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Christine Ertel

Brigantium - Ein valentinianisches Uferkastell am Bodensee

 

Bei Bauarbeiten im Zentrum von Bregenz kam im Jahr 1968 eine breite, schön gefügte Quadermauer zum Vorschein, die vom Ausgräber Elmar Vonbank als Teil einer Hafenanlage der aus der Notitia dignitatum bekannten Flottenabteilung gedeutet wurde. Als in den Jahren 1972 und 1973 unter dem Leutbühel-Platz eine Fußgängerunterführung und westlich davon ein Warenhaus gebaut wurden, kamen weitere Mauerzüge zum Vorschein, die zunächst auf ein an drei Seiten von Quadermauern umfaßtes Hafenbecken schließen ließen. Die längste Mauer konnte näher untersucht werden. Nach dem Abpumpen des Grundwassers stellte sich heraus, daß die Quader auf einem vorzüglich erhaltenen Pfahlrost auflagen. Diese für die Römerzeit in Österreich einzigartige Holzkonstruktion wurde nach der dendrochonologischen Datierung in den Jahren 372 - 378 erbaut.

Die Durchsicht der Fotodokumentation des Vorarlberger Landesmuseums ergab allerdings Hinweise auf eine andere Interpretation der Anlage. An mehreren Stellen setzte auf dem Quadermauerwerk massives Gußmauerwerk an, das teilweise bis knapp unter das moderne Niveau erhalten war. In einem Profil im Inneren des vermeintlichen Hafenbeckens war außerdem ein Bodenniveau zu erkennen, auch eine Mauer war dort zum Vorschein gekommen. Das Fundament der südlichen “Kaimauer” bestand aus teilweise weit vorstehenden, sekundär verwendeten Säulentrommeln, die nicht auf einem Rost, sondern auf dem gewachsenen Kies lagen. Es wurde daher einer Deutung der Anlage als Kastell der Vorzug gegeben.

Die im Quadermauerwerk verwendeten Spolien, insbesondere die sehr großen Säulentrommeln und zwei Altäre könnten von einem kaiserzeitlichen Hafentempel herrühren. Die schon bei älteren Ausgrabungen gefundenen, in situ verbliebenen Säulenpostamente sowie ein ähnliches, ebenfalls sekundär verbautes Säulenpostament erlauben die Rekonstruktion einer ebenfalls kaiserzeitlichen Säulenstraße, die vermutlich die Verbindung zwischen der wichtigen Fernstraße nach Cambodunum und dem wohl seit der römischen Okkupation bestehenden Hafen herstellte.

 

Irodalom-Literatur

Bartoccini 1958

R. Bartoccini, Il porto romano di Leptis Magna. Rom 1958.

Beck 1957

D. Beck, Das Kastell Schaan. Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 57, 1957, 233 ff.

Beck 1962

D. Beck, Das spätrömische Kastell und die St. Peterskirche in Schaan. JbSGU 49, 1962, 29

Berger 1981

L. Berger, Archäologischer Rundgang durch Basel. Archäologischer Führer der Schweiz 16, Basel 1981.

Billamboz-Tegel 1995

Billamboz, W. Tegel, Die dendrochronologische Datierung des spätrömischen Kriegshafens von Bregenz.
Jahrbuch desVorarlberger Landesmuseumsvereins 139, 1995, 23 ff.

Ertel-Kandler 1985

Ch. Ertel, M. Kandler, Zum Modell von Brigantium. in: Das römische Brigantium. Ausstellungskatalog des Vorarlberger Landesmuseums Nr. 124, Bregenz 1985, 101 ff.

Ertel 1990

Ch. Ertel, Landschaftsbezogenes Bauen in Brigantium. Jahrbuch desVorarlberger Landesmuseumsvereins 1990, 63 ff.

Ertel 1998

Ch. Ertel, Das römische Hafenviertel von Brigantium. Schriften des Vorarlberger Landesmuseums (1998, sajtó alatt).

Garbsch 1970

J. Garbsch, Der spätrömische Donau-Iller-Rhein-Limes. Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands. Limes-Museum Aalen, Stuttgart 1970.

Menghin 1985

O. Menghin, in: Veldidena. Römisches Militärlager und Zivilsiedlung. Ausstellungskatalog Innsbruck 1985, 23 ff.

Meiggs 1973

R. Meiggs, Roman Ostia. Oxford 1973.

Meyer 1969

E. Meyer, Das römische Kastell Irgenhausen. Archäologische Führer der Schweiz 2, Pfäffikon 1969.

Pavolini 1983

C. Pavolini, Ostia. Archäologischer Führer Rom-Bari 1983.

Schleiermacher-Stein 1970

W. Schleiermacher, G. Stein, Die Untersuchungen im spatrömischen Kastell Altrip Kr. Ludwigshafen, im Jahre 1961. 49. BerRGK 1948, 1970, 85 ff.

Schulthess 1911

O. Schulthess, Das römische Kastell Irgenhausen. Zürich 1911.

Squarciapino 1966

M. F. Squarciapino, Leptis Magna. Basel 1966.

Vonbank 1969-1

E. Vonbank, Spätrömischer Kriegshafen in Brigantium. Pro Austria Romana 19, 1969, 13 f.

Vonbank 1969-2

E. Vonbank, Der spätrömische Kriegshafen von Brigantium. Vorarlberg 7, 1969, Heft 2, 19 ff.

Vonbank 1972

E. Vonbank, Die römischen Hafenmauern am Bregenzer Leutbühel. Zur Notgrabung im April 1972. Montfort 24, 1972, 256 ff.

 

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1. kép: Bregenz. A város térképe az úgynevezett kikötői falakkal.
 
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2. kép: Bregenz.  Másodlagosan felhasznált oszlop dobok a “C”-falról.
 
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3. kép: Bregenz. Az “E”-fal keletről.
 
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4. kép: Bregenz. “E”-fal, a zokli kváderei (közelfotó)
 
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5. kép: Bregenz. A Valentinianus-kori Brigantium erőd rekonstrukciója. (A szerző nyomán)
 
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6. kép: Bregenz. Oszlopos lábazat a farostélyon. (Részlet a bregenzi Vorarlberger Landesmuseum állandó kiállításáról.)
 
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7. kép. Bregenz. Helyszínrajz a feltételezhető császárkori kikötői oszlopos úttal    (Rekonstrukció.)
 
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8. kép: Brigantium. A császárkori kikötői város a szerző nyomán. (Rekonstrukció)

 

  
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