum Poße...

Grad zum Trutz--- (krigscht des net)

Guudr Rood is teijer

Gwand macht Leid (Leit) un Lumbe Leis

Haale, haale Gänsdreck, bis morje Früh is alles weg

Hälfdr Gott! - Vrgälts Gott!

Hälfdr Gott — daß es wohr is!

Halloo, Bajoo, Däzidjure!

Hans, druck di Gans, druckrsi guut, das si bluut

Hoscht dei Maul in dr Schublaade eigschperrt

Hoscht was, bischt was, hoscht nix, bischt nix

Hoppa, ich häbs net wele

Hende hoch, Gatje nieder!

Hund frcscht, krigscht, Hund frescht nix, krigscht

widr

Hinerum is wie vonerum

Hofart muß Noot leide

Ich häb e Ploddr uf dr Zunge — s muß mich eppr aus-

gricht hoo (...gscholde hoo)

Ich will nix saage — ich sag narr...

Ich waas net wis is, sis halt soo

Ich häbs in dr Apeteek gekaaft

In Kruschiwl werds dr Hunde iwl

In dr Nacht sein alli Kih schwarz

Ipi apatsch dr Jenö hinner dr Orgl

Is dei Vaddr Glaasr?

Ja werr kummt dann doo? — doo meße mr joo e

frisch geleegtes Aaj hoole!

Jetz hot mich eppr in dr Raaje

Jetz hotr di Katz ausem Sack gloßt

Jetz hotr dr Naagl uf dr Kopp getrofe

Jetz is di Hoose hi(n)

Jetz ises allesaans, so odr so

Jetz saaich awr mch meeh (mehr)

Kennscht dich aus am Worschtkessl?

Kinner un aldi Leid saage di Wohret

Klaani Kinner, klaani Sorje — grooßi Kinner, grooßi

Sorje

Kraut, fillt em Bauer di Haut

Langi Hoor, korzer Verstand

Maane haaßt mx wiße

Maanscht ich bin vun Hawrschtroh?

Mateis, Glateis, brechts Eis, hotr kaans, no machtr

aans

Meiner Seel

Meiner Trei

Midame Huut in dr Hand kummt mr durichs gandsi Land

Midame Hund, wu mr uf di Jagd traage muß, kamr kann Haas fange

Midem Speck fangt mr di

Meis Midr Zeit haalt alles

Mir gehn noch net haam — drhaam sterwe di Leid

Mir is tes schetzkojedno

Mit temm is net gut Kersche eße — (der werft aam di Steener ins Gsicht)

Mr kaaft net di „Katz im Sack"

Mr kann net uf zwaa Hochzeide zudr selwe Zeit tandse

Mr kann net uf zwaa Seide Wassr traage — uf aanre mußmr vrschite Mr labt narr aamool

Mr mußes Eise bieje solang ases haas is

Mr mußes neme wis kummt

Mr schneid sich net selwr di Naas ab — schunnscht vrschennt mr sich sGsicht

Mr soll dr Teifl net an die Wand moole

Mr soll di Kerich im Doref loße

Mr soll mit seim ßääse seerscht vorr dr aaijene Tihr kehre

Mr soll (beim Rausschepe) net iwr di Gass lange

Mr soll net vorr dr Hochzeit juukse

Muß ich vun dir di Wertr kaafe? Nääwrem Gold glääge un nix drvoo gsääge

Neiji Bääse kehre gut

Net soviel krigscht wis Schwarzi unrem Naagl

Net umm seboga!

Owe hui un une p-hui

Ooweds mit dr Hingl ms Nescht un morjets mit dr Hingl raus

Pauli Bekehr, Windr halb hie(n), halb her

Prowiere geht iwers studiere Redt odr scheiß

Puschtaawe Sachese Isee

Sis net alles Gold wu glänzt

Sis net alli Taag Kerweih

Sis noch kha Kle(r)ndr vum Himml gfale

Sis am Kipili gschtane Seerscht is smeerscht un sletscht is sbescht

S ziege alli am selwe (aame) Strick

S geht e kalder Luft Speck druckt weg

Schau daßt naus kummscht — dort hot dr Zimmermann sLoch gmacht

Soo spielt di Muusich

Steig net so hoch nuff, daßt net so weid nunerfallscht

Seerscht werd di Gans gschtoppt un noo werd si kroppt...(gschlacht)

Spaß un E(r)nscht drbei

S war nonet zu spoot awr sis halt Nacht

So e Anndekrischt — so e Fogmeg — so e Magaratz

S Haus vrliert nix

Si hot e Gosche wi e Scheereschleifrn

Si sein soo taamisch wi di gäns wann

si Maulbeere geße henn

S Roß is gschprunge, wi wanns Feijer unnrem Aarsch hett

Trilaarem, dr Katz ihre Daarem..................

Udjebaar, net wahr?

Uf aame rumreide

Uf tes p-heif ich (uf tes is gschiße)

Umesunscht is dr Tood un der koscht sLääwe

Ums Geld gibts Feijge

Vieli Hend mache pall c End (...nochenande End

= nicht gebräuchlich)

Vorr dr Wähle sagtr: „Serwus Pajtaasch"

un noch dr Wähle sagtr: „Leck mich am Aarsch"

vunn nix wert nix

Waascht du waas — dr Fuks is kha Haas

Wammr ame Haas Salz uf dr Weedl sraajt, noo bleibtr

steh, no kamr en fange

Wammr die in dr Sack steckt und druffschlackt, noo

trefft mr allweil dr Richtichi

Wammr heiert, muß mr zu zwatt sei

Wammr e Heilicher im Himml hot, noo kummt mr nei

Wammr uner dr Weif is, muß mr mitne heile (belle)

Wammrn net gee(r)n sikt kume, noo siktmrn gee(r)n

geh

Wammr dr Wolf nennt, kummtr grennt

Wann des wohr is, vrschluck ich dr Bääsestiel

Wann d net willsch — noo hoscht khatt

Wann di Katz net drhaam is (ausem Haus is), noo sein

di Meis di Herre

Wann di Meis satt henn, ises Mehl pitr

Wann dr Betlmann ufs Roß kummt, noo kamern nimi

halde

Wann dr Hund net gschiße hett, noo hedr en Haas

gfange

Wann dr Teifl nix krigt, noo freßtr Fliege (Flieje)

Wann dr Ungar sagt „wann" (= „van"), noo hodr

schunn

Wanns em Esel zu guut geht, noo gehtr uffs Eis zum

Tannze

Wanns narr soo bleibt, hot seller gegeigt

Wannt haam kummscht, noo gibts Hiwaks

Was du heite kannst besorgen, das verschiebe nicht auf

morgen (fast gänzlich hochdeutsch gebräuchlich)

Was Hänschen net le(r)nt, le(r)nt Hans nimmermehr

Was ich net waas, macht mich net haas

Was mr runnerhandlt, braucht mr net zahle

Was net is, kann noch were

Well Ohr singt, 's rechti odr 's lingi?

Antwort: „snääwn!" (bei richtiger Antwort folgt die

Feststellung des Fragers:) „Du hoschts froode, du

heerscht heint noch was Neijes"

Wer taddlt, der kaaft

Wer am Feijer sitzt (is), wärmt sich

Wer austaalt, muß aa eischteke

Wer lang froogt, geht lang err

Wer lang suppt, der lebt lang

Wer midem Feijer spielt, vrbrennt sich die Fingre

Wer bellt, der meldt

Wer net will, der halt net still

Wer nicht hört, muß fühlen (hochdeutsch gesprochen)

Wer nix aus sich macht, der is nix

Wer schmiert, der fahrt

Wer uff zwaa Seide Wassr tragt, muß uf aanre vrschite

Wer wagt, gewinnt (hochdeutsch gesprochen)

Wer zahlt, schafft aa(n)

Wie dr Herr, so sGscherr

Wie du mir, so ich dir

Willscht du der sei, der wu dr Himmel hochhebt?

Wi mr in dr Wald neischreit, so schallts zurück

Wuu nix is, hotr Keisr 's Recht vrloore

Wuu Rauch is, is Feijer Zeid is Geld

Der is net ganz glanndsich

Demm seile di Henner wachse!

Der bringts aa net weidr

Des is mir schetzkojedno

Na, der huppst rum wi dr Forz im Reidr Großes Weiwl will spaziere geh, klaanes Mendl will aa mitgeh

Der hot em Dreck e Watsch gäwe

Wer wenich net ehrt, is viel net wert

Doo vrschreckt mr, wi wanns in die

Doone gfale war Soll ich mrs ausem Ärml schittle?

Der hot sich vrhopaßt Denn bloost dr Wind fort

Do hoschts — jetzt hoschts khatt (z. B. man ist beim Feilschen durch zu langes Zuwarten danebengekommen)

As apaad neki (Kraftausdruck aus dem Ungarischen: az apad neki)

Der hot etwas zu früh gekräht

Was mr im Kopp hot, kene si aam net wegneme

Vrschpreche ehrlich un halde schwerlich

Der hot sich zwischr zwaa

Stiehl uf die Erd gsetzt Des is e Siwegscheidr

Der hot schunn sei Gscheidheit aagebrocht Ja — der kräht aa schunn

Der will mitem Kopp durich di Mauer

Wann der net war un dr Leffl, noo meßtmr di Supe tnnge

Der hot Eifäll wi e alldr Backoofe Geduldichi

Schoof gehn viel in aa Stall Kha zee(h) Roß bringe mich dorthi(n)

Dr Owachtgewr is aa schunn in

dr Dreck gfale Demm kummts wie am Ochs

di Milich Jungi Heks, aldi Kreks

Der kann net bis drei zehle

Der redt viel, wann

dr Tag lang is Vrreißdr 's Maul net! Wammrn net sigt, noo heert mrn

Der vrhungrt noch un hot e Stickl Broot im

Maul Wanns am beschte schmeckt, soll mr ufheere

Des steht mr schunn am Hals raus

Di Auge sein greeßr aswi 's Maul P-heedr un P-haul macht di

Worzl faul Benedikt macht di Zwiefl dick

S werd net so haaß gäße, wis gekocht is

Des is kha growr Puschtaawe (do gibts schlimmres)

S Haus traggt mx fort Do werscht dich aaheewe!

Demm kamr dr Vaddrunsr durich di Bake bloose

 

In Ergänzung der Sprichwörter folgen nachstehend noch einige Verse, Auszählreime usw.

 

Neujahrsglückwünsche:

Ich winsch Eich e glickseeliches Neijes Johr, längs Lääwe, Gsundheit, Fried un Aanichkeit! (Kurzform). Antwort: Ich winsch dr aa soviel!

Ich winsch Eich e glickseeliches Neijes Jolir,

längs Lääwe, Gsundheit, Fried un Aanichkeit

— winsch ich Eich drnääwe laudr Glick un Sääge,

winsch ich Eich ins Herz hinein

e neijgeboorenes Jesulein,

soll e Neijes Johr sei! (Langform).

Anwort: Ich winsch dr aa soviel

 

Sonstige Reime:

Pauli Bekehr, Windr halb hii(n), halb her!

Maria Geburt, flieje die Schwalwe fürt.

Mateis, Glatteis, brecht 's Eis, hotr kaans, so machtr aans.

 

Ein  Wiederholungsreim  (singend - in hoher Tonlage):

Herrgottsfeegili flieg fort,

dei Heisl brennt,

dei Kindl flennt .... (Jetzt erst blasen, damit das

Herrgottsfeegili (Marienkäfer) wegfliegt; falls es nicht

wegfliegt, dann wird der Reim wiederholt gesungen).

Singend — in höherer Tonlage:

Hutsch(i), Hutsch(i) reide,

Saawl in dr Seide,

Geld in dr Tasch-sche,

Wai in dr Flasch-sche,

Bier im Kriegl,

Kindl liegt im Wiegl...

 

Jemandem die Nase zuhalten und fragen:

Waß freße di Gäns?

Antwort:

Hawr un Klee, loß mei Nääsl steh!

(Jetzt die Nase auslassen).

 

Auszählvers:

Ich un du

un 's Millers Kuh

un 's Millers Esl

der bischt du.

 

Des is dr Daume,

Der schittlt di Plaume,

der klaubt si zamm, (der leest si uff)

der trackt si haam

un der klaani Spitzbuu eßt si ali zamm hinnrem Oofe.

 

Sechsmool sechs is sechsundreisich,

is dr Lehre noch so fleisich,

sein die Kinner noch so dumm,

dräht dr Lehre dr Steke rum. (Oder: fliegt di Ruud

ufern Buckl rum).

 

Auszählen beim Kinderspiel

Ene dena Torz, dr Teifl lost a Forz.

Er lost'n in die Hosa.

Er frißt Aprikosa.

Er lost an nei, der khert dei.

Ans, zwa, drei, hika haka, hika haka Bohnastroh, dr Müller hot sei Weib verlora, sucht sie mit dr Hunda; s Kätzle haot sie gfunda, anz, zwa, drei, du bist frei.

 

Glückwünsche zum Namenstag

Ich bin heut Nacht vom Schlaf erwacht,

Ich bsinn mich hin und her, was das für ein Botschaft

war.

Jetzt endlich fallts mr ei,

daß heit möcht Adam und Eva (Katharina, Maria,

Stefan usw.) sei.

Dazu wünsch ich viel Glück, Gottes Segen,

gute Gesundheit und ein langes Lewa.

Ich bring Eich a Streißlein

das hat drei Zweiglein,

das erste die Liebe,

das zweite der Friede,

das dritte bringt den Segen rein,

da wolla mr alle dabei lustig sei.

 

Schlaflied

Haja pupaja, am Summer khumt dr Maja,

wann alli Khinr spiela gehn, muß ich bei dr Wiga stehn.

Macht die Wiga knipp, knapp, schlof du klanr dickr

Sack.

Haja pupaja Schlags Geckerle tot,

s legt mr ka Aier un freßt mr mei Brot.

Hutsch, hutsch reita,

Sawl bei dr seita.

'S Geld in dr Tascha,

reita mr, reita mr in dr Krawa.

Wamr falla, no messa mr

saga bums, bums, bums.

Typische Garamr (Garaer) Ausdrücke

Abneme

=

fotografieren
Absenaat = kurz angebunden
S-Abweiche

=

Durchfall
Ahring

=

Melodie
Aajerwisili

=

Wiesel
Akar-

=

irgend-, jeder-
akar was

=

egalwas
akar wann

=

jederzeit
akarwie

=

egal wie
akarwu

=

egal wo
akarwuhie

=

irgendwohin
Ako

=

Pferch
a(n)freme

=

bestellen
Apatsches

=

Suchspiel
apeliere = beschweren, klagen
Bolond =  Narr
Bande =  Gruppe, Kamerad-
  schaftsgruppe
Baamstorz = Baumstumpf
Baas = Tante, Base
Balles =  Ballspielen
Baatschi = Onkel
Bakantsch = schwere Schuhe
Bettbrunser = Löwenzahn
Blutzr = bauchiger Tonkrug
Dudäschl = Bäuchlein
Duudl (Tuudl) = Kindertrompete
dra(n)gmahne = erinnern, ermahnen
drapich (trapich) = beige
diwaane =  unterhalten
Draa(n)geld =  Anzahlung
  Handgeld
Ei(n)fang =  Umzäumung
Eckreschle = Stachelbeeren
Ewr = Eber, Keiler
Eßzeig =  Besteck
eschtemiere = jemand achten
Einemmsach = Arznei, Medizin
eckschteendlich = kariert
Fäksing = Ernteertrag
Fleischbank = Metzgerei
Fetzetacke = Fleckerlteppich
frknipple = verknoten
Freint = Verwandter
frschpeidle = verkeilen
Fraaß =  schreiender
  Angstzustand
frzwazle = verzweifeln
Flißpapier =  Löschpapier
Fratschlerin = Marktfrau
Fitzke =  ungehorsames,
  wiederspenstiges
  Pferd
Federite =  Inlett
FrischiFieri =  Name eines Kar-
(„Ramschles") tenspiel
Furigl = Mücke, Stech-
  mücke, Schnake
frkelschtre = einschüchtern
  vertreiben
frgitsche = losschlagen, eine
  Sache zu Geld
  machen
Fäderäh =  Federhändler
frschtawrt = verstört, verwirrt
Froschmeiler =  Löwenmaul
  (Blume)
Flute =  Reibekuchen
Krumbiere-Flute =  Kartoffelpuffer
Fischkaal = Rechtsanwalt
Fottballes =  Fußballspiel
Feierwerger =  Feuerwehrmann
Ford = Trick, schlaue Idee
Fätschke = Umtreiberin
Goori =  Darre, Lagerstätte
  für Maiskolben
Gume = der Taufpate
Gwelb (Kwelb) =  Laden, Geschäft
Gumpe =  Fähre
gschtaad = langsam
Globtseskrischt =  Gelobt sei Jesus
  Christus
Krumbiere = Kartoffeln
Krambe = alter Gaul
krischtiere = Einlauf machen,
  Einlauf geben
Kotzkezuckr = Würfelzucker
Kalauß = Schaffner im Zug
Heling = Helligkeit, Licht
Hänsching = Handschuh
Haapl = Bezeichnung für
  „Kopf" beim Gemüse
Krauhaapl =  Krautkopf
Haapl Salat = Salatkopf
haja =  freilich, natürlich
Hulakr =  Klappmesser mit
  Holzgriff
Halbscheit = Hälfte
Gaaßtuttle =  „Regina"-Trauben
Gsetzl =  Strophe
Goldoodr =  Hämorrhoiden
Griezeig =  Petersilie
Boding = Bottich
Frucht = Weizen
Hefili = Töpfchen
Haafa = Topf
Hinkl = Hühner
Hutsch =  Fohlen
Kerch =  Kirche
Dunr =  Donner
Loos =  Muttersau
Kuchl =  Küche
Kunstawl =  Konstabier, Polizist
Pujka = Truthühner
Schaffl, Zuwr = offenes Faß
Seile =  Ferkel
Simbili =  Körbchen aus Stroh
Stuwa =  Zimmer
Tauwa = Tauben
Tuttl =  Zitzen

 

Eva Knipf, geb. Knipf, Katharina Bischof, geb. Knipf, Katharina Bischof, Marianna Knipf, geb. Turi, Josef Bischof (im Kleid) und Johann Knipf

 

19.4 Volkstrachten in Gara

Bis zum Ersten Weltkrieg und auch kurz danach gab es in Gara noch echte alte Trachten für Frauen und Männer. Als erstes ging die Tracht der Männer und später auch die Tracht der Frauen verloren. Wie dieser Wechsel stattfand, ist aus den vielen Bildern ersichtlich. Einige Trachtenstücke, besonders bei älteren Frauen, wurden bis zuletzt getragen. In der Regel waren dies aber alte, gebrauchte bzw. ererbte Kleidungsstücke. Einzelne Stücke, wie das Kopftuch und die leichten, von Hand gestrickten Schuhe blieben in Gebrauch. Diese Schuhe wurden bis zuletzt, mit einer leichten Sohle gesohlt, im Sommer gern im Haus getragen.

 

Katharina Turi, geb. Bischof

 

Eva Heffner und Katharina Bischof, geb. Heffner

 

Annamaria Mészáros, Katharina Elmer und Rosalia Mészáros            Trachten bis 1920

 

Leonhard Turi

 

Johann Kutterschmidt in der k. u. k.-Armee (1897)

 

Marianna Bischof, geb. Klenanz,  Maria Turi und Katharina Turi, geb. Bischof (Locher)

 

Margarete Pautz, geb. Röckel mit Sohn Josef (1915)

 

Tracht der Ansiedler im 18. und 19. Jahrhundert

 

Helena Keiner, geb. Brandecker

 

Magdalena Bischof, geb. Pautz (1919)

 

Katharina Walz 1914

 

Anna Keiner und Maria Turi

 

Außerdem konnte man auch noch Holzschuhe („Klumpen") antreffen. Sic wurden besonders im Winter gern getragen, vor allem bei Stallarbeiten, da sie den Fuß warm und trocken hielten. Die „Klumpen" wurden auch bei Regenwetter, im Frühjahr und Herbst im Hofbereich getragen. Zu den Feldarbeiten trug man die von den Bunjewatzen übernommenen „Batschker" oder „Bakantsch" (Schnürschuh). Die „Batschker" waren aus Leder gefertigt, waren leicht, bequem, luftig und verursachten kaum Blasen odei Druckstellen am Fuß.

Ebenso waren bei Frauen und Männern „Schlappt — Lederpantoffel — in Gebrauch. Die Männerbekleidung unterschied sich in den 40er Jahren kaum von der Bekleidung der Städter. Viele Männer trugen allerdings noch Stiefel mit „Pritscheshosen" (Reithosen) und einen kurzen „Kabat" (Überrock).

Ansonsten kannten die Männer modische Anzüge, die sie bei den örtlichen Schneidern aus englischem Schurwoll-Kammgarn-Stoff anfertigen Hessen. Kopfbedeckungen waren Hüte oder Mützen, im Winter auch Pelzmützen.

Als Herrenschneider arbeiteten in Gara: Georg Heffner (7), Vinzens Meszaros (29 a), Georg Jäger (71), Florian Gatti (47), Andreas Gatti (298 c), Johann Windisch (443/2), Mathias Bischof (398), Stefan Illich (580) und Franz Walz (578). Neben den deutschen Schneidern gab es auch noch bunjewatzische. In den 20er Jahren trugen die Kinder, Mädchen wie Buben, wenn sie dem Steckkissen (Polster) entwachsen waren, noch Ärmelkleidchen. Diese „Mädchenkleider" zog man den Buben oft bis zu ihrem 2. Lebensjahr an . Meist konnte man ein Mädchen von einem Jungen nur dadurch unterscheiden, daß die Mädchen Ohrringe trugen oder wenigstens Löcher für Ohrringe in den Ohrläppchen hatten.

Bei den Mädchen und jungen Frauen konnte in den 30er Jahren kaum mehr von einer Tracht gesprochen werden.

 

Stefan Kling, Michael Hirschläger und Andreas Elmer

 

Theresia Perbiró

 

Die drei Töchter von Florian Striegl

 


 

 

Gertraud Steer und Theresia Follardt

 

Theresia Perbiro und Katharina Müller (1933)

 

stehend: Gertrud Pentz, Maria Dobler, Katharina Jung;

sitzend: Maria  Minich,   Maria Keiner,  Katharina Schuller und Maria Schuller

 

Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre glich sich die bäuerliche Tracht weitgehend der damaligen Mode an.

Die Mädchen und Trauen suchten sich aus den Modejournalen die Modelle aus, und die örtlichen Schneiderinnen fertigten sie. Typisch für die zu den Blusen getragenen Röcke war, daß sie von der Taille (Bund) bis 10 cm oberhalb des Knöchels reichten.

Mädchen und junge Frauen trugen helle, bunte Kleider, ältere Frauen hauptsächlich dunkle bzw. schwarze Kleider in einfacherer Machart. Die ledigen Mädchen trugen in der Regel keine Kopfbedeckung, höchstens mal eine Pelzmütze zum Pelzmantel, die verheirateten jedoch schwarze Tücher. Zu Festtagskleidern gehörten im allgemeinen keine Schürzen; sie trug man zu den Alltagskleidern. Festtagskleider (für Kirchgang und Tanz) bestanden aus: Seidenatlas, Seidenatlas mit Samtblumen, Brokatseide, Musselin „Crepdeschin" (Crepe de Chine) sowie Edelsamt und anderen kostbaren Stoffen, teilweise mit Silber- oder Goldfäden durchwirkt. Material der Kleider für jeden Tag: Wolle, Baumwolle oder Barchent.

Auf modische Kleider legten insbesondere Mädchen und junge Frauen Wert. Diese kosteten damals auch schon sehr viel Geld, doch die Mädchen und jungen Frauen waren dafür in ihren bunten Festtagskleidern ein erfreulicher Anblick.

Die Frauen trugen sonntags oder zu feierlichen Anlas sen elegante Pumps, Sandalen oder Stiefeletten; im All tag dagegen der Witterung entsprechend feste Schuhe, Schlappen oder handgestrickte und besohlte leichte Schuhe.

Zu den Kleidern gehörten Seiden- und Baumwollstrümpfe oder im Winter auch selbstgestrickte Schalwollstrümpfe (die manchmal ganz schön gekratzt haben).

Die Mäntel bestanden aus Wollstoff, Tuch und Samt. Auch Pelzmäntel gab es, aber nur selten. Die örtlichen Trachten wurden von folgenden Schneiderinnen angefertigt: Katharina Hiesl (84), Katharina Hummel (62), Magdalena Doleschan (68), MariaSchmidt(551), KatharinaGatti (298 c), Gertraud Gatti (418) und Rosalia Wittmann (406).

 

Theresia Weith und Maria Knipf

 

Gruppe deutscher Mädchen

stehend:   Maria Knipf, Eva Weber, Theresia Pentz, Elisabeth Schnadenberger, Elisabeth Bischof, Elisabeth Wirth

sitzend:    Gertraud  Settele,   Maria  Zuck,   Theresia Dobler, Eva Rutterschmidt, Theresia Feldus und Gertraud Bergerstock

 

Gruppe bunjewatzischer Mädchen

stehend:   Roza Sibalin, Agata Sibalin, Mariska Sibalin und Annus Milankovits

sitzend:    Mariska Aladzits, Magdolna Kubatov und Katica Kubatov

 Ein    Unterschied    bei    den    Trachten    ist    kaum zu sehen.

 

 

Maria Dobler, Katharina Schuller, Maria Schuller und Katharina Pentz

 

Bepi Glavanovits, Gertraud Turiund Gisi Glavanovits (die Töchter von Gewerbebetreibenden kleideten sich schon immer größtenteils nach der Mode)

 

Die Sonntags- und Festtagsschuhe der Mädchen und Frauen kaufte man in Schuhläden, dabei handelte es sich meist um maschinell gefertigte Schuhe. Die Schuhe für die älteren Frauen, die Männer und die Arbeitsschuhe wurden von den örtlichen Schuhmachern angefertigt.

Die örtlichen deutschen Schuhmacher waren: Anton Fleischer (13), Anton Striegl (119), Franz Wagner (276), Georg Kling und Josef Schreiner (489), Franz Striegl (471), Anton und Johann Imgrund (580 a) und Peter Keiner (584).

Die Entwicklung der deutschen und bunjewatzischen Volkstrachten entsprach einander. Beide hatten im 18. und 19. Jahrhundert, bis zum Ersten Weltkrieg, ihre schöne und eigene Tracht. Danach ging das Volkstum liehe immer mehr verloren, so daß sich Ende der 30er Jahre bereits die Trachten kaum unterschieden. Auch dies läßt sich auf den Fotos von damals erkennen.

In den 40er Jahren trugen dann beide Volksgruppen immer häufiger moderne Kleider, wie sie von den Städtern getragen wurden. Vor allem die jungen Leute kleideten sich nach der Mode (herrisch). Damit war eine schöne alte Tradition zum langsamen Aussterben verurteilt.

 

Theresia Schmidtmeister in deutscher Tracht

 

Maria Sibalin in bunjewatzischer Tracht

 

Eva Bischof, Anna (Anzi) Heffner, Iren Fetzer und Magdalena (Magdi) Imgrund (1939)

 

stehend: Willi Weckerle, Philipp Giesse, Hans Schmidt, Heini Weckerle, Jozsi Schmidt, Jani Imgrund;

sitzend:  Tinus Heinz, Annus Hoog,  Lenke Hoog, Lenke Heinz und Rozsi Risko

 

 

Eva Rutterschmidt, Maria Fleischer, Katharina Ginder und vorne Theresia Rutterschmidt

 

Im Hintergrund Wendelin Heffner, Anna (Anzi) Heffner, Evi Bischof, sitzend die Großmutter Eva Heffner

 

Anna Leml, geb. Bischof und Anton Leml

 

Maria Turi mit Cousin Stefan Keiner und Cousine Helena Pfeffer

 

Kameradschaftskreis

stehend: Peter 2.uck und Anton Zuck;

sitzend: Stefan Elmer und Adam Minich

 

19.5 Bilder von deutschen Familien aus Gara

 

Lauter Damen und ein ,,Mann":

 o. v. l.: Anna Maria Turi, geb. Elmer, Helena Tun, geb. Elmer, Elisabeth Elmer, Elisabeth Gatti, geb. Elmer

u. v. l.: Anna Turi, Maria Turi, Katharina Turi, Katharina Gatti, Elisabeth Gatti und Andreas Gatti (im Kleid mit Hut)

 

 

 Familie Peter Minich (20er Jahre)

Stefan Knipf, Katharina Knipf, geb. Keinrath, Eva und Maria Knipf

 

Familie Josef Heringer

 

Familie Johann Wagner, Ende der 20er Jahre

 

Martin Gatti auf Urlaub (1915) mit Ehefrau Elisabeth Gatti, geb. Elmer und den Kindern Katharina, Elisabeth und Andreas (im Kleidchen)

 

Familie Jakob Jung


Familie Schreiner

 

oben: Michael Heinrich, Peter Penz (Kind im Kleid), Gertraud Penz, geb. Heinrich, Anton Penz, Martin Müller

Mitte: Franz Bischof, Marianna Putterer, geb. Heinrich, Michael Heinrich, Elisabeth Heinrich, Müller, geb. Heinrich

unten: Die Kinder Magdalena Heinrich, Elisabeth Penz, Katharina Heinrich und Theresia Heinrich geb. Roth, Rosalia

(1907)

 

oben: Theresia Knipf, geb. Müller, Josef Knipf Andreas Knipf. Maria Knipf, geb. Bischof

unten: Theresia Knipf Theresia Knipf geb. Pentz, Josef Knipf, Andreas Knipf, Maria Knipf

 

Peter Pautz und Bruder Florian Pautz

 

Familie Stefan Heffner

 

Familie Wendelin Heffner

 

Familie Adam Heibili

 

Familie Stefan Locher


Familie Paul Peter

 

Anna Zuck, geb. Haberbusch und Josef Zuck mit Sohn Johann und Tochter Katharina

 

Frau Englein mit Familie

 

Elisabeth Gatti, geb. Mayer, Peter Gatti und Maria Mayer, geb. Pentz

 

Eva Wittini, geb. Fleischer und Jakob Wittini mit Fochter Maria (in den 20er Jahren)

 

Peter Turi, Sohn Stefan und Katharina Turi, geb. Wolfart

 

Familie Franz Pentz (Ende der 30er Jahre)

 

Katharina Putterer,  geb.   Gatti und Johann  Gatti mit den Töchtern Gertraud und Maria

 

Familie Adam Hoog

 

Familie Josef Striegl

 

Familie Michael Pentz

 

Anna Beck, geb. Saller, Elisabeth Beck und Johann Beck

 

Mathias  Bischof,   Magdalena  Bischof,   geb.   Pautz mit Jakob Bischof und Johann Bischof

 

Familie Michael Heringer (Faßbinder)

 

Peter Gatti, Karl Gatti, Katharina Gatti, geb. Stein und Andreas Gatti (Schneider)

 

Katharina Elmer, geb. Kristmann mit Martin Elmer und Katharina Elmer, geb. Rutterschmidt mit Jakob Elmer

 

Familie Martin Schmidt

 

Thomas Turi, Rosalia Turi, geh. Heinrich, Theresia Kling, geb. Heinrich und Josef Kling; Maria Turi,  Magdalena Heinrich, geb. Kristmann und Adam Kling

 

Maria Bischof, geb. Mészáros und Adam Bischof mit Tochter Elisabeth Bischof

 

Stefan Keiner sen., und Maria Keiner, geb. Turi mit Sohn Stefan Keiner jun.

 

Maria Kling, geb. Dobler und Adam Kling mit Tochter Maria Kling

 

Familie Anton Heffner

 

Mathilde Miserik, geb. Schumann, Eugen Miserik und Sohn Eugen sowie Tochter Mathilde

 

oben: Johann Keiner, Helena Keiner, geb. Brandecker, Maria Keiner, geb. Turi, Stefan Keiner,

unten: Peter Turi,  Helena  Turi, geb. Keiner und Johann Keiner jun.

 

Familie Johann Schmidt

 

Rosalia Schmidt, geb. Riesbeck und Anton Schmidt mit Sohn Georg

 

Familie Andreas Rutterschmidt

 

Familie Anton Rutterschmidt

 

Josef Weber, Maria Weber, geh. Henerari und Adam Weber

 

Familie Georg Hutflus

Familie Josef Elmer

 

 

Familie Jakob Breitigam

 

Familie Adam Schwob

 

Theresia Putterer, geb. Striegl und Adam Putterer

 

Familie Peter Lötscher

 

Anna Walz, geb. Schmidt, Martin Walz mit Sohn Wendelin Walz

 

Familie Stefan Pfaff

 

Mathias Bischof (1922)

 

Elisabeth   Rutterschmidt,   geb.   Bayer   und   Georg Rutterschmidt mit Sohn Wendelin

 

oben: Josef Peller, Franz Dobler, Peter Müller

unten:  Mathias Pentz, Josef Elmer und Wendelin Peller

 

Familie Josef Sehn

 

Familie Zoltán Etvel, Apotheke

 

Maria Lötscher,  geb.   Wagner und Peter Lötscher mit Sohn Georg Lötscher (1938)

 

Rosalia Schmidt, geb. Riesbeck, Georg Schmidt (Sohn) und Anton Schmidt

 

Familie Andreas Müller

 

Familie Adam Schmidt

 

Familie Hummel und Hutflus

 

Sabine Wagner, geb. Rohatsch und Franz Wagner mit Sohn Andreas Wagner (1934/35)

 

Maria Schmidt, geb. Mayer mit der Tochter Maria und Sohn Josef (1938)

 

Familie Johann Mészáros (Seiler)

 

Familie Stefan Rutterschmidt

 

Eva Bischof, Kindergärtnerin

 

Familien Kling und Rutterschmidt (drei Generationen)

 

Familie Stefan Heffner

 


Familie Anton Elmer

 

Familie Josef Pfaff

 

Familie Johann Elmer

 

Familie Josef Walz

 

Familie Georg Frank

 

Familie Martin Lauchs

 

Anna Petrich, geb. Bischof und Peter Petrich mit Sohn Stefan Petrich

 

Adam Kling und Stefan Keiner

 

Eva Peller, geb. Heffner

 

Maria Wolfart, Theresia Elmer, Theresia Kling; auf dem Rad: Maria Schuller und Barbara Schuller

 

stehend: Maria Schummer, geb. Bischof, Paul Schummer, Anna Leml, geb. Bischof, Anton Leml, Magdalena Bischof;

sitzend: Eva Bischof, geb. Schäfer, Andreas Bischof, Katharina Bischof (Kind), Gertraud Bischof, geb. Lötscher und Andreas Bischof

 

Heinrich Giesse jun. (1942)

 

Maria Zuck

 

Johann Keiner

 

Familie Perbiro (Pautz)

 

Magdalena Heffner, geb. Giesse, Wendelin Heffner und Stefan Heffner

 

Familie Zuck zur Ausfahrt bereit

Maria Zuck, geb. Bischof und Sebastian Zuck hinten, Anton Zuck und Maria Zuck

 

von links nach rechts: Eva Matheis, Anna Rutterschmidt, geb. Müller, Josef Matheis (Kind), Michael Rutterschmidt und Maria Matheis

 

Familie Johann Matheis (1929)

 

Familie Franz Putterer

 

Familie Josef Schwitter

 

Familie Josef Weber

 

oben: Johann Zuck, Anna Zuck, geb. Keiner, Georg Zuck;

unten: Magdalena Keiner, geb.  Reihle und Anton Keiner

 

Katharina Ginder, geb. Schwob, Stefan Ginder, Anna Ginder, Maria Ginder und Peter Ginder

 

Josef Boritsch, Barbara Boritsch, geb. Schmidt und Maria Pancsits, geb. Boritsch

 

Maria Schmidt, geb.  Illich,  Töchter Elisabeth und Magdalena und Johann Schmidt

 

Familie Stefan Wittini

 

Maria Gatti, geb. Sikinger, Tochter Katharina mit Sohn Wendelin und Florian Gatti

 

Familie Anton Schmidt

 

stehend:  Maria Kling,  sitzend:  Maria Kling,  geb. Bischof und Stefan Kling

 

Anna Schmidt, geb. Weith, Sohn Peter Schmidt und Anton Schmidt

 

Die einzige jüdische Familie Zsiga Schlesinger

 

stehend: Maria Keiner, geh. Turi, Stefan Keiner jun., Stefan Keiner sen.;

sitzend: Katharina Locher, geb. Bischof, verw. Tun  und Anton Locher

 

Familie Josef Weber

 

Familien Schwob und Lötscher

 

Familie Adam Peller (Tischler 1930)

 

Julianne Knipf, geh. Elmer, Sohn Stefan Knipf und Johann Knipf

 

Familie Andreas Gatti

 

Familie Josef Lötscher

 

Familie Georg Dobler

 

Theresia Minich, geb. Heidrich, Erich Minich, Stefan Minich und Adam Minich

 

Familie Anton Saller

 

Maria Rutterschmidt, geb. Zuck und Johann Rutterschmidt

 

Familie Stefan Pfaff

 

Familie Josef Striegl

 

Familie Stefan Kühn

 

Theresia Heffner in ihrem Zimmer in Gara

 

Martin Elmer

 

Jakob Elmer mit Theresia Elmer

 

Theresia Pentz, geb. Kling und Paul Pentz

 

Elisabeth Feurer mit Cousin Stefan Feurer

 

Maria Putterer und Mathias Pentz mit den Geschwistern Schmidt

 

Anton Gatti, Julianna Gatti, Josef Gatti, Maria Gatti, Eva Gatti, Mathias Keiner und Josef Gatti

 

Margarete Schön, geb. Klenanz und Julianna Schön

 

Anna Schmidt, geb. Weith und Anton Schmidt

 

Katharina Peter, geb. Seh wob und Johann Potz

 

Maria Wagner, Anna Keiner und Eva Leml

 

Theresia Henerari, geb. Hauth und Josef Henerari

 

Anna Oberst, geb. Raff mit Sohn Georg

 

Theresia Weigand, geb. Braun und Josef Weigand

 

Julianna Pentz, geb. Pentz

 

Magdalena Roth, geb. Heinrich, Katharina Schmidt, geb. Heinrich, Theresia Garai (Gatti), geb. Heinrich und Theresia Garai (Gatti), (1940)

 

Theresia Roth, geb. Putterer (1939)

 

Theresia Locher mit Cousine Elisabeth Klein

 

Katharina Schreiner, geh. Striegl und Andreas Schreiner in der Uniform der königlichen ungarischen Stromwache.

 

Rosalia Bayer, geb. Rutterschmidt und Mathias Bayer

 

Honved-Soldaten

stehend: Franz Wagner, Anton Kling,

sitzend: Andreas Gatti, Stefan Bischof und Anton Elmer (1938)

 

Familie Stefan Sehn

 

Familie Jakob Schoblocher

Margarete Lötscher, geb. Stemmer mit Sohn Josef

 

Rosalia Schmidt, geb. Riesbeck und Anton Schmidt

 

Gertraud Settele und Elisabeth Schnadenberger

 

Frau Eva Putterer, geb. Pentz mit Töchtern

 

Julianna Pentz, geb. Egi und Stefan Pentz mit Gertraud Pentz

 

Katharina Staller

 

Katharina Minich

 

Theresia Pentz

 

Barbara Bayer

 

Eva Locher, geb. Müller und Peter Locher

 

die  drei Heinrich-Schwestern  und Sebastian  Roth (Schmiedemeister)

 

 

Familie Georg Sági (Schmidt)

 

Eva Peller, geb. Heffner und Helena Peller, geb. Feldus

 

Maria Feurer, Rosalia März und Maria Feurer, geb. März

 

Elisabeth Müller

 

Kameradschaft

 

Barbara Rutterschmidt mit einem Schüler aus Dortmund

 

Stefan Haller, Helena Haller, Andreas Haller

 

Stefan Jung, Adam Brandt und Josef Schmidt

 

Von links nach rechts: Barbara Brandt, Maria Groß, Gertraud Kling, Theresia Dobler, Anna Bischof, Theresia Augmann und Gertraud Ginder

 

Martin Elmer als Rekrut in Kecskemét

 

Anton Bischof und Maria Bischof, geb. Henerari mit Katharina Bischof

 

stehend:   Theresia Striegl, Anna Gatti, Elisabeth Teurer, Elisabeth Hornung;

sitzend:    Maria   Hiesl,    Maria    Weichner,    Maria Tleischer und Katharina Knipf

 

Anton Sickinger (Gretlneni)

 

Gehöft/Sallasch   von Jakob  Schad  und  Katharina Schad, geb. Turi

 

Mathias Bischof

 

Frau Iren Lacko, geb. Malcsinger mit Tochter

 

Familie Adam Putterer

 

 

Katharina Ginder

 

Maria Fleischer, Maria Wittini, Eva Bergmann und Katharina Ginder

 

Maria Keiner, geb. Turi und Stefan Keiner

 

sitzend:    Maria  Weber,   Maria  Turi und Theresia Gatti

stehend:   Elisabeth Rutterschmidt,  Theresia Feldus,

 

Kameradschaft Garaer Mädchen

 

Theresia Einiviller, Maria Ruf) und Maria Gatti

 

Anna Striegl und Katharina Striegl mit  Herbert, Anton und Andreas Striegl

 

Elisabeth Gatti, geb. Weiss und Josef Gatti mit Tochter

 

oben: Weber Johann, Bohner Johann; unten: 

Weber Anna, geb. Wolf mit Kind Maria, Reile Regina, geb. Weber, Bohner Maria

 

Maria Kling und Gertraud Turi

 

stehend:   Elisabeth Roth, Maria Riesbeck, Julianna

Ginder, Anna Sommer; sitzend:  Anna Wolf, Maria Tun und Eva Metzinger

 

Maria Gatti

 

Elisabeth Bohner, geb. Schmidt

 

Anna Müller

 

Josef Fetzer, Georg Fetzer, Mathias Perbirö und Mihaly Zomborcsevits, Rosalia Fetzer, Josef Perbirö und Anna Perbirö

 

Mädchen des Jahrgangs 1928/1929

 

Katharina Staller

 

 

Mädchen des Jahrgangs 1928/1929

 

Sechs Cousinen der Familie Striegl

 

Kameradschaft in der unteren Großgasse

 

Eva Bacskai (Bischof), Wendelin Steitz und Anna Knipf

 

Kameradschaftskreis

 

Fotograf Stefan Ziel, (von dem die meisten Bilder dieses Buches stammen)

 

Johann und Stefan Schweizer

 

oben:          Anton Striegl, Anton Matheis, Paul Locher, Stefan Locher, Stefan Gatti, Georg Knipf Paul Zuck;

unteb:       Georg Danninger, Stefan Keinrath, Johann Feldus, Josef Bischof und Johann Schweizer

 

Maria Heringer, geb.  Hutflus und Michael Heringer

 

Kameradschaft des Jahrgangs 1919; Foto von 1936

 

Gertraud Bischof, geb.  Minich,   Theresia Schmidt, geb. Dobler und Gertraud Heibili, geb. Minich

 

Helene Elmer, geb. Minich und Peter Elmer

 

stehend: Mathias Knipf, Johann Zuck, Andreas Heibili, Josef Knipf;

sitzend: Mathias Probst, Anton Zuck, Anton Heffner und Josef Dobler

 

Mathias Regényi (Rengir) mit Sohn Josef Regényi in Honved- Uniformen

 

Kameradschaftliche Runde im Hof von Josef Knipf

 

Stefan Knipf mit einem Leichtmotorrad

 

Elisabeth Heller mit Söhnen


Eine fröhliche Runde im Hof von Josef Knipf (Razengasse)

 

Elisabeth Elmer, geb. Staller und Johann Elmer

stehend: Stefan Knipf, Franz Striegl, Josef Roth, Franz Zirschka, Anton Schmidt   

sitzend: Paul Peter, Josef Striegl, Johann Schaffer und Peter Peller

 

Maria Peller

 

stehend: Josef Perbiró, Franz Elmer, Georg Pentz, Adam Fleischer;

sitzend: Stefan Mészáros, Anton Knipf und Josef Mészáros

 

stehend:   Stefan Kling, Johann Weber, Josef Kling;

sitzend:   Josef Kling und Stefan Schweizer

 

Theresia Matheis, geh. Rutterschmidt

 

Adam Müller

 

Anna Klein, geb. Fleischer

 

stehend:  Josef Mészáros, Georg Penz, Josef Striegl, Stefan Mészáros;

sitzend:  Adam Fleischer, Anton Knipf und Josef Perbiró

 

Anna Eberhardt, geb. Schmidt mit Sohn

 

Elisabeth Knipf, geb. Röckel, Mutter Röckel und Maria Gatti, geb. Röckel

 

Elisabeth Knipf, geb. Röckel mit Tochter Katharina Knipf

 

Anna Perbiró mit Tochter Theresia

 

Die Terrasse bei Glavanovits

 

Eine fröhliche Neujahrsgesellschaft 1926/27

 

Eva Pentz

 

Heinrich Giesse (1914)

 

Katharina Hiesl, geb. Hoffmann

und Georg Hiesl

 

Eine fröhliche Tanzpartie im Freundeskreis

 

Maria und Josef Schmidt

 

Soldaten im Ersten Weltkrieg, (Bildmitte: Martin Weber, rechts: Mathias Röckel)

 

Josef Haberbusch auf einem Hengst des Hengstgestüts in Baja

 

Johann Schmidt

 

Gertraud Depre, geb. Schuller

 

Gertraud Weith, geb. Augmann

 

Magdalena Bischof, geb. Pautz, 1921

 

Familie Josef Striegl

 

Johann Roth (Csatalja) und Barbara Roth, geb. Bischof (Gara)

 

Jakob Bischof 1944 als Honvéd-Soldat

 

Eine Gruppe ,,Honvéd", darunter vier Garaer.

(Mathias Bayer, Franz Pentz, Peter Pautz und Stefan Elmer, /Groß Elmer)

 

Barbara Nopper, geb. Schuller, Johann Keiner, Maria Keiner, geb. Schuller, Maria Nopper, Georg Schuller, Katharina Schuller, geb. Bischof und Andreas Keiner

 

 

   
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