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Am Anfang

 

Die Kolonisten die ihre alte Heimat verließen, kamen mit Schleppschiffe nach Ungarn, mit der Ulmer Schachtel. Die meisten stiegen in Regensburg auf das Schiff und folgten dem Weg in die unbekannte Welt. Ganz schlimm muss es ja für die ersten Siedler gewesen sein. Alles was sie in ihrer neuen Heimat vorfanden, war eine endlose Wildnis.

Eine Hütte über den Kopf zu bekommen, war jetzt an erster Stelle das Wichtigste. Sie bauten zuerst Hütten aus Holz und Reisig, das wurde mit Lähm zugeschmiert, damit sie geschützt waren vom Unwetter. Auch für das Vieh wurde ein Obdach gemacht, dann wurde mit der Bodenarbeit begonnen. Es war Frühjahr. Mann mußte sich sehr beeilen, um soviel Feld zu bearbeiten, daß ihnen das tägliche Brot gesichert sei. Vom Quadratmeter um Quadratmeter gruben sie die Erde um, um einen fruchtbaren Boden zu gewinnen. Das wenige Vieh, das sie hatten, war auch eine große Hilfe. Rastlos mit großem Fleiß und schweren Schweiß ging die Arbeit voran. Ihre Geräte waren ja sehr primitiv und mussten oft repariert werden, aber Gott sei Dank, gab es ja genug Handwerker, die sich einander gut unterstützten. Sie haben so bald wie möglich auch mit dem Hausbau begonnen. Vom Wald konnten sie das Bauholz besorgen. Das Holz wurde mit der Axt gefällt, mit der Schrotsäge geschnitten, mit Axt und Beil zugerichtet so, wie man es für den Dachstuhl brauchte. Und weil es hier auch Steinberge gibt, so haben sie die Bausteine selber gebrochen, die sie zum Hausbau brauchten. Das alles ging aber nur mit gegenseitiger Unterstützung. Im Anfang waren es ja nur wenige Familien, aber nach und nach gesellten sich immer mehr dazu, und gemeinschaftlich konnten sie schneller vorwärts kommen und mehr erreichen.

Keinem wurden seine Acker von irgend einem Amt oder irgendwelchen Vorschriften zugeteilt. Nur der eigene Fleiß und Ehrgeiz waren Maßstab und brachten so den Einzelnen urbares Land zum bewirtschaften. Unsere Vorfahren waren rundum sehr fleißige Leute; das ist durch die vollbrachte Kultivierung ihrer neuen Heimat unbestreitbar und bewiesen. Es ist hier noch zurecht die Frage angebracht; lebten sie um zu arbeiten oder arbeiteten sie um zu leben? Der sittliche und kulturelle Standart hatte einen sehr, sehr hohen Grad erreicht. Grundlage des Zusammenlebens war die „Dorfordnung", die sich noch in der Form der Urdemokratie vollzog.

Der Oberste und erste Mann im Dorf war der Richter. Ein Dorfrichter der nicht nur Vorsteher war, um das Dorf gegenüber der Obrigkeit zu vertreten, sondern er übte auch echte richterliche Gewalt aus. Kleinere Übertretungen und Streitigkeiten, wie sie ein Dorfleben mit sich bringt, hat er verurteilt und auch die Strafe ausgesprochen. Seine Gehilfen waren die Geschworenen. Ein von ihnen gesprochenes Urteil war verbindlich und brauchte nicht erst von einer höheren Instanz für gültig erklärt zu werden. Richter und Geschworene übten die Funktion des Bürgermeisters bzw. des Gemeinderates aus. Der Gemeindevorstand bestand aus 6 Personen: der Richter, der Vizerichter, der Kassier, der Waisenvater und zwei Geschworene. Das geübte Recht war, soweit es den inneren Bereich der Gemeinde betraf, Gewohnheitsrecht.

Sitten und Gebräuche haben sich nach und nach entwickelt und wurden streng befolgt und eingehalten. Die deutschen Ansiedler konnten zwar ihre Felder als freie Bauern bewirtschaften, der Grund und Boden jedoch war noch lange nicht ihr Eigentum. Dieser war den Grundherren ab zu kaufen. Der Preis lag je nach Güte der Grundstücke zwischen zwanzig und vierzig Forint pro Joch. Das Geld für den Kauf mußte innerhalb einer Frist, die bei zwei Jahren begann und bis zu zehn Jahren betragen konnte, abbezahlt werden. Das ausgewiesene Kapital hatten sie mit

fünf Prozent zu verzinsen. Natürlich ging das alles nicht so reibungslos über die Bühne, und mehrere teils sehr langwierige Prozesse waren nötig.

Wenn auch nach der Abschaffung der Leibeigenschaft mit den Österreichischen Kaiserhaus, die Kaiser waren bekanntlich auch die Könige von Ungarn, der wirtschaftliche Aufschwung nur langsam voranging, so waren doch politisch die Zeitläufe ruhig geworden. Die ersten deutschen Ansiedler hatten sehr fleißig gearbeitet und den besten Grund und Boden fruchtbar gemacht, und so wurde das erste Feld das Bauernfeld, Das Feld war in Parzellen geteilt und jeder Flügel und Reihe bekam seinen Namen.

Noch in der Zeit von der Österreich—ungarischen Königin Maria Theresia, wurde eine Einheit von den Grund und Boden gemacht und das war die Goldkrone. Jeder Grund wurde nach seiner Güte in Goldkronen geschätzt. Der fekeder Grund gehörte allerdings nicht zu den Besten. Die Größe einer Bauerei wurde in „Achteln" beschrieben.

Die größten Bauern hatten ein Vierachtel Feld: das waren sozusagen 60 Katastrahljoch Feld. Soviel hatten insgesamt 4 Bauern, die anderen hatten 30 und 20 Joch Feld.

 

Die Flurnamen

Wiesen

Wemender Graben

Wemender Grabenfeld

Cikorerwegfeld

Frey Taler

Ortsried (Hofstellen)

Centnertrapplatz

Rechte Weingärten

Mittle Weingärten

Pokett

Plattenwaldfeld

Mecskergrundfeld

Reizenfeld

Steinberg

Plattentaler

Elementstaler

Langen Streigstaler

Wiesentalfeld

Elementskipfl

Junge Weingärten

Lackergraben

Pfarrersfeld

Szebényerhő

Reverent

Girgels Thaler

Haltersfeld

Herrschaftsfeld

Obermühlskipfel

Kepis Thaler

Girgels Thaler

Kirschbaumthaler

Prillersgipfel

Kirchenacker

Straßthaler

Spatz

Obere Wiese

Untere Wiese

Pinzen Wiese

Wolfs Wiese

Ruhr Wiese

Große Wiesen

Mecskegrunds Wiesen

Szebényerecken Wiesen

Prillers Wiese

Erle Wiese

 

Waldname:

Die Namen der Vögel:

Wemendergrabenwald

Storchsgraben

Straßspitze

Bienenschlag

Anbau

Akazienwald

Saustallgraben

Hottergraben

Flohgraben

Storch + Schwalbe

Wachtel + Stiglitz

Specht + Eule

Spatz + Meise

Raben + Geier

Rotkelchen + Nachtigal

Auerhan + Star

Amsel + Fasan

Wildtiere im Wald das sind:

Pokettswald

Steinberg

Cikoerwald

Szamáros

Hirsch + Reh

Wildschweine + Fuchs

 

Früher gab es auch viele Feldhasen, aber heute sieht man kaum noch einen. Die Storchennester sind nicht mehr, ab und zu sieht man noch einen Storch in der unteren Wiese.

Diejenigen Leute die erst 40-50 Jahre später kamen und sich hier ansiedelten, waren die Kleinhäusler. Die Kleinhäusler hatten ihre eigene Gasse, das war am unteren Dorfende und oben das sogenannte Gründl. Es gab oft ein langwährenden Streit zwischen Bauern und Kleinhäuslern. Hass, Neid, Aufruhr und Widerwärtigkeiten. Die Bauern hatten das schöne Feld, die Kleinhäusler mussten sich mit dem bergigen Land abfinden.

Einen jähen Abbruch bekam das friedliche Leben durch den ersten Weltkrieg, der von 1914-1918 dauerte. Zunächst mussten die meisten Männer in den Krieg und viele kamen nicht wieder Heim. 22 Männer haben dort ihr Leben verloren.

Nach dem verlorenen Krieg war Baranya bis zum Mecsekgebirge von den Serben besetzt, welche das Land erst 1921 wieder räumten. In Feked machten die Serben sich nicht wohnhaft, aber in den Nachbarsdörfern gab es eine sehr schlimme Zeit. Es herrschte Chaos und Ungesetzlichkeit. Bei einen wurden die Pferde aus dem Stall gestohlen, dem anderen fehlte am nächsten Morgen die schönste Kuh, so mancher wurde tot geschlagen. Wenn sich einer um sein Eigentum wehrte oder beschwerte, der wurde obendrein noch grausam verprügelt. Von diesen Diebstählen blieb Feked auch nicht verschont. Da mußte auch oft ein Bauer einen Schreck erleben wenn in der Nacht ein Stück Vieh aus dem Stall verschwunden war.

Unter der Serbischen Besetzung, fing es mit einen großer Schwarzhandel an.

Der Fekeder Wald war die Grenze. Ofalu war schon ein freies Gebiet, und da konnten dann die Leute ihre Handelswaren für ein gutes Geld loswerden. Dort warteten schon die Käufer auf die Ware, da war alles dabei was man auf einem Dorf herstellen konnte. Das waren Fleisch-und Milchprodukte, lebende Hühner und fette Gänse, Eier, Schnaps und Wein, Rindvieh und Getreide. Dafür bekamen sie Geld oder Kleidungwahren, oder sie konnten sich bestellen was sie eben brauchten. Das war ein sehr gutes Geschäft, wer sich traute konnte sehr viel Geld verdienen.

Freilich war das auch ein großes Risiko! In dem Wald waren ja auch die serbischen Grenzjäger. Wenn die einen erwischten, dem nahmen sie alles weg und schlugen ihn noch tüchtig aus. Manche wurden sogar vor das Gericht gestellt. Doch es gab auch schlaue junge Männer die sich gut im Wald auskannten. Die lockten die Serben weg von der Stelle, wo die Leute über die Grenze gehen wollten und so ist es gelungen ohne Schaden über die Grenze zu kommen.

Als dann die Serben das Land wieder verlassen hatten, von da an ging es wirtschaftlich ganz schnell vorwärtz.

 

 

   
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