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Das Hochstift Fulda

 

Ich möchte daher auch noch eine kurze Darstellung über dieses für uns so wichtige und interessante Hochstift Fulda und seine Probleme mit den Auswanderern geben. Fulda gehört zu den Orten, aus denen heraus die Christianisierung Germaniens ihren Anfang nahm. Schon zur Zeit der Karolinger bestand das Kloster. Im Mittelalter nahmen Macht und Einfluss immer mehr zu. Bis zum 16-17. Jahrhundert hatte es sich zu einem Hochstift entwickelt, dessen Macht und Einfluss sowohl in allen Kirchen- und Glaubensfragen, als auf die Politik des Heiligen Römischen Reiches, erständig gewesen sind. Sein Gebiet erstreckte sich über den Vogelsberg, Landrücken, und den größten Teil der Rhön bis ins Bayerische, nach Hammelburg und zum Main.

Zu den Lehensträgern des Hochstiftes zählten nicht weniger als acht Herzöge und Fürsten, fünf Markgrafen, einhundertdreißig Grafen, neun Städte und über fünfhundert Vasallen, eine wahrlich großartige Hausmacht. Vor allem das Rhöngebiet mit seinen wenigen Möglichkeiten zur ertragreichen Landwirtschaft war seinerzeit ein sehr armes Gebiet, und von diesem Landstrich hat es natürlich die Menschen immer wieder fortgetrieben, um anderswo eine bessere Welt zu machen.

Als dann die Kunde von den großen Möglichkeiten aus dem „Schlaraffenland" Ungarns ins Land kam, waren viele Leute nicht mehr festzuhalten.

Wie man aus den Ratsprotokollen der Stadt Ulm erfahren konnte, liefen 1712 viele, ja sehr viele in die Katastrophe. Es muss hier regelrecht eine Flucht aus dem Lande eingesetzt haben, gegen die sich die Obrigkeit nur mit rigorosen Massnahmen wehren konnte.

So hat das Hochstift schon am 28-ten März 1718 folgende Anordnung herausgegeben: „Untertanen, die aus Ungarn zurück gekehrt sind, haben uns hinterbracht, daß obwohl die Leibeigenschaft nicht eingeführt sei, doch kein Deutscher dort selbstständig leben könnte.

Nachdem der Zurückgekehrte, vor der Abreise sein Hüttlein verkauft hat und nun mittellos ist, hat er gebeten, ihn wieder als Untertan aufzunehmen. Deshalb sind alle zu warnen, daß jeder es wohl bedenken solle und nicht unüberlegt handeln möge. Wer auf eigene Faust weggeht und zurück kehrt, soll in Zukunft für einen Landfremden gehalten werden, er bringe denn 200 Gulden wiederum ins Land."

Die Auswanderung ging aber weiter.

Ausgelöst hatten diese Flucht deutsche Soldaten, die im Krieg gegen die Türken teilgenommen hatten und dafür mit Siedlungsland in Ungarn entlohnt wurden. Für diese Siedler wurden deutsche Bräute geworben, und so die Nachricht über die guten Siedlungsmöglichkeiten Ungarns in deutschen Landen verbreitet. In manchen Orten hat man dann aber doch aus der Katastrophe des Jahres 1712 Lehren gezogen.

Vielfach wurden dann die Kolonisten unter geistlichem Schutz nach Ungarn geführt.

Weil das durch die Türkenherrschaft menschenleer und wüst gewordene Gebiet unmittelbar nach der Vertreibung der Türken mit deutschen Einwanderern, vorwiegend aus dem Schwäbischen angesiedelt wurde, so wurde es auch „Schwäbische Türkei" genannt. Nur wenige Ungarn hatten in diesem Gebiet die Türkenzeit überlebt. Wer nicht zugrunde gegangen war, hatte den Landstrich verlassen. Aus dem Süden kamen einige Kroatische in diese Gegend. Die Schwaben jedoch waren die Kolonisten, die dem entvölkerten und ausgestorbenen Land wieder zum neuem Leben verhalfen. „Die Schwäbische Türkei" wurde für ihre Leistungen zum Ehrenteil.

Schon um die Jahrtausendwende, als der heilige König Stefan das Land kultivierte und eine Verwaltung aufbaute, hatte er das Land in Komitate eingeteilt. Feked liegt im Komitat Baranya (Braunau) im Hügelland jenseits der Donau, Transdanubien-Donautal von den Römern Pannonién genannt.

Zu Beginn unserer Zeitrechnung hatten die Römer das ganze Transdanubien-Donautal unter ihre Herrschaft gebracht und die Provinz Pannonien eingerichtet. Den Römern folgten die Kelten, Hunnen, Ostgoten, Langobarden und Avaren. Ja man kann sagen alle Völker und Volksstämme der Völkerwanderung haben sich, wenn auch immer nur für kurze Zeit, hier in dieser fruchtbaren Gegend niedergelassen.

Zur Zeit der Landnahme durch die Magyarenstämme unter dem Fürsten Arpad, stand das ganze Transdanubien unter dem Herrschaftsbereich der Franken (Germanen). Aus dieser Zeit sind deutsche Siedlungen bis ins frühe Mittelalter übrig geblieben, teilweise geschlossene Orte mit deutschen Ortsnamen.

Anderseits hatte auch die Christianisierung Ungarns durch Fürst Géza begonnen und vom heiligen König Stefan beendet, mit Hilfe deutscher Einwanderer stattgefunden, sodass auch aus diesem Vorgang vor allem in die mittlere Schicht des Landes viel Deutschtum einfloß.

 

 

   
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